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Rasen hat gelbe Stellen - was tun?

Gelbe Stellen im Rasen haben einen Grund. Wer diesen erkennt, kann die Schäden leicht verhindern beziehungsweise entstanden Schaden beheben.

Rasen braucht sehr viel Wasser um zu gedeihen.
Rasen braucht sehr viel Wasser um zu gedeihen.

Gelbe Stellen durch falschen Schnitt

Eine häufige Ursache für gelbe Stellen im Rasen ist ein zu frühes oder zu kurzes Mähen des Grases. Greifen Sie erst zum Rasenmäher, wenn das Gras eine Höhe von acht bis höchstens zehn Zentimeter erreicht hat. 

Dieses Maß ist für frisch angelegten Rollrasen, nach der Aussaat und für das erste Mähen nach dem Winter richtig. Im Sommer mähen Sie am Besten, sobald das Gras sieben bis acht Zentimeter erreicht hat.

Stellen Sie den Mäher auf eine Schnitthöhe von vier Zentimetern ein. Eine niedrigere Schnitthöhe schadet den Wurzeln, das Gras verbrennt. 

Wenn der Rasen nach diesem Schema gemäht wird, darf das Schnittgut darauf verbleiben. Es ist der optimale Dünger.

Dünger kann Rasen schaden

Rasen braucht viele Nährstoffe, aber übertreiben Sie nicht. Fachleute empfehlen, das Schnittgut auf der Rasenfläche zu belassen. Dieses führt dem Gras genau die Stoffe zu, die fehlen.

Viele Grasflächen sind überdüngt. Nehmen Sie eine Bodenprobe und lassen Sie den Nährstoffgehalt bestimmen. Sie bekommen von den Laboren eine Empfehlung, welcher Dünger dem Gras fehlt.

Als erste Maßnahme bei gelben Stellen im Rasen ist ein gründliches Wässern sinnvoll, statt zum Dünger zu greifen. Wenn Sie meinen, Ihr Rasen braucht Düngung, streuen Sie Kompost oder andere Naturprodukte auf.

Gras braucht viel Wasser

Damit Rasen optimal wächst, baucht er Wasser bis zu einer Tiefe von 15 bis 25 Zentimetern. Stechen Sie, an einer gelben Stelle ein Stück Erdreich aus. Ist der Boden nicht gut durchfeuchtet, müssen Sie gießen.

Wasser auf dem Gras oder eine feuchte Schicht von zwei bis drei Zentimeter Dicke nützen dem Rasen nichts. Wässern Sie langsam am Abend oder am Morgen für drei bis vier Stunden mit einem Rasensprenger.

Ausgetrocknetes Gras braucht 15 bis 20 Liter pro Quadratmeter. Messen Sie mit einem Regenmesser, wie lange Sie brauchen, um diese Menge zu erreichen. Kontrollieren Sie mit einem Spaten, ob das Erdreich ausreichend tief durchfeuchtet ist.

Tipp: Gießen Sie zuvor mit einer Gießkanne die gelben Stellen. Schütten Sie mindestens zehn Liter Wasser pro Quadratmeter darauf.

Die Bodenqualität verbessern

Sofern Sie richtig mähen, wässern und düngen, kann es ganz allgemein an einer schlechten Bodenqualität liegen. Achten Sie auf Unkraut im Rasen. Es zeigt Ihnen, was mit dem Gartenboden nicht stimmt. Moose wachsen beispielsweise auf zu sauren Böden, Löwenzahn ist ein Zeichen von Überdüngung.

Häufig ist ein verdichteter Boden der Grund für gelbe Stellen im Rasen. Stechen Sie ein kleines Stück vom Rasen aus, um sich den Boden anzusehen. In der Regel hilft es, wenn Sie Sand auf den Rasen streuen und anschließend vertikutieren.

Chemische Schäden und Rasenkrankheiten

Haben Sie klar umgrenzte gelbe Rasenflecken im ansonsten saftig grünen Gras, liegt vermutlich kein typischer Pflegefehler vor. Größere kreisrunde Stellen stammen häufig von Hundeurin. Verwehren Sie den Tieren den Zugang und wässern Sie den betroffenen Bereich gründlich, um den Urin zu verdünnen.

Zeigt sich an einer bestimmten Stelle ein Schaden im Gras, kann es an Chemikalien liegen, die Sie versehentlich verschüttet haben. Überlegen Sie, ob Sie an der Stelle den Rasenmäher befüllt haben oder Ähnliches. Meist müssen Sie die Stelle ausgraben, mit frischer Erde auffüllen und das Gras neu aussäen.

Achten Sie auf weitere Hinweise, was dem Rasen fehlen könnte. Falls Sie eine dicke Schicht Laub auf dem Rasen liegen hatten oder langen Rasenschnitt, kann beispielsweise Schneeschimmel die Ursache sein.

Checkliste, um Schäden am Gras zu vermeiden

  • Nach der Aussaat oder nach dem Winter mähen, wenn das Gras länger als acht Zentimeter, aber kürzer als zehn Zentimeter ist.
  • Gras nicht kürzer als auf vier Zentimeter schneiden.
  • Schnitt liegen lassen.
  • Den Rasen von Frühjahr bis Herbst in einer Länge von vier bis acht Zentimetern halten.
  • Düngen nicht ohne Bodenanalyse.
  • Gras bei Temperaturen von 20 bis 25 Grad zweimal in der Woche am Abend oder am Morgen wässern.
  • Pro Quadratmeter mindestens fünf bis zehn Liter Wasser auf den Rasen geben.
  • Zeigt das Gras durch eine grau bis bläuliche Farbe Trockenschäden, braucht er 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter.

Ein schöner saftig grüner Rasen erfordert regelmäßige Pflege ist aber kein Hexenwerk. Das Wichtigste ist, ihn tief und gründlich zu wässern sowie ihn nicht zu kurz  zu schneiden.

 

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