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Private Krankenversicherung richtig in der Steuererklärung angeben

Fast jeder Arbeitende, egal ob selbständig oder angestellt, kennt den alljährlichen Stress, der spätestens zum Jahresende aufkommt, wenn es um das Erstellen der Steuererklärung geht. Hier gibt es diverse Positionen zu berücksichtigen. Ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist das angeben der Krankenversicherung. Bei Arbeitnehmer, die die Beitragsbemessungsgrenze nicht überschreiten ist dies ganz einfach, da die Sozialversicherungsbeträge auf der Lohnsteuerbescheinigung vom Arbeitgeber eingetragen sind. Anders verhält es sich bei freiwillig gesetzlichen oder privat Krankenversicherten.

Steuererklärung machen - so kommt Licht ins Dunkel.
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Was Sie benötigen:

  • private Krankenversicherung

So geben Sie Ihre Krankenversicherung in der Steuererklärung an

  • Kosten der privaten Krankenversicherung sind bei der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2010 erstmalig besser absetzbar. Diese Regelung ist im Bürgerentlastungsgesetzt verankert.  Es geht hierbei um die verbesserte steuerliche Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen. Im speziellen sind das die Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung in Höhe einer "Basiskrankenversicherung".
  • Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung und Pflegeversicherung sind seit 01. Januar 2010 sind bis zur Höhe der Grundversorgung voll als Sonderausgaben absetzbar.
  • Die Grundlage dazu hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) mit seinem Beschluss vom 13. Februar 2008 gelegt. Die Richtlinien gelten sowohl für gesetzlich als auch für privat Krankenversicherte.
  • Zur Grundversorgung zählen nicht die Beiträge für Chefarztbehandlung oder für ein Einzelzimmer im Krankenhaus.
  • Privat Krankenversicherte können also damit rechnen, dass sie ca. 80% ihrer Krankenversicherungskosten, als Sonderausgaben, absetzen dürfen. Es wird hier nämlich davon ausgegangen, dass die Leistungen der privaten Krankenversicherung über die Grundversorgung im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen.
  • Diese Zusatzleistungen müssen herausgerechnet werden. Sollten Sie den Basistarif gewählt haben, gibt es hier bei den Beiträgen keinerlei Abschläge. Das Finanzamt erkennt in diesem Fall den vollen Beitrag an.
  • Privat Krankenversicherte, die Leistungen über dem gesetzlichen Standard erhalten, sollen künftig von ihrer Krankenversicherung Beitragsmitteilungen erhalten, in denen die Extras separat ausgewiesen sind.
  • Eingetragen werden die Beiträge zur privaten Krankenversicherung auf dem Mantelbogen Seite drei, Zeile 68, bei den Sonderausgaben.

Wenn Sie dies alles berücksichtigen, sollte die Einkommensteuererklärung 2010, zumindest was die Krankenversicherung betrifft, kein Problem mehr darstellen.

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