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Rechtschreibprogramme - so nutzen Sie sie richtig

Rechtschreibprogramme sind eine gute Möglichkeit, fehlerfreie Texte abzuliefern, Sie sollten also nie auf ein gutes Programm verzichten, das Ihre kleinen und großen Fehler erkennt und beseitigt. Aber verlassen Sie sich nicht zu sehr auf Rechtschreibprogramme, Sie müssen schon noch selber denken.

Rechtschreibprogramme haben nicht immer Recht.
Rechtschreibprogramme haben nicht immer Recht.

Funktionsweise von Rechtschreibprogrammen

Sie können nahezu alle Rechtschreibprogramme unterschiedlich einstellen. Diese Einstellungen sind:

  • Korrektur direkt beim Schreiben: Sobald Sie ein falsches Wort schreiben, wird dieses automatisch korrigiert. Klingt super, das hat aber einige große Nachteile: Oft stört die automatische Korrektur den Schreibfluss. Sie verlieren schnell "den Faden" und wissen oft nicht mehr, was Sie gerade schreiben wollten. Auch kann es sein, dass der Text nach der Korrektur nichts mehr mit dem zu tun hat, was Sie schreiben wollten. Wenn Sie zum Beispiel Fachausdrücke verwenden, die oft aus anderen Sprachen stammen oder Namen von Persönlichkeiten, kann die Korrektur zu Fehlern führen, aus "Sehr geehrter Herr Gladel" wird in der Regel ein "Sehr geehrter Herr Kladde."
  • Fehler werden markiert, aber nicht korrigiert: In dieser Einstellung werden falsch geschriebene Wörter meistens mit Rot unterstrichen. Schreiben Sie am Besten den Text bis zum Ende bzw. bis zum nächsten Absatz weiter und kümmern sich dann um die markierten Passagen. Das stört den Schreibfluss weniger.
  • Nur Korrektur am Ende der Arbeit: Sie können die meisten Rechtschreibprogramme auch so einstellen, dass Sie keinerlei Fehler während des Schreibens registrieren. Sie klicken dann ein Kontrollfeld an, um zum Schluss die Arbeit als Gesamtes zu korrigieren. Diese Funktion sollten Sie auf jeden Fall zusätzlich verwenden.

Einsatz der Korrekturprogramme im Alltag

Wenn Sie häufig und viel Schreiben müssen, sollten Sie ein Rechtschreibprogramm mit Qualität verwenden. Diese sind nicht gratis, aber auch nicht unerschwinglich. Gute Programme, die auf dem aktuellen Duden basieren, kosten unter 30 €. Achten Sie darauf, dass das Programm auch die Grammatik und Kommasetzung beherrscht.

  1. Stellen Sie das Programm so ein, dass es Ihre Fehler anzeigt, aber nicht automatisch korrigiert. Prüfen Sie nach, ob das Programm auf "Deutsch" steht. Wenn Sie viele ausländische Wörter im Text verwenden, stellen die Programme manchmal auf eine andere Sprache um. So kann es passieren, das Rechtschreibprogramme auf Niederländisch umstellen, wenn Sie einen Text über Amsterdam schreiben und darin niederländische Ausdrücke vorkommen. Achten Sie also immer darauf, dass die Programme auf "Deutsch" stehen.
  2. Gehen Sie, nachdem Sie den Text geschrieben haben, Punkt für Punkt die von solchen Rechtschreibprogrammen markierten Stellen durch. Oft werden Ihnen korrekte Schreibweisen angeboten. Wählen Sie diese nur, wenn Sie sicher sind, dass diese auch stimmen, zum Beispiel, wenn Sie mal wieder „sit“ statt „ist" geschrieben haben. Im anderen Fall denken Sie kurz nach, ob das Korrekturprogramm recht hat oder Sie. Zum Beispiel wenn Sie "Lady Di" geschrieben haben und die Rechtschreibprogramme eine "Lady, die“ vorschlagen.
  3. Wenn Sie den Text auf diese Art korrigiert haben, aktiveren Sie die Funktion, dass der gesamte Text überprüft werden soll. Meistens finden die Rechtschreibprogramme dann noch weitere Fehler. Korrigieren Sie diese, sofern es tatsächlich Fehler sind.
  4. Lesen Sie den Text zum Schluss noch einmal aufmerksam durch. Gute Programme erkennen, dass "Schul Ausflug" eigentlich "Schulausflug" heißen soll, aber auch gute Programme erkennen nicht jedes zusammengesetzte Wort. Es können also immer noch Fehler im Text sein, die nur Sie finden können.
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