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Potentialausgleich und Erdung - der Unterschied einfach erklärt

Wenn Sie einen Elektriker fragen, wo denn der Unterschied zwischen den beiden Begriffen liege, werden Sie zu 90% keine befriedigende Antwort erhalten. An der technischen Ausführung kann nur theoretisch unterschieden werden, was Potentialausgleich und was Erdung ist. Beide Maßnahmen haben dasselbe Ziel, nur der Rahmen ist verschieden.

Bei Baumaßnahmen den Potentialausgleich nicht vergessen
Bei Baumaßnahmen den Potentialausgleich nicht vergessen © Claudia_Zantopp / Pixelio

Kein Potentialausgleich ohne Erdung

  • Der Begriff des Potentials kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Stärke, Macht, Fähigkeit zu etwas. Er wird in vielen Bereichen von Wissenschaft und Technik verwendet und hat wandelnde Bedeutung dabei.
  • Der Potentialausgleich gehört in die Elektrotechnik und findet sich immer dort, wo größere Massen an elektrisch leitendem Material (Metall) in Gebäuden verbaut sind und sich im Handbereich von Menschen befinden. Mit Potential ist die Möglichkeit der Gefährdung durch elektrischen Schlag gemeint, als Ausgleich kann gelten, dass sich das Potential nicht ungleichmäßig anhäuft.
  • Nehmen Sie an, dass sich elektrische Einrichtungen im Gebäude befinden, die zum Teil hochgradig geschützt werden müssen, weil sie ungeschützt eine Gefahr darstellen. Und dann gibt es Geräte, die von der Bauweise her eine höhere Sicherheit gewährleisten.
  • Man könnte nun die gefährlicheren Maschinen einfach erden, alle anderen belassen, wie sie sind. Genau hier greift der Potentialausgleich, das Gefahrenpotential aller einschlägigen Einrichtungen wird zusammengefasst und als Einheit geerdet. Die zutreffende DIN ist hier: VDE 0100-410:2012-06.

Was die Erdung bewirkt

  • Aus der vorangegangenen Darstellung ergibt sich, dass die Erdung ohne Potentialausgleich sehr wohl möglich ist, der Potentialausgleich ohne Erdung aber nicht. Beide Maßnahmen dienen der Sicherheit von Menschen gegen elektrische Schläge. Die Erdung muss ebenfalls der einschlägigen DIN entsprechen und führt die gefährliche Fehlerspannung in das Erdreich ab.
  • Da das Erdreich ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweisen kann, muss der Projektant einer Erdung diese Bedingungen genau kennen, damit er die Wirksamkeit der Maßnahme garantieren kann. Dazu gehört auch die richtige Dimensionierung der Ableitung für den höchsten zu erwartenden Fehlerstrom. 
  • Ob ein Potentialausgleich wirksam ist, kann nur durch Messung ermittelt werden. Beautragen Sie einen Fachmann damit, um die Gewissheit zu haben, dass Ihre Schutzmaßnahmen auch wirklich noch aktiv sind.
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