- mindestend 7 cm lange Haare
- mehrere Freunde
- 2 Läusekämme
- einige kleine Haargummis
- eine kleine Häkelnadel
- viel Geduld
Mit dieser Anleitung machen Sie Rastalocken oder Dreadlocks ähnlich denen, die Sie auf dem Bild sehen. Es wird kein Kunsthaar eingearbeitet und die Haare werden nicht geflochten oder gedreht, sondern gefilzt.
So machen Sie Rastalocken
- Laden Sie einige Freunde ein, die Ihnen die Rastalocken machen. Allein ist das sehr schwierig und wird wahrscheinlich nicht sehr gleichmäßig. Setzen Sie sich bequem hin, es wird einige Stunden dauern.
- Es arbeiten immer zwei Personen gleichzeitig an Ihren Haaren. Jeder bekommt einen Läusekamm aus der Drogerie oder Apotheke. Plastikkämme zerbrechen, Holzkämme sind nicht feinzinkig genug.
- Nun müssen Sie sich entscheiden, wie Sie die Rastalocken angelegt haben möchten. Sollen alle Haare verfilzt werden? Im Bild sehen Sie ein Beispiel dafür, dass die vorderen Haare freigelassen werden.
- Dann werden die Haare entsprechend abgeteilt und mit Gummibändern fixiert. Die Grundfläche einer jeden Strähne sollte etwa quadratisch sein und alle Strähnen sollten gleichmäßig dick werden. Achten Sie darauf, dass vorne nicht ein einzelner Dread oben auf dem Kopf gemacht wird, der wird später hochstehen wie eine Antenne. Die Zöpfe sollten in Rechts und Links aufgeteilt werden.
- Die Aufteilung ist wichtig, weil sonst Haarsträhnen übrig bleiben, in den falschen Zopf rutschen oder Riesensträhnen entstehen. Sie müssen allerdings nicht den ganzen Kopf auf einmal abteilen, dann fallen bloß die Gummis im Laufe der Stunden heraus. Bearbeiten Sie eine oder zwei Reihen zur Zeit und arbeiten Sie sich von der Stirn bis zum Nacken.
- Wenn Sie eine oder zwei Reihen in Strähnen aufgeteilt haben, filzen Sie die Rastalocken. Eine Hand hält die Strähne fest, die andere kämmt mit dem Läusekamm kräftig gegen den Strich. Beginnen Sie nah am Ansatz, bis dieser richtig verfilzt ist. Dann kommt das nächste Stück desselben Zopfes, bis Sie an der Haarspitze angelangt sind.
- Die Spitzen können Sie entweder einfach offen lassen, dann werden Ihre Rastalocken spitz auslaufen, oder Sie ziehen sie mit einer sehr feinen Häkelnadel in das Ende des Zopfes hinein. Dazu führen Sie die Häkelnadel dort, wo der Zopf fest ist, durch die Haare, greifen mit ihr die Haarspitze und ziehen sie hoch.
- Mit dieser Technik filzen Ihre Freunde nach und nach Ihre gesamten Haare. Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn Sie nach dieser Sitzung erst einmal eine äußerst wunderliche Frisur haben, die nur entfernt an Rastalocken erinnert.
Dreadlocks richtig pflegen
- Auf das Anlegen der Rastalocken folgt ein mehrwöchiger Reifeprozess. Versuchen Sie, etwa eine Woche nicht die Haare zu waschen und jeden Dread, der sich aufzulösen droht, mit dem Läusekamm nachzufilzen.
- Waschen Sie die Haare mit einer Seife ohne pflegende oder cremende Zusätze, wenn Ihre Kopfhaut das mitmacht. Alternativ funktioniert auch Duschgel. Spülungen oder Conditioner lösen den Filz auf und zerstören die Rastalocken.
- Mit Kieselerde aus der Apotheke können Sie zum Verfilzungsprozess beitragen. Machen Sie die Haare nass, kneten Sie Kieselerde hinein und decken Sie den Kopf für eine bis zwei Stunden ab. Eine Radikalkur kann man auch mal über Nacht drinlassen. Seien Sie aber vorsichtig, dass Sie Ihre Haare mit der Kieselerde nicht so sehr austrocknen, dass sie abbrechen.
- Wenn Ihre Dreads einen festen Kern ausbilden, fangen Sie an, wie richtige Rastalocken auszusehen. Bis die Frisur perfekt ist, können allerdings bis zu fünf Monate vergehen.
- Dreadlocks sind unheimlich praktisch, wenn Sie morgens nicht lange vor dem Spiegel stehen wollen. Kontinuierliche Pflege brauchen sie aber trotzdem. Lose Haare werden immer wieder eingehäkelt und offene Stellen nachgefilzt.

