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Quicktest zur Blutgerinnung - eine Erklärung, was da gemacht wird

Viele Patienten müssen regelmäßig zum Quicktest. Was ist das und wieso ist er wichtig für die Blutgerinnung? Dieser Test ist auf jeden Fall wichtig für Menschen, die Marcumar nehmen. Dieses Medikament wird zum Beispiel Patienten mit einer Herzerkrankung gegeben.

Für den Quicktest ist eine Blutanalyse notwendig.
Für den Quicktest ist eine Blutanalyse notwendig. © zwergdesign / Pixelio

Der Quicktest und die Blutgerinnung

Der Quickwert wird auch Thromboplastinzeit (TPZ) genannt. Mit einem Quicktest können bestimmte Gerinnungsfaktoren bestimmt werden. Die Gerinnung kann beispielsweise durch Medikamenteneinnahme, zu wenig Flüssigkeitszufuhr, nach Operationen, durch Krankheiten oder auch durch eine genetische Veranlagung gestört sein. Wenn eine Blutgerinnung vorliegt, können Thrombosen auftreten.

  • Die Gerinnungszeit wird festgestellt, damit Hinweise auf die Funktion der Blutgerinnung und der Blutplättchen gegeben werden können.
  • Die Labore haben in einigen Bereichen verschiedene Untersuchungsmethoden. Aus diesem Grund wurde eine internationale Größe eingeführt. So kann mit einer Umrechnungsformel der tatsächliche Quickwert ermittelt werden. Diese Standardgröße nennt sich INR (Inernational Normalized Ratio).
  • Ist der INR-Wert zu hoch, bedeutet das, dass die Blutgerinnung langsam verläuft. Die Gefahr ist, dass bei einem zu hohen Wert Blutungen entstehen können. Es kann ein Vitamin-K-Mangel vorliegen durch zu einseitige Ernährung, aber auch Lebererkrankungen können die Ursache sein.
  • Es kann aber auch ein Hinweis darauf sein, dass es zu einer gestörten Aufnahme von Vitaminen aus dem Darm gekommen ist. Das Vitamin K ist besonders wichtig für die Blutgerinnung und die Knochenbildung. Reichhaltig finden Sie dieses Vitamin zum Beispiel in Blattgemüse und Hähnchenfleisch.
  • Wenn der INR-Wert zu niedrig ist, kann das Risiko für eine Gerinnselbildung steigen.

Fazit: Niedrige INR-Werte bedeuten schnelle Gerinnung, hohe INR-Werte bedeuten langsame Gerinnung.

So wird der Test gemacht

Damit der Arzt eine Störung der Blutgerinnung feststellen kann, werden sogenannte Gerinnungsparameter bestimmt - mit einem Quicktest.

  • Dafür benötigt der Arzt Ihr Blut. Damit das Blut nicht sofort gerinnt, muss es mit Citrat (Salz der Zitronensäure) versetzt werden. So wird das benötigte Calcium gebunden. Danach wird das Blut zentrifugiert (geschleudert und filtriert). Das Blutplasma trennt sich - das ist wichtig für die Untersuchung.
  • Die Untersuchung wird dann an dem gewonnenen Blutplasma durchgeführt. Nun wird Calcium zum Blutplasma hinzugefügt und mit einem bestimmten Verfahren wird die Blutgerinnung gemessen. Die Gerinnungszeit sollte normalerweise 11 bis 16 Sekunden betragen.
  • Der Quicktest zur Blutgerinnung kann aber auch in der Hausarztpraxis durchgeführt werden. Es reicht ein kleiner Einstich in das Ohrläppchen oder in den Finger. Der Arzt kann dann die Zeit messen, bis die Wunde aufhört zu bluten.
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