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Ratten oder Eichhörnchen? - So unterscheiden Sie Nagetiere

Im direkten Vergleich scheint die Ähnlichkeit von Ratten und Eichhörnchen sicher nicht besonders groß zu sein. Was aber, wenn die Nager Ihnen einzeln im Garten oder Wald über den Weg laufen und auch noch schnell wieder verschwinden? Erfahren Sie, auf welche besonderen Merkmale Sie zur Unterscheidung achten können.

Eichhörnchen sind fleißige Sammler.
Eichhörnchen sind fleißige Sammler.

Ratten - beobachten Sie Körpermerkmale und Verbreitung

  • Nur weil Sie ein Nagetier auf einem Baum sehen, muss es kein Eichhörnchen sein. Unter den vielen Dutzend Rattenarten gibt es einige, die auch Baumbewohner sind. Sie können aber davon ausgehen, dass die in diesen Breitengraden am häufigsten vorkommenden Rattenarten sich auf dem Boden aufhalten. Es sind Hausratten oder Wanderratten.
  • Das wichtigste Merkmal, um eine Ratte auch im Vorbeihuschen zu erkennen, ist der Schwanz. Er ist lang und nackt. Seine Farbe ist fleischfarben bis gräulich. Von der Schwanzwurzel hin verjüngt er sich deutlich zur Schwanzspitze.
  • Ratten sind Kulturfolger. Sie haben erkannt, dass es in der Nähe von Menschen für sie gute Nahrungsquellen gibt. Aus diesem Grund rechnen Sie in Kellern oder Speisekammern, Gartenhäusern und besonders in der Nähe von Abwasserrohren eher mit Ratten als mit Eichhörnchen.
  • Können Sie nur den Kopf des Nagetiers erkennen, identifizieren Sie die Ratte anhand der Ohren. Diese sind rundlich, flach und ebenfalls nackt. Sie sitzen oben auf dem spitz zulaufenden Kopf. Ratten haben ein sehr gut ausgeprägtes Gehör, das sie bereits früh vorwarnt und in den meisten Fällen eine schnelle Flucht ermöglicht.
  • Ratten in Ihrem Haus sollten Sie umgehend ausquartieren. Sie fressen alles an und hinterlassen ihren Kot. Dabei vermehren sie sich mit unglaublicher Schnelligkeit und werden so zur Plage. Nutzen Sie Rattenköder, Lebendfallen oder gleich die Dienste eines Kammerjägers.

Rote und schwarze Eichhörnchen erkennen

  • Eichhörnchen sind meist an der Farbe zu erkennen. Sie sind fast immer von einem warmen Rostrot, graues und schwarzes Fell kommt aber ebenfalls vor. Gerade im Winter intensiviert sich der Farbton mit dem dichten Winterfell noch. Die Bauchseite ist deutlich heller und damit für Sie ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu Ratten.
  • Am einfachsten ist ein Eichhörnchen an seinem buschigen Schwanz von einer Ratte zu unterscheiden. Er ist wie so plüschig wie ein Staubwedel und wird oft nach oben gestreckt. Auch der Gang ist anders als der von Ratten, denn Eichhörnchen schnellen in Sprüngen nach vorne.
  • Selbst wenn es auf Bäumen lebende Ratten gibt, so ist die schnelle Kletterei der Eichhörnchen entlang der Stämme und zwischen den Ästen doch ein fast immer eindeutiges Zeichen, es hier nicht mit einer Ratte zu tun zu haben.
  • Haben Sie die Gelegenheit, einen etwas längeren Blick auf den Kopf zu werden, fallen die beim Winterfell mit dichten Pinseln bedeckten Ohren auf. Der Kopf selbst ist rundlicher als der von Ratten und die Ohren setzen seitlich daran an.
  • Eichhörnchen verirren sich nur sehr selten in menschliche Behausungen. Im Garten sind sie zwar anzutreffen, bleiben aber dem Haus selbst fern. Wenn Sie in Ihrem Haus ein Eichhörnchen finden, versuchen Sie lieber, es vorsichtig wieder ins Freie zu manövrieren. Es will sich, anders als Ratten, gar nicht unter Ihrem Dach einnisten.

Ratten und Eichhörnchen sind zwar sehr unterschiedlich, aber in ihrer Vorsicht vor dem Menschen ähneln sie sich doch.

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