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Qualitativ hochwertige Weine erkennen - so geht's

Einen guten Wein erkennt man nicht auf den ersten Blick. Man muss genauer hinschauen, um zu sehen, ob er qualitativ hochwertig ist oder ob er zum jeweiligen Anlass passt.

Qualitativ hochwertigen Wein zu erkennen ist schwierig.
Qualitativ hochwertigen Wein zu erkennen ist schwierig.

Qualitativ hochwertig? Der Blick auf das Etikett verrät's

  • Achten Sie beim Weinkauf zuerst auf das Etikett. Die wichtigsten Informationen auf dem Etikett sind:
  • Das Anbaugebiet, das die grobe Richtlinie über die Herkunft gibt, ist der erste Hinweis (mehr aber auch nicht!) auf die Qualität des Weines. Erst die Kombinaton von Herkunft, Rebsorte und Alter verrät mehr.
  • Die Rebsorte verrät schon mehr über die Art und qualitativen Wert des Weines. Dazu muss man wissen, welche Jahrgänge gut waren.
  • Das Alter des Weines. Vorsicht vor Supermarkt-Weinen: Nur bei richtiger Lagerung wird Wein mit dem Alter edler! Das Alter ist daher nicht immer entscheidend. Wein benötigt vor allem Dunkelheit und entsprechende Luft. Ist keine Altersangabe auf der Flasche (z.B. bei einigen Tafelweinen), handelt es sich meist um Mischungen unterschiedlicher Jahrgänge oder um spezielle Hausweine. Mischungen heißt im Übrigen nicht unbedingt, dass es schlechter Wein ist. Winzer mischen mehrere gute Rebsorten zu sehr guten Weinen.
  • Ob der Wein süß oder trocken ist, erfährt man auch auf dem Etikett. Je nach Anlaß des Kaufs ist dies bereits ein sehr wichtiges Kriterium, welches allerdings nichts über die Qualität aussagt.
  • Jedes Land hat andere Inhalte auf dem Etikett. Ein direkter qualitativer Vergleich ist daher kaum möglich!

So erkennen Sie qualitativ hochwertige Weine

  • Informieren Sie sich über einen Jahrgang "guter Weine". Das heisst, dass das Jahr vorher (!) eine gute Qualität an Trauben hervorgebracht hat, die sodann zu Wein verarbeitet wurden. Dazu finden Sie viele Informationen in einem Weinführer.
  • Waren die Sommer heiß, ist der Alkoholgehalt höher. War der Herbst regnerisch, sind die Weine meist dünn. So können Sie schon am Anbaugebiet ungefähr erkennen, welche Qualität der Wein hat.
  • Sie sollten voher wissen, welche Rebsorten qualitativ die besten sind (was stets sehr verallgemeinert ist). In Deutschland sind dies meist Spätburgunder und Riesling.
  • Kennen Sie das Herkunftsland und seine Bedeutungen in Bezug auf den Weinanbau. Jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften, was die Beschriftungen der Etiketten angeht. Steht bei deutschen Weinen "Qualitätswein" auf dem Etikett, muss dieses entsprechenden Ansprüchen genügen (z.B. Spätauslese). Beim Chianti (Italien) ist das Weingut oben links aufgedruckt, darunter das Herkunftsgebiet. Qualitativ hochwertige Weine bezeichnen die Italiener mit der Abkürzung "DOCG", Denominazione di origine controllata e garantita. Die Angabe der Reifung (Riserva) deutet auf lange Reifung hin (was meist gut ist). Sie finden dazu viele Informationen im Internet.
  • Neben sehr guten Weinen aus Deutschland gelten Frankreich, Italien und Spanien als Länder für sehr guten Wein.
  • Gute Weine haben um die 13% Alkohol.
  • Wein braucht nicht alt zu sein, um gut zu sein. Je nach Sorte reifen Weine zwischen zwei und drei Jahre, Spätauslesen brauchen fünf bis zehn Jahre.
  • Qualitativ hochwertige Weine haben einen Korken und keinen Plastikersatz dafür auf der Flasche. 
  • Beim Kosten sollten Sie darauf achten, dass Sie die unterschiedlichen Geschmacksbestandteile nach dem Kandieren und bei richtiger Temperatur des Weines gut erkennen können. Einzelne Aromen lassen sich mit etwas Übung gut erschmecken bzw. erriechen.
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