Puls schnell zu hoch - was tun?

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Immer wenn Sie sich nur kurz bewegen, steigt Ihr Puls zu schnell sehr hoch an. Aber da Sie Ihren Puls in einem normalen Maß halten wollen, suchen Sie nach Anregungen, wie Sie genau dieses Phänomen vermeiden können. Lesen Sie hier, was Sie tun können und woher ein zu hoher Puls kommt.
Margarete Link
12.04.2011 Margarete Link
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • täglich eine halbe Stunde Zeit
  • Trainingsgewand
  • gute Laufschuhe, später angepasste Laufschuhe
  • bei intensiverem Training eine Pulsuhr

Ein rasant ansteigender Puls liegt oft am Trainingszustand

Der Puls ist bei jedem Menschen anders. Es gibt nur Richtwerte, wie ein "normaler" Pulswert aussehen sollte. Der Puls hängt zudem im Wesentlichen vom jeweiligen Trainingszustand ab.

  • Der normale Pulsbereich im Ruhezustand beträgt bei einem gesunden erwachsenen Menschen in der Regel zwischen 50 und 100 Schlägen pro Minute. Bei kleinen Kindern ist der durchschnittliche Ruhepuls entsprechend höher, nämlich liegt er zwischen 150 Schlägen pro Minute (Föten) und 85 Schlägen pro Minute (Jugendliche). Der durchschnittliche Ruhepuls eines erwachsenen Menschen beträgt 75 Schläge pro Minute und steigt bei Senioren wieder auf durchschnittlich 90 Schläge pro Minute an. Gut trainierte Ausdauersportler hingegen verfügen oft über einen sehr niedrigen Ruhepuls von durchschnittlich 32-45 Schlägen pro Minute. Ein darunter liegender Puls ist äußerst selten. Bei solchen Ausdauersportlern ist neben dem Lungenvolumen auch das Schlagvolumen deutlich erhöht. So haben Ausdauersportler fast nie mit zu hohem Puls zu kämpfen, da der Körper trainiert ist und auf diese hohe Belastung ausgelegt ist.
  • Der Puls hängt somit sehr stark vom jeweiligen Trainingszustand ab. Sind Sie also sehr untrainiert und treiben nie Sport, kann es sein, dass Ihr Puls aus einem Ruhepulsbereich von 80 Schlägen pro Minute schon bei normalem Treppensteigen von drei bis fünf Stufen auf über 150 Schläge pro Minute ansteigt. Dies kommt davon, dass Ihr Körper die ungewohnte Belastung für sich erst richtig umsetzen muss. Ihr Körper muss sich dafür mehr plagen als der Körper eines trainierteren Menschen. Damit steigt auch Ihr Puls schnell sehr hoch an.

Schnell ansteigender Herzschlag weist auf untrainierten Zustand hin

Häufig tritt ein zu schnell ansteigender Puls bei Menschen auf, die beispielsweise den ganzen Tag eine sitzende Tätigkeit ausüben. Wenn nicht nach der Arbeit regelmäßig Ausgleichssport betrieben wird, zeichnet sich bald "chronische Untrainiertheit" ab. Der Puls steigt schon bei kleinen Belastungen schnell in schwindelnde Höhe an. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, sollten Sie schnell anfangen, Ihre körperliche Fitness zu steigern. Fangen Sie jedoch klein an, denn hier gewinnt erst einmal die Regelmäßigkeit im Alltag.

  • Steigen Sie Treppen, anstatt Aufzug oder Rolltreppe zu fahren, und stehen Sie im Büro öfter einmal auf und laufen ein bisschen herum oder vertreten sich zumindest die Beine, damit Ihr Blut aus den abgeknickten Gefäßen wieder richtig ins Laufen kommt. 
  • Haben Sie das geschafft, ohne dass Sie recht ins Schwitzen kommen, kommt der nächste Schritt. Gehen Sie nun zusätzlich nach der Arbeit mindestens eine halbe Stunde lang spazieren. Zum Steigern Ihrer Aktivität legen Sie nach zwei Wochen dieses Standardprogramms einen Zahn zu und marschieren Sie Ihre Strecke nun stramm und schnell. Benötigen Sie dafür nur eine viertel Stunde, erweitern Sie die Strecke, sodass Sie erneut auf eine halbe Stunde täglich kommen. Sie müssen dies verinnerlichen. Es gehört quasi zu Ihrer täglichen "Arbeit" dazu.
  • Sie werden merken, dass Sie nicht mehr so arg ins Schwitzen geraten. Zwar steigt Ihr Puls immer noch an, aber nicht mehr ganz so hoch und nicht ganz so schnell, weil Sie sich mehr Kondition erarbeitet haben. Natürlich müssen Sie schon noch mehr an sich selbst arbeiten, um einen Puls in optimaler Höhe zu erhalten. Wandeln Sie dazu das straffe, schnelle Spazierengehen in Walking um. Gehen Sie am besten jeden zweiten Tag eine halbe Stunde lang walken und an den anderen Tagen ganz normal spazieren. Beim Walken nehmen Sie die Arme und Schultern gezielt mit. Halten Sie Ihre Arme vor der Brust und arbeiten Sie mit den Ellenbogen mit Kraft und Energie nach hinten. Es könnte anfangs ein Muskelkater im Oberkörperbereich entstehen, wenn Sie nur wenig Oberkörpermuskulatur besitzen. 
  • Machen Sie Nordic Walking mit Walking-Stöcken, sollten Sie beim Walken darauf achten, dass Sie immer den linken Arm und den rechten Fuß und umgekehrt vorne haben - gleichzeitig sind dann linker Fuß und rechter Arm hinten. Lassen Sie den Walking-Stock bei der rückwärtigen Bewegung immer lose in der Handschlaufe baumeln, greifen Sie aber mit Energie wieder zu, wenn Sie Ihre Arme in der Schrittfolge nach vorne bewegen. Der Einsatz der Walking-Stöcke als Spazierstöcke ist, wenn Sie walken wollen, verkehrt. Die Stöcke haben den Sinn, Sie mit mehr Kraft schneller vorwärts zu bringen. Spezielle Walking-Kurse, bei denen Ihnen die richtigen Schritte und die richtige Haltung beigebracht werden, finden Sie heute nahezu in jedem Fitnessstudio.
  • Wenn Sie besser trainiert sind und mehr Übung haben, benötigen Sie eine Pulsuhr. Zuvor sollten Sie nur das Programm und die Übungen machen, die Sie ausführen können, ohne zu sehr angestrengt zu sein. So sollten Sie sich auch während des Walkens stets ruhig unterhalten können. Schauen Sie ganz am Anfang nicht auf die Zeit. Wenn Sie nicht mehr können, machen Sie eine Pause. Bei der Steigerung Ihrer erworbenen Kondition kann dann später eine Pulsuhr gezielt in den Einsatz gebracht werden.
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