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Quereinstieg Tourismus - so überzeugen Sie

Wer ohne Vorkenntnisse den Quereinstieg in die Tourismus-Branche schaffen möchte, sollte zu überzeugen wissen. Nicht nur bei jüngeren Leuten sind die Berufsbilder Fremdenführer, Reiseleiter oder Animateur sehr beliebt und werden gern angestrebt, um in der neuen Branche tätig zu werden. Wie Sie überzeugen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Quereinstieg in die Tourismus-Branche ist möglich.
Quereinstieg in die Tourismus-Branche ist möglich.

Was Sie benötigen:

  • Selbstbewusstsein
  • rhetorisches Talent

Den Quereinstieg in die Tourismus-Branche meistern

Ihren zukünftigen Arbeitgeber müssen Sie davon überzeugen, dass Sie das Zeug für die Aufgaben haben, die Sie erwarten. Wenn Sie wissen, was von Ihnen erwartet wird, ist das aber halb so schwer.

  • Die meisten Positionen, die für den Quereinstieg in die Tourismus-Branche infrage kommen, bringen engsten Kontakt mit Urlaubern mit sich. Stellen Sie sich darauf ein, auch eine ganze Menge Organisationstalent und Einfühlungsvermögen an den Tag legen zu müssen, um sich mit einer Gruppe von Touristen, für die Sie zum Beispiel als Reiseleiter verantwortlich sind, in einem fremden Land zu bewegen. Immer für die Kunden da zu sein – für die gesamte Reisedauer – und auf eventuelle Beschwerden und Extrawünsche reagieren zu müssen, kann auch einiges an Nerven kosten. Dabei müssen Sie noch lächeln, stets freundlich bleiben und trotz gegebenenfalls entstehendem Zeitdruck immer die Ruhe und den Überblick behalten.
  • Sind Sie eher an einer Tätigkeit als Animateur in einer Ferienanlage interessiert, die unter anderem auch eine der Aufgaben eines Reiseleiters sein kann, sind Fähigkeiten als Club-DJ, Fitnesstrainer, Alleinunterhalter, Clown und Moderator gefragt. Aber Sie brauchen keinen Panik zu haben, oft reicht es, nur Teilbereiche davon zu beherrschen und das Programm entsprechend auszurichten, bzw. sich mit Kollegen abzusprechen. Sie sollten also mit anderen Worten Menschen motivieren und unterhalten können.
  • Um einen möglichen Arbeitgeber zu überzeugen, sollten Sie im Vorfeld zusätzlich weitere Informationen einholen, wie die Tätigkeitsbereiche, die Sie anstreben bei diesem definiert werden, bzw. wie das Anforderungsprofil ausfällt. Das können Sie mithilfe von dessen Stellenbeschreibungen, die Sie gegebenenfalls auf der Internetsite des Tourismusunternehmens finden. Dann sind Sie gut vorbereitet und können auf bereits erworbene Kenntnisse hinweisen, die Sie in Ihrem bisherigen Berufs- und Privatleben erwerben konnten, die sich damit decken. Wenn Sie bisher beruflich noch keine Reiseleitung übernommen haben, kann es dennoch sein, dass Sie für beispielsweise für eine Gruppe von Freunden, zu der Sie gehören oder vielleicht für Ihre und eine weitere Familie eine Reise organisiert haben. Je mehr Personen, desto besser. Dies ist zwar nicht unbedingt vergleichbar, zeigt aber, dass eine gesamte Gruppe von Personen Ihnen die Organisation anvertraut hat.
  • Versuchen Sie bei einem Vorstellungsgespräch auch, dem Bild der entsprechenden Tätigkeit zu entsprechen. Ein Animateur muss begeistern und gute Laune verbreiten können, ebenso wie ein Reiseleiter. Das ist nichts für introvertierte Menschen. Sie müssen auf andere zugehen können und Einfühlungsvermögen zeigen. Der Zuständige muss Ihnen zutrauen, auch diese Aufgaben erfüllen zu können.
  • Weisen Sie auf Ihre Reisebereitschaft und Vertrautheit mit fremden Ländern hin. Sind Sie gebunden oder haben Sie Familie, müssen Sie in der Lage sein, glaubhaft zu versichern, dass auch längere Auslandsaufenthalte für Sie kein Problem darstellen.

Auf Einwandbehandlung vorbereiten

  • Ein Quereinstieg in die Tourismus-Branche ist zwar nicht einfach, durch gute Überzeugungsarbeit und ein wenig Glück wird dieser aber möglich. Bereiten Sie sich daher auf Einwände vor, die gegen Sie sprechen und wie Sie diese entkräften könnten, besser ohne eingebildet oder arrogant zu wirken (zwei Eigenschaften, die in keiner Weise durchscheinen sollten). Im Verkäuferjargon wird dies „Einwandbehandlung“ genannt. Da Sie vielleicht auch schon einmal etwas gekauft haben, dass Sie anfänglich nicht wollten, haben Sie gegebenenfalls schon eine Vorstellung davon. Sagt Ihr Gegenüber beispielsweise „Wir stellen keine Leute ein, die keine einschlägigen Erfahrungen in der Branche haben.“, könnte Ihre Antwort so ausfallen: „Ihre Einstellung kann ich nachvollziehen. Doch können Sie es sich leisten, jemanden, der so hochmotiviert ist, wie ich, nicht einzustellen? Ich könnte für einen Anfangszeitraum leichtere Tätigkeiten im Hintergrund verrichten, bis Sie und erfahrenen Kollegen der Meinung sind, mir größere Aufgaben zu geben.“ Sie müssen es Ihrem Gesprächspartner schwermachen, Ihr Angebot abzulehnen, dann haben Sie gute Chancen.
  • Seien Sie auch darauf vorbereitet, abgelehnt zu werden. Überlegen Sie sich daher, wie weit Sie gehen wollen, wenn sich das abzeichnet, um doch noch Ihre Chance zu erhalten. Eine etwas radikalere Vorgehensweise ist, dem möglichen Arbeitgeber entgegenzukommen und dessen „Risiko“ zu minimieren. So können Sie anbieten, im ersten Monat auf beispielsweise 20 Prozent Ihres Gehalts zu verzichten, bis das Unternehmen von Ihren Qualitäten überzeugt ist. Haben Sie erst einmal einen "Fuß in der Tür", können Sie sich beweisen.
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