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Probleme mit dem Stuhlgang - was tun?

Ein zu seltener oder erschwerter Stuhlgang wird als Obstipation bezeichnet und ist das Verdauungsproblem Nummer 1. Oft kommen Völlegefühl und Blähungen oder das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung hinzu. Diese unerfreuliche Konstellation lässt viele Betroffene zu Abführmittel greifen, die auf Dauer nur zusätzlich das Bild erschweren. Dabei orientiert sich die richtige Therapie vielmehr an einer verbesserten Lebensführung.

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Tägliche Bewegung ist Hilfsmittel Nummer 1 bei Problemen mit dem Stuhlgang.
Tägliche Bewegung ist Hilfsmittel Nummer 1 bei Problemen mit dem Stuhlgang.

Was Sie benötigen:

  • Bewegung
  • Balaststoffreiche Kost
  • Obst (Birnen, Dörrpflaumen, Aprikosen)
  • Gemüse / Pürees
  • Leinsamen
  • Sauerkraut

Wann der Stuhlgang erschwert ist

Die Häufigkeit der Darmentleerung ist interindividuell sehr unterschiedlich und liegt im Bereich von 3mal am Tag bis 1mal in 3 Tagen. Allein ein seltener Stuhlgang gilt nicht als Verstopfung.

  • Begleiterscheinungen wie Pressen, Schmerzen und ein Druck im Unterbauch beim Toilettengang sind Zeichen einer Obstipation und können sich negativ auf das Gemüt auswirken.
  • Die Ursachen für einen erschwerten Stuhlgang liegen an erster Stelle in der Lebensführung. Bewegungsmangel, ungesunde oder unregelmäßige Ernährung und Stress sind Faktoren, die, wie bei jeder körperlichen und psychischen Störung, hier auch eine wichtige Rolle spielen.

Was man gegen Obstipation tun kann

  • Tägliche Bewegung ist die erste Voraussetzung für eine gesunde Darmtätigkeit. Gehen Sie öfter spazieren, insbesondere dann, wenn Sie berufsbedingt längere Zeit sitzen oder stehen müssen.
  • Sehen Sie zu, dass Sie sich nicht ständig von Brötchen und Snacks ernähren. Legen Sie Wert auf ein reguläres Speiseprogramm und nehmen Sie 1mal täglich eine warme Mahlzeit zu sich. Genau so wichtig wie die regelmäßige Ernährung ist ein festgelegter Toilettengang in für Sie passender Zeit, optimal täglich.
  • Essen Sie reichlich Obst, vor allem Birnen, Dörrpflaumen und Aprikosen. Somit unterstützen Sie die Darmbewegung und die Toxinelimination. Andere balaststoffreiche Produkte, die Sie vorzugsweise verzehren können, sind Vollkornbrot und Müsli, auch Vollkornnudel und Gemüse.
  • Leinsamen gehört zu den sog. Quellmitteln, die im Darm kleine Fäden bilden und den Stuhl aufweichen. Da der Körper die Leinsamen nicht verdauen kann, kommen sie als Ganzes heraus und reißen die gebliebenen Reste mit sich. 1 TL Leinsamen können Sie unzermahlen mit Yoghurt oder Buttermilch zu sich nehmen und dazu reichlich trinken.
  • Sauerkraut ist ein weiteres Hausmittel, um den Stuhlgang zu erleichtern. Braten Sie 200 g Sauerkraut mit etwas Schmalz in der Pfanne an und verzehren Sie es warm.
  • Was Sie nicht tun sollen, ist schnell zu Laxanzien greifen. Sie mögen kurzfristig Erleichterung bringen, jedoch sind sie auf Dauer kontraproduktiv, weil sie eher zu Darmträgheit führen und somit die Verstopfung weiter verschlimmern.
  • Falls die Obstipation sich nicht in einpaar Wochen legen sollte oder andere Beschwerden wie Blut im Stuhl, Durchfall oder Gewichtsabnahme dazukommen sollten, müssen Sie einen Arzt konsultieren, damit eine dahintersteckende Erkrankung nicht übersehen wird.

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