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Priestergehalt - Hinweise

Es lässt sich trefflich darüber streiten, ob evangelische Pfarrer oder katholische Priester zu viel oder zu wenig Geld verdienen. Beim Priestergehalt und bei der Pfarrbesoldung geht es im übrigen weniger um eine Bezahlung der geleisteten Dienste, sondern mehr um die Gewährung eines angemessenen Unterhaltes. Der Pfarrer oder Priester soll sich ohne finanzielle Sorgen uneingeschränkt seinem Dienst widmen können.

Priester haben zahlreiche Aufgaben.
Priester haben zahlreiche Aufgaben.

Die Priestergehälter in Deutschland sind in den Priesterbesoldungs- und Versorgungsordnungen der einzelnen Bistümer bzw. Erzbistümer festgelegt. Die Pfarrergehälter in den evangelischen Landeskirchen sind demgegenüber in den jeweiligen landeskirchlichen Pfarrbesoldungsordnungen geregelt.

Ein Priestergehalt beziehen

Während das Gehalt eines Geistlichen früher oft von der Vermögenssituation in der Gemeinde abhing, erhalten heutzutage Priester und Pfarrer ein Gehalt, das in seiner Höhe nicht von den Gemeindefinanzen vor Ort abhängig ist. Aufgrund der zum Teil sehr unterschiedlichen Finanzsituation in den Gemeinden würde dies ansonsten dazu führen, dass Pfarrer- und Priestergehälter von Ort zu Ort weit auseinanderklaffen könnten.

  • Das Gehalt eines katholischen Priesters ergibt sich aus der einschlägigen Priesterbesoldungs- und Versorgungsordnung. Im Namen der Rechtsnorm wird schon deutlich, dass es sich der Natur nach um eine an Beamtenprinzipien ausgerichtete Bezahlung handelt. 
  • Wer als Priester beispielsweise im Erzbistum Köln Dienst tut, für den gilt in Bezug auf das Priestergehalt die "Ordnung der Dienst- und Versorgungsbezüge der Priester des Erzbistums Köln". Die weibliche Sprachform in der Berufsbezeichnung erübrigt sich hier aus naheliegenden Gründen.

Wie das Gehalt ausdifferenziert wird

  • Maßgeblich für die Zahlung des Priestergehaltes ist vor allem das sogenannte Grundgehalt. Zu diesem Grundgehalt kommen in der Regel eine jährliche Sonderzuwendung - auch als Weihnachtsgeld bezeichnet - und eine Wohnungszulage hinzu. Die Wohnungszulage wird gezahlt, wenn dem Priester keine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt wird.
  • Beim Grundgehalt wird zwischen verschiedenen Dienstaltersstufen unterschieden - je länger jemand im Priesterdienst ist, desto höher fällt das Grundgehalt aus. In der niedrigsten Dienstaltersstufe beträgt es im Erzbistum Köln bei einem Pfarrer 2.748 Euro (Stand: Mai 2013), in der höchsten 4.243 Euro (Stand: Mai 2013). Die Wohnungszulage liegt bei 730 Euro. 

Angesichts der umfänglichen Arbeitszeiten und der Verantwortung der Aufgabe fällt ein Priestergehalt - verglichen mit einem Managergehalt - eher bescheiden aus. Aufgrund der beamtenähnlichen Besoldung und Versorgung erzielen Pfarrer und Priester jedoch relativ hohe Nettogehälter.

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