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Regenwolken - Höhe richtig einschätzen

Nicht jede Wolke bringt Regen. Wolken treten in Höhen von wenigen 100 m bis zu fast 12.000 m auf. Wenn Sie die Höhe von Regenwolken einschätzen wollen, müssen Sie einige typische Erkennungszeichen von Wolken kennen.

Solche Wolken bringen Regen.
Solche Wolken bringen Regen. © segovax / Pixelio

Wolken sind sichtbare Resultate der Konzentration von Wasserdampf in der Atmosphäre. Wolken bilden sich durch die thermische Konfektion oder durch Kaltlufteinbruch unter Warmluft (Kaltfront), aber auch durch aufreibende Warmluft über Kaltluft (Warmfront). Aber auch durch Hebung an Hindernissen wie vor Gebirgen kommt es zur Wolkenbildung, ebenso im Zusammenhang mit dem Föhn im Voralpenland oder gar durch die Kondensstreifen hochfliegender Flugzeuge.

Regenwolken sind Feuchtigkeitsträger

  • Regenwolken bilden sich dann, wenn die Luft ausreichend mit Feuchtigkeit gesättigt ist und keine weitere Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ziehen die Wolken aus Westen heran, bringen sie meist Feuchtigkeit vom Atlantik mit. Bei Windrichtung aus dem Osten haben Sie es mit kontinentalen und trockenen Luftmassen aus Osteuropa zu tun, die wenig Feuchtigkeit enthalten.
  • Die Meteorologie fasst die Wolken zu charakteristischen Gruppen zusammen. Diese bestehen wiederum aus verschiedenen Arten und Typen. Sie treten meist in festliegenden, teils bevorzugten, Höhen auf.
  • Unterscheiden Sie ein unteres Stockwerk vom Erdboden bis etwa 2000 m Höhe, ein mittleres Stockwerk (lateinisch: altus) von 2000 - 6000 m Höhe und das obere Stockwerk (lateinisch: Cirrus) von 6000 - 12.000 m Höhe.
  • In diesen drei Wolkengruppen finden Sie wiederum zwei Grundarten, die sich nach der Entstehungsart der Wolken unterscheiden. Es sind dies die Schichtwolken, die entstehen, wenn Luftschichten bis auf das Kondensationsniveau abkühlen. Sie sehen gleichförmig aus und sind farblich wenig differenziert und ohne klare Konturen. Sie bilden ausgedehnte Felder in stabiler Luft.
  • Die andere Gattung sind die Quellwolken. Sie entstehen durch örtliche vertikale Hebung feuchter Luft bis zum Kondensationsniveau. Mit ihren bizarren Konturen deuten sie auf labile Luftverhältnisse in der Atmosphäre hin.
  • In der Gattung jener Schichtwolken finden Sie den Stratus. Status ist eine grau aussehende Schichtwolke mit gleichförmiger Untergrenze in Höhen um die 2000 m. Da sie meist mit Warmfronten auftreten, sind lang anhaltende Niederschläge die Folge.

Nimbostratuswolken in 2000 m Höhe bringt Regen

  • Bei den Nimbostratuswolken finden Sie eine sehr dichte dunkelgraue bis schwarze Unterschicht in Höhen ab 2000 m. Da sie auch in Verbindung mit einer Warmfront auftreten, müssen Sie mit Landregen oder Dauerschneefall rechnen. Gerade der Nimbusstratus ist eine ausgeprägte, immer mit Regen- oder Schneefall verbundene Schlechtwetterwolke.
  • Altostratuswolken finden Sie in Höhen ab 2000 - 6000 m. Die Schicht ist oft milchig und durchscheinend und kann bei einer sich annähernden Warmfront ersten, leichten Regen bringen.

Cumulusnimbus ist eine gewaltige Gewitterwolke

  • In der Gattung der Quellwolken tritt vor allem der Cumulusnimbus als Regenwolke hervor. Seine Untergrenze liegt fast immer im unteren Stockwerk von 1000 - 2000 m Höhe, während die Obergrenzen bis zur Tropopause in 12.000 m Höhe vorstoßen können. Treten solche Wolken auf, müssen Sie mit Gewittern rechnen, die starke Niederschläge mit sich führen.
  • Die reinen Cumuluswolken, die wie Blumenkohl daherkommen, liegen im unteren Stockwerk ab 500 m und sind eher als Schönwetterwolken bekannt. Ist die Luft genügend feucht und labil, bilden sie sich oft zu Cumulusnimbuswolken weiter.
  • Die Wolken im oberen Stockwerk sind meist harmlos. Sie liegen in Höhen ab 6000 m und heißen Cirrus (Schäfchenwolken) oder Cirrostratus. Ihr Feuchtigkeitsgehalt ist gering.

So messen Meteorologen die Wolken

  • Wenn Sie die Höhe von Regenbogen professionell abschätzen wollen, verwenden Sie folgende Formel: Untergrenze = Distanz x tg Alpha. Entscheidend ist dabei die Distanz zwischen dem Beobachter (Sie benötigten einen Winkelsextanten) und einem Wolkenscheinwerfer (Ceilometer) sowie der Winkel alpha, den Sie als Beobachter mit dem Sextanten festlegen.
  • Kennen Sie die Taupunktdifferenz (Differenz zwischen Lufttemperatur und Taupunkt, erfragen Sie diese ggf. beim Wetterdienst eines in Ihrer Nähe liegenden Flughafens), multiplizieren Sie diese mit der Zahl 122 und erhalten die Wolkenuntergrenze in Meter.

Kaufen Sie sich einen Wolkenatlas

  • Kaufen Sie sich zur besseren Einschätzung der Höhe von Regenwolken einen Wolkenatlas.
  • Lernen Sie anhand von Beispielbildern und Wolkenbeschreibungen die Wolken kennen und einschätzen.
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