- 07.10.2011 Günther Burbach
- gesunder Menschenverstand
Das spricht für ein psychologisches Gutachten
Es gibt verschidene Meinungen zu dem Thema Sinn und Unsinn von psychologischen Gutachten, bei Verkehrssündern:
- Die Befürworter dieser psychologischen Gutachten sagen, wer im Straßenverkehr des Öfteren auffällig geworden ist, stellt eine Gefahr für die Allgemeinheit dar und es muss untersucht werden, wie viel Gefahrenpotenzial von demjenigen ausgeht.
- Es gibt Regeln und an die muss sich jeder Verkehrsteilnehmer halten. Wer das nicht tut, darf sich nicht wundern, wenn sein Führerschein eingezogen wird und ein solches Gutachten zur Auflage gemacht wird.
- Viele Menschen wissen ja auch vielleicht gar nicht, dass eine potenzielle Gefahr von Ihnen ausgeht. Nehmen Sie z. B. einmal einen alkoholsüchtigen Menschen, es wird von diesen Menschen zum Teil als ganz normal empfunden, mit Alkohol intus zu fahren. Dann heißt es immer "mit den paar Bier".
- In den meisten Fällen bleibt es nicht bei ein paar Bier. Bei Alkoholkontrollen wird immer wieder gesagt, "ich hab nur ein oder zwei Bier getrunken". Die Ergebnisse sprechen da allerdings eine ganz andere Sprache.
- Ein alkoholkranker Mensch, der noch trinkt, wird selten zugeben, dass er alkoholkrank ist und deshalb ist ein psychologisches Gutachten ein gutes Mittel solche Menschen aus dem Verkehr zu ziehen. Mit viel Glück kann man so Schlimmeres verhindern, bevor es zu spät ist und anschließend nur noch ein paar weiße Striche auf irgendeiner Straße übrig bleiben.
Das spricht gegen die sogenannten Idiotentests
- Ein schlagkräftiges Argument, das die Gegner solcher psychologischen Gutachten an den Start bringen, ist, dass psychologische Gutachten bei Verkehrsstraftaten von privaten Organisationen wie TÜV oder DEKRA ausgeführt werden. Ein solches psychologisches Gutachten kostet eine Menge Geld und wird von der zu prüfenden Person selbst bezahlt. So gesehen eine sichere Bank für diese privaten Prüfungsstellen.
- Oft wird behauptet, dass bei diesen Gutachten mit Absicht negative Ergebnisse erzeugt werden, um die zu prüfende Person noch einmal antreten zu lassen. Das ist natürlich reine Spekulation, allerdings kann man wohl nicht leugnen, dass diese prüfenden Organisationen einen finanziellen Vorteil von einem negativen Gutachten haben.
- Als Nächstes bringen Gegner von psychologischen Gutachten immer wieder die Frage ins Spiel, ob bei solchen Gutachten tatsächlich getestet werden kann, ob ein Mensch wieder auffällig wird im Straßenverkehr. Wenn solche Tests wirklich so erfolgreich sind, wieso landen dann jedes Jahr Wiederholungstäter trotz psychologischer Gutachten wieder, nach schweren Unfällen, im Krankenhaus oder im Grab?
- Die Gegner von psychologischen Gutachten betrachten es in vielen Fällen als Geldmacherei und sonst gar nichts. Es ist ein offenes Geheimnis, so sagen diese, dass sich auch Psychologen irren können und dieses mit zum Teil tödlichen Folgen, auch für viele Unbeteiligte.
- Also was nutzt es, ein psychologisches Gutachten zu erstellen, wenn die zu begutachtende Person in Psychologie etwas geschult ist und den Testern einfach etwas vormacht, fragen sich die Gegner. Es wird von den Gegnern solcher psychologischen Gutachten auch immer wieder gefragt, wer kontrolliert die Kontrolleure?
Die Frage, ob solche Tests sinnvoll sind, bleibt für viele Menschen offen.