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Pulswahl und Tonwahl - der Unterschied leicht erklärt

Pulswahl und Tonwahl - der Unterschied leicht erklärt1:21
Video von Samuel Klemke1:21

Ein Telefon funktioniert nur durch das Wählen und ein Telefonnetz. Aber wie genau geht das eigentlich? Und was ist denn der Unterschied zwischen Pulswahl und Tonwahl? Gibt es noch andere Wahlverfahren?

Wie funktioniert das Wählverfahren?

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  • Das Wählen geschieht durch ein Wahlverfahren, das an das Telefonnetz übermittelt wird. Jede Nummer hat ihre eigene Wahlinformation und das Vermittlungssystem erkennt durch die einzelnen Nummern, an welches Telefon der Anruf durchgestellt werden muss.
  • Im analogen Telefonnetz gibt es drei verschiedene Wahlverfahren. Ein Wahlverfahren, das digital ist, gibt es nicht. Ein Wahlverfahren geschieht immer analog. 
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Die drei Wahlverfahren - Pulswahl, Tonwahl und Diodenwahl

  • Das Impulswahlverfahren ist die einfachste Art des Wählens. Die alten Telefone mit Wählscheibe funktionieren nach diesem Prinzip. Denn in der Wählscheibe ist eine Wählschaltung enthalten. Beim Wählen wird in der sogenannten a-Ader des Anschlusses eine Unterbrechung erwirkt. Diese Unterbrechungen sind von Zahl zu Zahl unterschiedlich und definieren dem System somit jede einzelne Zahl.
  • Es ist mittlerweile fast schon schwierig, mit diesem System zu telefonieren, da es total überholt ist. Telefone, die ausschließlich über das Pulswahlverfahren funktionieren, können oft nicht mehr verwendet werden. Wenn Sie ein Telefon haben, das sowohl Impulswahl (IWV) als auch Mehrfachfrequenzwahl (MFZ) hat, sollten Sie es immer auf MFZ einstellen.
  • Das Mehrfachfrequenzwahlverfahren (MFV), auch Tonwahl- oder Frequenzwahlverfahren genannt, überträgt die Zahlen mittels zweier Frequenzen. Hier ist die Vermittlungsstelle dafür zuständig, aus diesen Frequenzen herauszufiltern. Diese wertet man dann wie Koordinaten aus. Die Koordinate gibt Aufschluss über Ziffer oder auch eine zusätzliche Funktion.
  • Moderne Telefone sind alle für das Tonwahlverfahren ausgelegt. Man kann sie also ans analoge Telefonnetz anschließen, ebenso wie an Telefonanlagen.
  • Das dritte Verfahren ist das Diodenwahlverfahren (DEV). Dieses Wahlverfahren fand nur in Nebenstellenanlagen Verwendung. Im öffentlichen Telefonnetz wurde es nie eingesetzt und ist daher relativ unbekannt. Das kommt daher, dass das System viele technische Unzulänglichkeiten hat. Geeignet ist es für Systeme mit Gleichstrom blockierenden Schaltkreisen und Anschlussleitungen, die sehr lang sind. 
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