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Phospholipide - Bedeutung im Organismus erklären

Dem Begriff "Phospholipide" begegnen Sie immer wieder, wenn es um gesunde Ernährung oder um Produkte aus Fischöl bzw. Krillöl geht. Meist wird darauf hingewiesen, wie wichtig der Stoff ist. Aber welche Bedeutung haben Phospholipide für den Organismus?

Anordnung der Phospholipide zur Doppellipidschicht
Anordnung der Phospholipide zur Doppellipidschicht

Das sind Phospholipide

Alle Phospholipide sind amphiphile Lipide, die Phosphor enthalten. Diese Begriffe sagen Ihnen vermutlich wenig bis gar nichts.

  • Amphiphil ist eine Wortschöpfung aus Altgriechisch und Latein und bedeutet beides liebend. Diesen Begriff müssen Sie im Zusammenhang mit hydrophil und lipophil sehen. Hydrophil bedeutet, dass etwas in einem polaren Lösungsmittel wie Wasser löslich ist und lipophil, dass der Stoff in Ölen löslich ist. Amphiphile Stoffe haben die Eigenschaft, dass Sie sowohl in Wasser bzw. anderen polaren Lösungsmitteln als auch in Fetten löslich sind.
  • Den Aufbau der Phospholipide sollten Sie sich wie einen Kopf mit zwei Tentakeln vorstellen. In der Chemie spricht man von einem hydrophilen Kopf, der aus einer Phosphatgruppe besteht, die mit einem Alkohol verestert ist und einem lipophilen Doppelschwanz, der aus Fettsäuren gebildet wird.
  • Diese Teilchen können Sie sich also als eine Kugel vorstellen, die wasserlöslich ist und an der zwei Fäden hängen, die sich nicht in Wasser lösen können. Sie richten sich so in Wasser aus, dass die löslichen Kugeln nach außen zum Wasser angeordnet sind und die "fettigen" Fäden der Kugeln vor dem Wasser geschützt sind. Diese Teilchen können sich kugelförmig anordnen - dann werden sie Liposome genannt - oder als eine Schicht, die Doppellipidschicht genannt wird.

Bedeutung der Verbindung für den Körper

Tatsache ist, dass diese Liposome in den Zellen des Körpers anzutreffen sind und ihre Bedeutung noch nicht völlig erforscht ist.

  • Bekannt ist, dass die Phospholipide für die Signalübertragung einiger Hormone wichtig sind und dass Sie als Emulgatoren wirken, also Fette mit Wasser zu einer flüssigen Emulsion verbinden.
  • Auch scheinen die Phospholipide selbst als Botenstoffe zu fungieren, auf jeden Fall sind Sie Teil der Kommunikation der Zellen untereinander.
  • Nicht ganz erforscht ist die Annahme, dass die Phospholipide es schaffen können, Zellen vor toxischen Stoffen und freien Radikalen zu schützen. Die Anordnung der Lipide zu einer Doppellipidschicht in den Zellmembranen legt aber die Vermutung nahe, dass dies so ist.
  • Phospholipide sind im Körper in unterschiedlichen Konzentrationen zu finden. Eine starke Konzentration ist im Knochenmark, im Gehirn, in der Leber und im Herz zu finden. Das legt die Vermutung nahe, dass der Stoff gut für die Konzentration und die Entgiftung ist. Aus dem Grund bekommen Sie ungesättigte Fettsäuren, die zur Bildung der Phospholipide notwendig sind, oft als Vitalstoffe, konzentrationsfördernd und gut für das Herz, angeboten.

Es gibt also Erkenntnisse über Phospholipide, die gesichert sind, aber direkte Schlüsse aus diesem Wissen auf eine gesunde Ernährung sind kaum möglich.

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