Alle Kategorien
Suche

Pufferspeicher - beim Eigenbau sollten Sie das beachten

Wer umweltfreundliche Technologien nutzt, kommt um einen Pufferspeicher nicht herum, denn meistens wird Wärme oder Strom dann erzeugt, wenn man diese nicht braucht. Sie können solche Speicher selber bauen, sollten aber einiges dabei beachten. Prüfen Sie auch immer, ob ein Eigenbau wirklich sinnvoll ist.

Solarenergie ist mit Pufferspeicher sinnvoller zu nutzen.
Solarenergie ist mit Pufferspeicher sinnvoller zu nutzen. © Andreas_Morlok / Pixelio

Generelles zu Pufferspeichern

  • Bei der Nutzung von alternativen Energiequellen wie Windenergie, Solarenergie, aber auch bei Blockheizkraftwerken, wird Strom oder Wärme erzeugt unabhängig davon, ob diese benötigt wird oder nicht.
  • Überkapazitäten von Strom können Sie leicht in das Stromnetz ableiten, dort wird dieser entweder verbraucht oder in großen Speichern, wie in den Becken der Pumpspeicherkraftwerke gelagert.
  • Überkapazitäten an Wärme können Sie nicht so einfach abgeben, diese wird entweder vergeudet oder Sie müssen diese selber lagern.
  • Zu diesem Zweck gibt es Pufferspeicher. Diese sind meist Wassertanks, in denen Wasser erwärmt wird. Mit guter Isolierung können Sie so überschüssige Wärme lagern, bis sie gebraucht wird.
  • Da diese Speicher einfach nur große Wassertanks sind, ist ein Eigenbau möglich, aber die benötigten Wärmetauscher und die Steuerung sollten Sie kaufen. Insgesamt sollten Sie einen Eigenbau nur in Erwägung ziehen, wenn Sie keinen passenden Speicher kaufen können, bzw. das Material sehr günstig bekommen. In der Regel ist das selber bauen nicht billiger, als ein Kauf eines fertigen Systems.

Das sollten Sie beim Eigenbau beachten

  • Die Grundidee ist einfach viel Wasser zu speichern, denn viel Wasser kann auch viel Wärme aufnehmen. Außerdem erwärmt sich eine große Wassermenge nicht so schnell wie eine kleine Menge. Je heißer das Wasser wird, um so schwieriger ist es, Wärmeverluste zu vermeiden.
  • Die Größe des Speichers hängt von verschiedenen Faktoren ab. Als Faustformel gilt, dass Sie je Kilowattheizleistung 70 Liter benötigen. Je nach Art der erzeugten Wärme sind andere Größen sinnvoll. In dieser Hinsicht sollten Sie sich erkundigen.
  • Aber die Lagerung von großen Wassermengen ist immer problematisch. Wenn Sie nicht über ausreichende Schweißkenntnisse verfügen, kann der Bau eines solchen Pufferspeichers zu einem unüberwindlichen Problem werden.
  • Auch für einen guten Schweißer kann es schwierig werden, die Nähte so dicht zu bekommen, dass kein Wasser aus dem Speicher fließt. Eine Möglichkeit ist, die Nähte von innen mit Petroleum zu bestreichen. So können Sie sehen, ob dieses Außen austritt. Auch kann es Sinn machen, den Speicher schichtweise zu befüllen und bei Bedarf nachzuschweißen. Verzichten Sie auf eine Prüfung mit Druckluft, das ist lebensgefährlich.
  • Das Wasser im Pufferspeicher sollte einfach in diesem Verbleiben, die Entnahme der Wärme oder das Aufheizen, muss also über Wärmetauscher erfolgen. Wenn Sie das Wasser aus dem Speicher in den Heizkreislauf leiten, ist das Risiko größer, dass es sich mit Sauerstoff anreichert, was zu Korrosionen führt. Entnehmen Sie auch auf keinen Fall das Wasser des Speichers für Brauchwasser. Sie müssten ständig Frischwasser zu führen.
  • Ein gut geplanter Speicher ist einfach ein geschlossener Bottich mit verschiedenen Rohrleitungen, die an dem Bottich angeschlossen sind. In diesen Leitungen fließt nur Wasser aus dem Speicher.
  • An diesen Leitungen liegen Röhren an, die Wärme zuführen oder abführen. Es ist nicht sinnvoll dieses System im Speicher unterzubringen, denn dann müssten Sie bei defekten diesen entleeren. Halten Sie sich bei der Anordnung Ihrer Leitungen an Systeme, die es fertig zu kaufen gibt, dann können die Regelungen, Leitungen und Wärmetauscher von diesen Kaufsystemen integrieren.
  • Bedenken Sie bei der Isolierung, dass diese wärmebeständig sein muss, in der Regel sind Mineralwollematten für diesen Zweck am besten geeignet.
Teilen: