- 24.10.2011 Vanessa Hensing
- Dünger
- Beregnung
Um sich im nächsten Sommer an einem prachtvollen Rasen erfreuen zu können, müssen vor der Aussaat von Grassamen einige Hinweise beachtet werden. Das bloße Säen von Rasensamen bringt zwar in gewisser Hinsicht ebenfalls einen Erfolg, doch fällt dieser wesentlich geringer aus, als nach einer guten Vorbereitung der Bodenfläche. Dünger, das Aufbereiten des Bodens und schließlich die richtige Jahreszeit sind die Voraussetzungen, damit Sie sich im Sommer auf einem grünen Rasen niederlegen können. Die Samenmischung für Ihren Rasen sollte auf die jeweiligen Bodenverhältnisse sowie die gewünschte Nutzung abgestimmt sein. Hier können Sie sich in Gartenabteilungen von Baumärkten oder bei Gärtnereien ausgiebig beraten lassen.
Die Vorbereitung zum Rasensamen säen
- Die Aussaat Ihres Rasens beginnt mit der Vorbereitung des Bodens. Graben Sie zuerst die gesamte Rasenfläche um. Eine andere Möglichkeit besteht im Fräsen des Bodens. Bei ausgiebigen Rasenflächen empfiehlt es sich, dass Sie sich einen kleinen Traktor mit Fräse leihen.
- Ist die Rasenfläche umgegraben, wird sie begradigt. Bei sehr lehmhaltigen Böden können Sie Styropor oder Sand unter die Erde mischen. So lockern Sie das Erdreich auf und helfen bei der Verwurzlung der Grassamen.
Bei sandigen Böden haben Sie die Möglichkeit, die Erde mit Humus, Torf oder Kompost zu verbessern. - Vor der Aussaat ist es ratsam, dass Sie den Boden mit einem Starterdünger pflegen. Der Dünger sorgt nicht nur für eine gute Bodenqualität, sondern hilft Ihnen beim Erhalt einer dichten und gesunden Rasenfläche.
- Vermischen Sie den Dünger mithilfe einer Harke mit der Erde. Die Vorbereitung des Bodens ist abgeschlossen, wenn Sie beim Betreten nicht in die Erde einsinken.
Das Säen von Rasensamen
- Für die Aussaat des Grassamens gilt die Merkregel, dass pro Quadratmeter etwa 20 bis 30 Gramm Rasensamen benötigt werden. Für das Aussäen selbst können Sie aus zwei Möglichkeiten wählen, die jedoch eng mit der zu bearbeitenden Fläche zusammenhängen.
- Bei kleineren Rasenflächen ist es Ihnen möglich, die Samen mit der Hand breitflächig zu verstreuen. Bei größeren Flächen ist es ratsam, dass Sie einen Streuwagen für die Aussaat nutzen. Die meisten Streuwagen verfügen über die Funktion, dass die Menge der auszubringenden Samen pro Quadratmeter eingestellt werden kann.
- Grassamen sind Lichtkeimer. Das bedeutet, dass die Samen Tageslicht zum Keimen benötigen. Aus diesem Grund werden die Samen nicht großzügig mit der Erde vermischt, sondern nur leicht eingeharkt. Das Einharken verhindert, dass die Samen dem Wind schutzlos ausgeliefert sind.
- Sobald Sie die Samen leicht in die Erde geharkt haben, muss die Erde erneut befestigt werden. Hierzu empfehlen sich Trittbretter oder Walzen.
- Wählen Sie eine Befestigung mit Trittbrettern, legen Sie einfach ein Brett auf den Boden und laufen kurz darüber. Mit einer Walze gehen Sie die Rasenfläche Stück für Stück ab und drücken den Rasensamen in die Erde.
- Für ein gutes Wachstum benötigen die Rasensamen Feuchtigkeit. Achten Sie gerade in den ersten drei bis vier Wochen, nachdem Sie die Rasensamen ausgetragen haben, auf eine gute Bewässerung der Fläche und helfen Sie notfalls mit einer Sprinkleranlage nach.
Die Pflege nach dem Rasen säen
- Grassamen sind relativ kälteempfindlich. Daher ist eine Aussaat im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr nur bedingt zu empfehlen. Als äußerst geeignete Monate haben sich April, Mai und Juni bewährt. Das Nachbessern von lichteren Stellen kann dagegen auch im frühen Herbst erfolgen. Bodenfrost schädigt in der Keimphase die Samen jedoch nachhaltig.
- Sobald die Rasensamen aus der Keimphase heraus ist und sich erste zarte Triebe bilden, werden Sie sich sicherlich die Frage stellen, wann der Rasen zum ersten Mal gemäht werden kann. Die gute Nachricht ist, dass Sie noch Zeit haben. Der erste Schnitt sollte erfolgen, wenn die einzelnen Halme eine Länge von ungefähr zehn Zentimetern erreicht haben.
- Lichtere Stellen in der Rasenfläche können problemlos nachgesät werden. Belüften Sie zuvor den Boden und säen Sie die Rasensamen auf die gewünschte Fläche.
- Je nach Nährstoffgehalt Ihres Bodens ist das Düngen in gewissen Abständen notwendig. Um den Nährstoffgehalt zu erfahren, können Sie diesen anhand einer Bodenprobe bestimmen lassen.