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Ramadan - Essenszeiten richtig einhalten

Der neunte Monat des islamischen Mondkalenders ist der Ramadan. Dieser ist der islamische Fastenmonat. Nach dem Ende des Ramadan wird das Fest des Fastenbrechens gefeiert, was den höchsten Feiertag nach dem Opferfest darstellt. Beim Fasten ist es wichtig, bestimmte Essenszeiten einzuhalten.

So fasten Sie richtig im Ramadan.
So fasten Sie richtig im Ramadan.

Allgemeine Informationen zum Ramadan

  • Das Fasten im Monat Ramadan ist eine im Koran verankerte religiöse Pflicht von Muslimen. Der Fastenmonat dauert 29 Tage und beginnt mit der Sichtung der Mondsichel durch einen oder mehrere Zeugen. Er endet mit dem Beginn des neuen Monats Schawwal, der ebenfalls mit der Sichtung der neuen Mondsichel beginnt. In der Praxis werden Beginn und Ende jedoch durch religiöse Gelehrte festgelegt, da das Erscheinen der Mondsichel von Region zu Region variiert.
  • In Deutschland gibt der Koordinierungsrat der Muslime Beginn und Ende des Fastenmonats den Gläubigen aufgrund bestimmter Berechnungen bekannt.
  • Sinn des Ramadans ist es, den Glauben und die Selbstdisziplin der Gläubigen zu stärken.
  • Am Fasten teilnehmen sollte jeder, der im vollen Besitz seiner Geisteskräfte ist und körperlich dazu fähig ist. Somit kann auch ein Minderjähriger, der diese Kriterien erfüllt, am Fasten teilnehmen.
  • Schwangere Frauen, Kranke, Reisende und Kinder, die die Pubertät noch nicht erreicht haben, sind von der Pflicht des Fastens im Ramadan ausgenommen. Schwangere Frauen und Kranke müssen die versäumten Fastentage jedoch nachholen, sobald die entsprechenden Gründe wegfallen. Wer aus anderen Gründen nicht am Fasten teilnehmen kann, sollte einem Bedürftigen Essen spenden.
  • In Deutschland wird erwartet, dass am Fasten teilnehmende Arbeitnehmer genauso arbeiten, wie andere Menschen auch. Einige Arbeitnehmer nehmen jedoch auf die Gläubigen Rücksicht. Dies ist jedoch eine Sache der Absprache.
  • Innerhalb der Muslime gibt es verschiedene Glaubensgruppen, von denen nicht alle am Ramadan teilnehmen. Der größte Teil der Muslime gehört zu den Sunniten. Diese nehmen am Ramadan teil. Ebenso die Schiiten. Diese haben jedoch leicht abweichende Zeiten für den Beginn und das Ende des Fastenmonats. Die sogenannten Aleviten legen den Koran nicht wörtlich aus und fasten nicht im Ramadan, sondern in einer 12-tägigen Fastenzeit zum Gedenken der Ermordeten Hüseyin-Anhänger in einer bedeutenden Schlacht.

Essenszeiten richtig einhalten

  • Es ist wichtig, im Ramadan die Essenszeiten richtig einzuhalten. Nur so machen Sie das Fasten richtig. Dabei wird das Fasten mit dem Tag und das Fastenbrechen mit der Nacht verbunden.
  • So sind nach Anbruch der Morgendämmerung im Ramadan einige Dinge zu beachten. Der Verzehr von Speisen und Getränken, jedoch auch Rauchen, Berührungen oder Geschlechtsverkehr sind untersagt. Auch Dinge wie üble Nachrede, Verleumdung, Lüge oder Beleidigung sollten Sie während des Tages dringend unterlassen.
  • Nach Sonnenuntergang beginnt dann die Essenszeit und Sie können wieder essen und trinken, so viel Sie wollen. Bei diesem täglichen Fastenbrechen wird oft mit dem Verzehr einer Dattel begonnen, um den Magen wieder an Nahrung zu gewöhnen. Zu beachten ist jedoch, dass im letzten Drittel der Nacht die sogenannte "sahur", die letzte Mahlzeit vor dem täglichen Fastenbeginn, nahezu schon zur Pflicht geworden ist. Diese gilt zum einen als gute Überbrückung der anschließenden Fastenperiode, zum anderen auch als Segenskraft.
  • In muslimischen Ländern erfahren die Fastenden durch den sogenannte Muezzin (Gebetsrufer) und dessen Rufe zum Gebet, wann das Fasten morgens begonnen und abends gebrochen wird. In Deutschland ist dies in einigen großen Städten mit Moscheen ebenso der Fall. Größtenteils ist es jedoch so, dass sich Gläubige anderer Hilfsmittel bedienen müssen. 
  • Als Hilfsmittel kann eine sogenannte Gebetsuhr dienen, die speziell nach den für den Ramadan wichtigen Zeiten ausgerichtet ist. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich über das Internet auf speziellen Seiten täglich über die Essenszeiten seiner Region zu informieren. Alternativ gibt es auch Ramadankalender mit den entsprechenden Zeiten.
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