Radreise - so planen Sie eine Wochenendtour

Zu Radreisen gehört eine gute Landkarte. Zu Radreisen gehört eine gute Landkarte.
Radfahren ist eine Fortbewegungsart, die immer mehr begeisterte Anhänger findet. Es ist umweltfreundlich, gesund, man kann es in jedem Alter - sofern keine körperlichen Einschränkungen bestehen - ausüben und es macht zudem noch Spaß. Sie bewegen sich in der Natur, sehen sie aus nächster Nähe, spüren den Fahrtwind und riechen den Duft der Gräser am Wegrand - Gründe genug, um dem Auto für ein Wochenende Ruhe zu gönnen und zusammen mit Familie oder Freunden eine Radreise zu planen. Hierzu ist allerdings etwas mehr nötig als der gute Wille und schönes Wetter - die Tour sollte detailliert geplant werden, um erfolgreich zu verlaufen.
Gudrun Hutzler
06.10.2011 Gudrun Hutzler

Egal, ob Sie die Radtour mit Familie oder Freunden planen, die Gruppe sollte überschaubar (ca. 8 Teilnehmer), die körperliche Fitness etwa auf gleichem Level und die Atmosphäre untereinander entspannt und locker sein - nur so ist ein reibungsloser Verlauf der Radreise überhaupt möglich.

Die Vorbereitung einer Radreise

  • Je nach Ihrer persönlichen Lebenssituation werden Sie entweder mit Ihrer Familie oder mit guten Freunden Ihren Wochenendausflug per Rad antreten. Wichtig ist, dass niemand aus der Gruppe in seiner körperlichen Leistung überfordert wird (etwa Kinder). Die Wegstrecke bzw. die Tagesetappen sollten immer am Schwächsten der Gruppe gemessen werden. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) empfiehlt für Familien 20 bis 30 km Fahrtstrecke pro Tag, für geübte, konditionierte Radfahrer 60 bis 80 km täglich.
  • Der Zeitpunkt Ihrer Radreise sollte nicht gerade in die heißesten Tage des Sommers fallen, gerade Frühling und Herbst bieten - sowohl von den Temperaturen als auch vom Wetter her - ideale Voraussetzungen. Und die Natur hat zu diesen Jahreszeiten einiges zu bieten!
  • Die Frage nach dem “Wohin” dürfte angesichts der zahlreichen, gut ausgebauten Radwege in Deutschland kein Problem sein. Sie sollten sich lediglich darüber einig sein, ob Sie lieber in flacheren Gegenden radeln oder etwas bergige Landschaften bevorzugen. Viele Radwanderwege führen entlang der Flüsse wie Rhein, Donau, Main, Necker oder Altmühl und auch um Seen wie Bodensee, Chiemsee oder Steinhuder Meer gibt es Routen für Radfahrer. Viele Anregungen und Informationen bieten Internetseiten wie Fahrradreisen.de oder Radtouren.net.
  • Nach dem Festlegen Ihrer Route, die Sie auf einer Radwanderkarte eingezeichnet oder im Fahrradnavigationsgerät gespeichert haben, planen Sie die Tagesetappen und damit auch die Übernachtungsmöglichkeiten. Für eine Wochenendtour ist die Mitnahme von Zelten wegen des mitzuführenden Gepäcks weniger ratsam. Planen und reservieren Sie rechtzeitig Übernachtungen (Adressen finden Sie im Internet auf Seiten für Radwanderer) in Pensionen, kleinen Gasthöfen auf dem Land oder auf Bauernhöfen, die auf Ihrer Strecke liegen - Radwanderer sind überall willkommene Gäste - auch in Luxushotels!

Der Drahtesel muss für die Tour fit sein

  • Vor Antritt Ihrer Radreise unterziehen Sie Ihr Fahrrad einer strengen Überprüfung und Wartung, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die Inspektion der Beleuchtung, der Bremsen sowie des Mantels der Reifen auf mögliche Schadstellen ist besonders wichtig - sie sollte übrigens regelmäßig durchgeführt werden! In der Satteltasche müssen sich Werkzeug, neues Flickzeug und ein Ersatzschlauch befinden. Letzterer sollte nicht zu alt sein, da er durch Temperaturschwankungen porös wird. Selbstverständlich gehört auch eine funktionierende Luftpumpe zur Ausstattung Ihres Rades.
  • Ihr Gepäckträger sollte stabil genug sein, um  25 kg Gepäck darauf transportieren zu können. Wichtig ist, dass Sie den Gepäckträger und die Seitentaschen, die Sie beidseitig unterhalb des Gepäckträgers befestigen, gleichmäßig beladen, um Unsicherheiten im Lenkverhalten zu vermeiden. Gepäck auf dem Gepäckträger sollte zusätzlich mit Gurten gesichert sein. Wichtiges Gepäck, wie Ausweise, Geld, Kamera und Handy, verstauen Sie in der Lenkertasche. Griffbereit am Rahmen angebracht sollte sich ein Getränkehalter befinden - das Radfahren macht durstig. Sie sollten darauf achten, mindestens 2 bis 3 Liter Flüssigkeit (Mineralwasser, isotonische Getränke - zur Regeneration des Mineralhaushalts) zu sich zu nehmen.

Wichtiges für Ihre Wochenend-Radreise

  • Vergessen Sie auf keinen Fall Ihren Fahrradhelm, er dient zu Ihrem eigenen Schutz bei Unfällen und sollte deshalb für jeden Radfahrer selbstverständlich sein!
  • Für den Notfall sollten Sie ein Verbandtäschchen mitnehmen. Es sollte Pflaster, Leukoplast, Schere, Desinfektionsspray, verschiedene Binden (Mull und Elastik), eine Sportsalbe und eine Salbe gegen Insektenstiche, Magnesium (gegen Krämpfe) sowie alle für Sie wichtigen Medikamente beinhalten.
  • Haben Sie an reichlich Kleidung - vor allem T-Shirts - zum Wechseln gedacht? Sie schwitzen während der Fahrt und auch vor Regen sind Sie nicht gefeit, also auch an Regenkleidung denken!
  • Packen Sie sich Proviant ein - das Radeln mach Appetit. Sinnvoll sind Vollkornbrot und Obst, besonders Bananen, sie haben einen hohen Nährwert und überdurchschnittlich viel Kalzium, welches wiederum vorbeugend gegen Krämpfe ist.
  • Denken Sie auch an Sonnenschutzmittel und Sonnenbrille zum Schutz Ihrer Augen.
  • Handy, Ausweise, Geld, Kredit- oder EC-Karte sowie Landkarten oder Navigationsgerät sollten Sie immer griffbereit und im Blickfeld haben.

Noch ein Tipp: Bei der Planung Ihrer Radreise übers Wochenende sollten Sie bzw. die Gruppe flexibel sein. Verfolgen Sie die Wettervorhersage, um im Falle eines angesagten Tiefdruckgebiets den Termin auf ein anderes Wochenende zu verschieben. Eine Radtour im Regen oder bei Kälte macht weder Spaß noch ist Sie Ihrer Gesundheit förderlich und die sonst so schönen Dinge am Wegrand bleiben Ihnen auch verborgen.

Diese Anleitung
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  • Gregory | 11.10.2011, 21:45

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