Seit vielen Jahren werden mit Baustoffen wie Poroton, Porenbeton oder Sandstein erfolgreich Mauerwerke erstellt. Ein jedes Bauwerk verlangt Baustoffe mit speziellen Eigenschaften. Doch auch die Wünsche der Bauherren sollen berücksichtigt werden.

Poroton - Leichtbauziegel für Innen- und Außenwände

Poroton ist ein Handelsname für einen Mauerziegel, der aus Lehm, Ton, Sand und Porosierungsstoffen besteht. Derartige Porosierungsstoffe können beispielsweise Sägespäne sein. Die Ziegel werden maschinell geformt und einige Zeit bei Temperaturen unter 100 Grad Celsius getrocknet. Danach erfolgt der Ziegelbrand bei etwa 1.000 Grad Celsius. 

  • Diese Mauerziegel können Sie sowohl als Blockziegel mit Leichtmörtel als auch als Planziegel mit Dünnbettmörtel vermauern. Beachten Sie, dass das Dickbettverfahren mit Leichtmörtel wesentliche Nachteile aufweist. Daher sollten Sie generell nur noch Planziegel einsetzen.
  • Seit mehreren Jahren gibt es die Ziegel mit einer Füllung aus Perlit. Im Vergleich zu traditionellen Hochlochziegeln verfügen diese mit isolierenden Vulkansteinen gefüllten Wandbaustoffe über bessere Wärmedämmwerte sowie einen guten Brand- und Schallschutz. 
  • Errichten Sie Wände aus Hochlochziegeln ohne Füllung, müssen Sie eine höhere Wärmeleitfähigkeit in vertikaler Richtung in Kauf nehmen oder verhindern. Beim Vermauern mit herkömmlichem Dünnbettmörtel braucht es dazu das Einbinden eines Glasfasergewebes in die Mörtelschicht. Ein ungefüllter Hochlochziegel bietet bei niedriger Wärmeleitfähigkeit nur einen eingeschränkten Brandschutz. In dünner Ausführung lässt auch der Schallschutz zu wünschen übrig. 

Porenbeton und Sandstein als Alternativen

  • Porenbeton (Ytong-Steine) wird aus Sand, Zement, Kalk, Wasser und einem speziellen Treibmittel (Aluminiumpulver) hergestellt. Das Härten der Rohlinge erfolgt unter Wasserdampf bei 200 Grad Celsius. Porenbeton-Steine werden geschätzt, weil sie sich leicht sägen lassen.
  • Kalksandsteine werden lediglich aus Kalk und Sand ohne irgendwelche Treibmittel gefertigt. Die Steine sind sehr schwer, jedoch auch stabil. Die Schallschutzwerte sind ebenso gut. Nachteilig ist die sehr große Wärmeleitfähigkeit. Ein extra Wärmedämmsystem ist an Außenwänden daher erforderlich.

Porenbeton und Poroton verfügen über recht ähnliche Eigenschaften (leichte Baustoffe mit guter Wärmedämmung). Kalksandsteine dämmen zwar praktisch nicht. Doch die stabilen Steine ermöglichen die Realisierung sehr dünner Wände, sowohl innen als auch außen. Ein Vollwärmeschutz an der Wandaußenseite, der etwa zehn Zentimeter ausmacht. löst das Problem der hohen Wärmeleitfähigkeit.