Putzplan erstellen - so wird die WG sauber
- 03.09.2010 Christian Kühn
Gerade in WGs mit mehr als zwei Mitbewohnern lohnt es sich einen Putzplan für die Gemeinschaftsräume zu erstellen. Für die Sauberkeit im eigenen WG-Zimmer sollte der Bewohner natürlich selbst zuständig sein.
- Der ideale Zeitpunkt um einen Reinigungsplan für die WG zu erstellen, ist noch vor dem Einzug. Gerade dann ist noch jeder daran interessiert und motiviert, dass die Gemeinschaftsräume sauber gehalten werden. Hat man sich als Mitbewohner erst einmal eingelebt und seinen Platz innerhalb der Wohngemeinschaft gefunden, so kann eine Diskussion über die Aufgabenverteilung schnell zu Problemen führen.
Den Putzplan für die WG erstellen
Ein Putzplan sollte immer all die Aufgaben enthalten, die im alltäglichen Haushalt so anfallen. Neben Saugen, Wischen, Abwasch und Fensterputzen fällt darunter auch die WC-Reinigung. Diese Tätigkeiten müssen natürlich immer in unterschiedlichen Abständen durchgeführt werden und benötigen auch unterschiedlich viel Zeit. Haben Sie alle anfallenden Tätigkeiten erfasst, müssen Sie sich innerhalb der WG einig werden, wer welche Aufgaben übernimmt. Da es hier die meisten Probleme gibt, könnten die folgenden Hinweise hilfreich sein.
- Teilen Sie die Tätigkeiten in Zeitintervalle ein. Beispielsweise müssen sie öfter Abwaschen als den Boden zu saugen. Somit wird es Aufgaben geben, die täglich, wöchentlich oder monatlich zu erledigen sind.
- Gerade bei täglichen Haushaltsarbeiten wie Abwasch bietet es sich an, dass die Personen, die den Abwasch „verursacht“ haben, ihn selbst im Anschluss tätigen.
- Bei wöchentlichen Aufgaben wie Staub saugen, empfiehlt es sich, dass sich die Mitbewohner immer abwechseln. Halten Sie die Reihenfolge aber immer schriftlich fest, um Diskussionen zu vermeiden.
- Gerade bei unbeliebten Aufgaben wie Fensterputzen oder WC-Reinigen scheut sich jeder, diese zu übernehmen. Lösen Sie dieses Problem doch, indem Sie diese Arbeiten alle gemeinsam absolvieren. So hat man immer Unterstützung und das fördert das WG-Klima.
- Generell gilt: Der Putzplan ist verhandelbar. Sollte sich beispielsweise ein Mitbewohner dazu bereit erklären immer das Bad zu putzen, so sollten Sie ihn an einer anderen Stelle entlasten. Sollte ein Mitbewohner gerade im Prüfungsstress sein und fürs Putzen keine Zeit haben, so können Sie die Aufgaben auch flexibel tauschen.
- Legen Sie doch ein Mal im Monat einen WG-Putztag fest. Dieser dient dazu, dass alle Mitbewohner die Wohngemeinschaft sauber halten und durch die gemeinsame Arbeit der Zusammenhalt in der WG gestärkt wird.
- Halten Sie alle Absprachen schriftlich fest und lassen Sie den Putzplan von allen Mitbewohnern unterschreiben. Dieser „Reinigungs-Vertrag“ wird dann an einer gut sichtbaren Stelle in der Wohnung aufgehängt.
- Sollte der Plan jedoch nicht eingehalten werden, so muss es auch Sanktionen geben. Diese sollten schon beim Erstellen des Putzplans mit erfasst werden. Beispielsweise kann man eine WG-Kasse einführen, in die die „Sünder“ 5 Euro einwerfen müssen. Helfen kann auch ein Gespräch innerhalb der WG, das das Problem thematisiert.
