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Punkte beim Boxen - so werden sie gezählt

Beim Boxen siegt immer derjenige, der am Ende des Kampfes die meisten Punkte hat. Beim Profi-Boxen werden die Punkte anders berechnet als bei den Amateuren.

Beim Boxen zählen Punkte
Beim Boxen zählen Punkte © stefan klaassen / Pixelio

Sobald ein Boxkampf nicht durch einen KO-Sieg entschieden wird, werden am Ende des Kampfes die Punkte addiert. Beim Amateurboxen gibt es eine andere Punktwertung wie bei den Profis.

So werden beim Amateurboxen Punkte gezählt

  1. Punkte gibt es beim Boxen nur für Treffer auf den Oberkörper oder am Kopf des Gegners. Sobald der Gegner den Schlag nur ein wenig abgewehrt hat, sollte es keinen Punkt geben. Sie können sich wahrscheinlich vorstellen, dass es bei einer hohen Aktivität der beiden Kontrahenten im Ring für die Punktrichter nicht ganz einfach ist, klare Treffer zu erkennen.
  2. Aus diesem Grund befinden sich beim Amateurboxen immer 5 Punktrichter am Boxring. Die Punktrichter haben für jeden Boxer eine Taste. Diese Taste müssen die Punktrichter drücken, sobald sie einen eindeutigen Treffer erkennen.
  3. Sollten mindestens 3 der 5 Punktrichter innerhalb von einer Sekunde die Taste für einen der beiden Boxer drücken, so wird dem Boxer ein Punkt zugesprochen.
  4. Am Ende der Runde werden dann die Punkte addiert. Wer die höchste Punktzahl erreicht, hat die Runde gewonnen.
  5. Zum Schluss werden dann aber nicht alle Punkte, sondern nur die gewonnenen Runden addiert.

Beim Profiboxen werden die Punkte anders gezählt

  1. Beim professionellen Boxen befinden sich nur 3 Punktrichter am Boxring. Diese vergeben die Punkte nach dem sogenannten Ten-Point-Must-System. Das bedeutet, dass der Gewinner einer Runde 10 Punkte erhält und der Verlierer 9.
  2. Gab es in der jeweiligen Runde einen Niederschlag, wird dem Verlierer ein zusätzlicher Punkt abgezogen. Dann lautet die Punktwertung 10 : 8. Bei einem Regelverstoß wird dem Verursacher ebenfalls ein Punkt abgezogen.
  3. Die Punkte werden beim Profiboxen nicht mit einer technischen Einrichtung ermittelt, sondern es gilt lediglich die Wertung der Punktrichter. Dabei spielen natürlich auch subjektive Eindrücke eine große Rolle.
  4. Wenn Sie schon einmal einen Profiboxkampf gesehen haben, dürfte es Ihnen bekannt sein, dass meistens dem aktiveren Boxer die Runde zugesprochen wird, selbst dann, wenn er nur wenige Treffer gelandet hat.
  5. Am Schluss des Kampfes addieren dann alle drei Punktrichter die vergebenen Punkte. Falls ein Boxer alle 12 Runden gewonnen hat, lautet das Ergebnis 120 : 108 Punkte.
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