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Rechtspflegerausbildung absolvieren - so geht's

Die Rechtspflegerausbildung öffnet Ihnen den Weg in einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist jeweils nach Ländervorschriften geregelt. Erfahren Sie, wie die Ausbildung grundsätzlich verläuft, und worauf Sie achten sollten.

Die Ausbildung ist anspruchsvoll.
Die Ausbildung ist anspruchsvoll.

Rechtspfleger sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Gerichtsbarkeit.

Der Studienteil der Rechtspflegerausbildung

  • Gut zwei Drittel der Rechtspflegerausbildung verbringen Sie mit dem Studium. Stellen Sie sich auf eine anspruchsvolle theoretische Ausbildung ein. Schon der Anfang der Rechtspflegerausbildung besteht aus einem dieser Studienblocks. Dieses erste Jahr sollten Sie so konzentriert wie möglich absolvieren. Hier werden die Grundlagen vermittelt, auf denen der Rest Ihrer Rechtspflegerausbildung aufbaut.
  • Gehen Sie davon aus, dass die Beschäftigung mit Gesetzen, Vorschriften und Formalien nicht immer besonders spannend sein kann. Sie erhalten eine Ausbildung mit einem juristischen Schwerpunkt. Diese Art der Logik wird Ihnen zunächst etwas fremd sein. Wenn Sie offen dafür sind und sich neugierig darauf einlassen, werden Sie schnell damit zurechtkommen.
  • In der Rechtspflegerausbildung werden Sie bezahlt. Im Gegensatz zu anderen Studenten bedeutet dies einen Vorteil, denn Sie müssen sich um Ihr Auskommen keine Sorgen machen. Sie sind aber auch verpflichtet, sich diszipliniert um Ihre Ausbildung zu bemühen. Freiheiten in der Gestaltung Ihrer Ausbildung wie ein Student haben Sie nicht.
  • Der letzte Studienteil Ihrer Rechtspflegerausbildung endet mit der Prüfung zum Rechtspfleger. Wie bei einem Studium an einer normalen Universität können Sie gar nicht früh genug damit anfangen, sich darauf vorzubereiten. Vielfach haben sich Lerngruppen bewährt. Wenn Sie die Gruppe nicht zu groß halten und sich wirklich regelmäßig treffen, ist dies eine wichtige Unterstützung für Ihre Prüfungsvorbereitung.

Rechtspflegerausbildung in der Praxis

  • Die praktische Ausbildung teilt sich zumeist in zwei Blöcke. Der erste Block erstreckt sich über elf Monate und ist damit ebenso lang wie der vorangegangene Studienteil. Der zweite liegt vor dem letzten Studienteil und er ist deutlich kürzer. Daran erkennen Sie bereits, dass die Praxis erst später bei Ihrer Arbeit als Rechtspfleger wirklich vermittelt werden kann. Sie erhalten während der Ausbildung nur einen Einblick.
  • Der Gerichtsalltag ist keineswegs so schillernd, wie er häufig in den Medien dargestellt wird. Wenn Sie Ihrem Ausbilder zugeteilt werden, treffen Sie zumeist auf einen überlasteten Rechtspfleger, der Ihnen nicht alles haarklein erklären kann. Zeigen Sie Verständnis und Eigeninitiative.
  • Was Sie zuvor in der theoretischen Rechtspflegerausbildung gelernt haben, wird manchmal in der Praxis etwas abgewandelt. Auch wenn Ihnen die praktische Handhabung deutlich mehr liegt, halten Sie sich zumindest für die Prüfung an die Theorie. Praxisnahe Arbeit wird dort nicht abgefragt, wenn sie nicht genau den Vorschriften entspricht.
  • Nutzen Sie die Zeit Ihrer praktischen Rechtspflegerausbildung, um sich noch einmal genau mit Ihrer Berufswahl zu befassen. Sie entscheiden sich für die nächsten Jahrzehnte. Wenn Sie feststellen, dass Ihnen gerade die Praxisarbeit nicht liegt, stellen Sie Ihre Entscheidung besser noch einmal infrage. 

Viel Erfolg bei Ihrer Ausbildung.

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