Poliermaschine für Motorräder richtig verwenden

Poliermaschinen bekommen Motorräder glänzend. Poliermaschinen bekommen Motorräder glänzend.
Poliermaschinen sind für größere zusammenhängende Flächen an Motorrädern durchaus zu empfehlen. Dabei sollten Sie grundsätzlich nicht einfach ohne Vorbereitung mit dem Polieren beginnen.
Roswitha Gladel
28.07.2011 Roswitha Gladel
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Reinigungsmittel
  • Mikrofasertuch
  • Polierscheiben
  • Politur
  • Versiegelung

Grundsätzliches zu Poliermaschinen

  • Poliermaschinen erleichtern Ihnen die Arbeit und das Polieren beansprucht deutlich weniger Zeit als von Hand. Aber ohne gründliche Vorwäsche schaden die Maschinen mehr als sie nutzen.
  • Da mit der Poliermaschine schnelle Arbeit geleistet werden soll, wird oft mit hoher Drehzahl und hohem Druck gearbeitet. Das ist grundsätzlich falsch, denn je schneller sich der Teller der Poliermaschine dreht, desto stärker wird die polierte Fläche beansprucht. Vermeiden Sie also hohe Drehzahlen und arbeiten Sie mit sehr geringem Druck. Alles andere erhitzt den Lack und schadet nur.
  • Exzenterpoliermaschinen können Sie einfach über den Lack führen, diese verhindern, dass sich Polierkreise einschleifen. Trotzdem sollten Sie alle Poliermaschinen in Form von 8-ten über das Blech bewegen. So vermeiden Sie, dass die Poliermaschine durch immer gleichbleibende Bewegungen über das Blech Spuren eingräbt.

Vorbereitung für die Politur

  1. Reinigen Sie das Motorrad gründlich von Hand, das heißt, waschen Sie allen Schmutz mit einem Schwamm und einer weichen Bürste unter Einsatz von viel Wasser ab.
  2. Entfernen Sie eingetrocknete Insekten, Baumharz und Vogelkot, in dem Sie diese mit Wasser oder Spezialmittel einweichen und dann abwischen. Wenn es nicht anders geht, können Sie diese Stellen vorsichtig mit Politur säubern. In diesem Arbeitsgang können Sie auch schon mit schleifender Politur über zerkratzte Stellen fahren und diese abpolieren. Das wird vermutlich beim Motorrad von Hand leichter gehen.
  3. Trocknen Sie nun das Motorrad gründlich mit einem Mikrofasertuch ab und lassen es noch eine Stunde in der Sonne trocknen. Dann muss es noch eine Stunde im Schatten stehen, damit der Lack wieder abkühlt.

Einsatz der Poliermaschine beim Motorrad

Sie können auch die Kunststoffverkleidung und Chrom nach diesem Verfahren polieren. Verwenden Sie jedes Material die passende Politur und eine andere Polierscheibe. Markieren Sie welche Scheibe für was ist.

  1. Jetzt kommt es darauf an, dass Sie den Lack richtig einschätzen. Für weiche Lacke müssen Sie den weichen Polierschwamm verwenden und für ältere harte Lacke den härteren bzw. die Polierhaube. Im Zweifel nehmen sie immer die weiche Scheibe. Bei hellem Lack nehmen Sie einen hellen Schwamm und bei dunklem den dunklen, sofern Sie Schwämme unterschiedlicher Färbung zur Hand haben.
  2. Tragen Sie nun Stück für Stück Politur ohne Schleifpartikel mit dem gewaffelten Schwamm der Poliermaschine auf. Polieren Sie den Lack nun ab, in dem Sie die Poliermaschine ohne Druck in Form von ineinanderlaufenden Achten polieren.
  3. Ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend müssen Sie den Lack erneut wie beschrieben polieren aber diesmal mit einer Politur, die Schleifpartikel enthält. Um Lackschäden zu vermeiden, sollten Sie immer erst versuchen, ohne Schleifmittel auszukommen und sich dann je nach Bedarf Polituren mit wenig Schleifmittel und erst danach stärkeren Aufbereitungsmitteln zuwenden. So stellen Sie sicher, dass Sie nicht des Guten zu viel tun und zu stark schleifende Politur verwenden.
  4. Abschließend tragen Sie eine Versiegelung auf, da Politur keine Schutzschicht bildet. Auch diese müssen Sie mit einer weichen Haube oder einer Lammfellscheibe, wie beschrieben, abpolieren.

Denken sie beim Polieren mit Poliermaschinen immer daran, nur eine mittlere Drehzahl zu verwenden, keinen Druck auszuüben und immer in schwingenden Achten zu polieren. Richtig angewendet strahlt Ihr Motorrad bald wie neu.

Diese Anleitung
Leser-Tipps Ihren Tipp zur Anleitung schreiben

1400 Zeichen verbleibend.