Beiträge für die private Krankenversicherung sind Vorsorgeaufwendungen

Innerhalb der Sonderausgaben können Sie als sonstige Vorsorgeaufwendungen die Beiträge für Ihre private Krankenversicherung von der Steuer absetzen.

  1. Mit dem "Bürgerentlastungsgesetz" wurde allerdings die steuerliche Abzugsfähigkeit der privaten Krankenversicherung eingeschränkt. 
  2. Die private Krankenversicherung muss einen Tarif anbieten, der identische Leistungen mit den Ersatzkassen aufweist. Dieser Tarif wird einheitlich als Basistarif bezeichnet.
  3. Mitglieder einer privaten Krankenversicherung können jetzt nicht mehr die geleisteten Beiträge aufaddieren und in der Steuererklärung angeben. Als privat Versicherter erhalten Sie jetzt eine Aufstellung Ihres Versicherungsunternehmens, welcher Beitragsanteil dem der Basisversicherung entspricht, und welcher Beitragsanteil "Luxus" ist.
  4. Wenn Sie beispielsweise für die stationäre Heilbehandlung einen Zweibettzimmer-Tarif gewählt haben, so kann nur der Beitragsbestandteil bei der Steuer geltend gemacht werden, der auf einen Mehrbettzimmer-Tarif entfällt.

Steuer stellt privat Versicherte schlechter

  1. Sollten Sie sich als junger Mensch für die private Krankenversicherung entschieden haben, zahlen Sie - nur als Beispiel - 350 Euro Monatsbeitrag für eine Rund-um-Versorgung. Von diesen 350 Euro entfallen auf die Basisversorgung 200 Euro monatlich (Stand April 2011).
  2. Ein Mitglied einer Ersatzkasse, das aufgrund seines Einkommens freiwillig Versicherter ist, zahlt jeweils den gültigen Höchstbeitrag.
  3. Das Ersatzkassenmitglied kann daher wesentlich mehr als Krankenversicherungsbeitrag in der Steuer angeben. Gerade für junge Versicherte in der privaten Krankenversicherung ist dies ein Ärgernis.