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Physiater - ein Berufsbild

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entwickelten sich im medizinischen Bereich viele neue Erkenntnisse und mit Ihnen neue Techniken und Heilverfahren. Der Arztberuf unterteilte sich nicht mehr nur in bestimmte Fachrichtungen, wie z. B. Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Kardiologe, Arzt für Orthopädie, sondern spezifizierte sich weiter in bestimmte Fachrichtungen, wie z.B. im orthopädischen Bereich zum Sportmediziner, Handchirurgie, Wirbelsäulentherapie u. v. a. Seit 1991 entwickelt sich das Berufsbild des „Physiaters“ auf der Grundlage des Fasziendistorsionsmodells.

Physiater sind Ärzte.
Physiater sind Ärzte.

Ein Physiater ist ein Arzt der Orthopädie

  • Die Orthopädie beschäftigt sich mit den Erkrankungen des Skeletts und des Bewegungsapparates. Funktionsstörungen oder Formveränderungen im Bewegungs-, bzw. Stützapparates werden von Ärzten der Orthopädie untersucht, festgestellt und behandelt. Schmerzen, die sich durch Gelenke, Knochen, Sehnen oder Muskeln ergeben, können oft mithilfe orthopädischer Chirurgie oder Rehabilitationsmaßnahmen gelindert oder behoben werden.
  • Einige Ärzte haben sich im Bereich der Orthopädie u. a. auf die Kinderorthopädie spezialisiert, andere auf die Sportmedizin oder Schmerztherapie. Orthopädische Erkrankungen können z. B. Arthrosen, Arthritis, Bandscheibenvorfall, Frakturen, Hüftdysplasie, Osteoporose und vieles mehr sein. Das Studium der medizinischen Orthopädie umfasst 22 Hauptfächer, wie z. B. Innere Medizin, Akute Notfallmedizin, Gynäkologie, Chirurgie, Kinderheilkunde u. W.
  • 1991 stellte der amerikanische Notfallmediziner Stephen Typaldos eine neue Entdeckung vor, die zur Grundlage einer neuen orthopädischen Heilmethode wurde: das Fasziendistorsionsmodell. Inzwischen haben einige Ärzte, vor allem aus dem Bereich "Physikalische und Rehabilitative Medizin",  dieses Fasziendistorsionsmodell anerkannt, um es in eigenen Praxen zu berücksichtigen. Einige Ärzte, die nach dem Konzept Typaldos arbeiten, nennen sich daher Physiater.

Was ist das Fasziendistorsionsmodell?

  • Das Fasziendistorsionsmodell kann man begrifflich aus dem lateinischen erklären. „Fascia“ bedeutet „Bündel“ und „Distorsio“ „Verrenkung“. Typaldos geht also davon aus, dass sich verschiedene Schmerzsymptome auf sechs Fasziendistorsionen (Bündelverdrehungen) zurückführen lassen, trotz verschiedener medizinischer Diagnosen. Mit dem Fasziendistorsionsmodell will der Notfallmediziner bestimmte Beschreibungs- und Beschwerdemuster entsprechend zuordnen können.
  • Diese sechs Fasziendistorsionen, denen ein Physiater folgt, sind das Tiggerband (Verdrehung einer Stresslinie), die Continuum Dysfunktion (Schmerz im Sehne/Knochen Bereich), Hernierter Triggerpunkt (betrifft die tieferen Gewebsschichten),  die  Zylinder Dysfunktion (oberflächlichen Bündelungen), die Falt Dysfunktion sowie die Tektonische Fixation (Verlust der Gleitfähigkeit einer Bündelfläche). Ärzte der Orthopädie aus dem Spezialbereich "Physikalische und Rehabilitative Medizin" nutzen diese Erkenntnis, um bestimmte physisch-therapeutische Maßnahmen einzusetzen.

Dieser Bereich der Medizin ist noch sehr neu. Erste wissenschaftliche Studien wurden inzwischen durchgeführt. Grundsätzlich stellt die Behandlungsrichtung Fasziendistorsionen, die zum Berufsbild „Physiater“ werden könnte, neue, manuelle Behandlungstechniken im Schmerzbereich vor.

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