Die Atombomben, die auf Nagasaki und Hiroshima abgeworfen wurden, haben bereits 1945 die Reichweite und vor allem die Auswirkungen aufgezeigt.

Auswirkungen der Atombombe auf Hiroshima

  • Am 6. August 1945 wurde die erste Atombombe abgeworfen, um gezielt ein Gebiet zu zerstören. Der angegriffene Ort war Hiroshima.
  • Die Bombe hieß "Little Boy" und hatte eine Sprengkraft von 12.500 Tonnen TNT.
  • Sie explodierte in einer Höhe von 600 Meter direkt über der Innenstadt.
  • Bereits nach 43 Sekunden hatte die Druckwelle 80 Prozent der Innenstadt komplett zerstört.
  • Der entstandene Feuerball hatte eine Innentemperatur von mehr als einer Million Grad Celsius. Noch in mehr als 10 Kilometer Entfernung ließ die Hitzewelle von über 6000 Grad Celsius Bäume brennen.
  • Die Explosion ließ einen Atompilz von etwa 13 Kilometer Höhe entstehen. Dabei wurde radioaktiver Staub aufgewirbelt, der nach etwa 20 Minuten wieder zu Boden fiel. Dies bezeichnet man auch als "Fallout".
  • 90 Prozent der Menschen wurden im Radius von 500 Metern ausgehend von der Explosion getötet. Im weiteren Umkreis von 500 bis 1000 Metern etwa 59 Prozent der Menschen.

Reichweiten, die mit den Bomben erreicht werden können

Die Reichweiten und Auswirkungen der Atombomben hängen von der Sprengkraft und der Explosionshöhe ab.

Eine Bombe, die eine Sprengkraft von 10.000 Tonnen hat und in einer Höhe von 200 Metern explodiert, hat bereits weitreichende Folgen:

  • Die Druckwirkung vom Epizentrum aus hat eine erhebliche Zerstörung von bis zu 1,7 km.
  • Im Umkreis von 0,5 km entsteht eine hohe Brandwirkung, die alle Materie verdampfen lässt.
  • Im Umkreis von 0,6 km finden Verbrennungen dritten Grades und immerhin in 1,1 km noch Verbrennungen ersten Grades statt.
  • Die tödliche bis schädliche Direktstrahlung reicht bis zu einer Raumdiagonalen von 1,2 km.

Inzwischen sind schon Atombomben von 20 Megatonnen TNT möglich. Bei einer Explosionshöhe von 5,4 km ist die Reichweite um so verheerender:

  • Die totale Zerstörung mit der Druckwelle findet in einem Radius von 6,4 km statt. Die Schäden reichen jedoch bis zu 47 km.
  • Die starke Brandwirkung reicht bis zu einem Radius von 30 km. In 53 km Entfernung finden immer noch Verbrennungen 1. Grades statt.
  • Die ionisierende Direktstrahlung erlangt eine Raumdiagonale von 5,4 km.