Pfotenabdrücke von Tieren mit Gips ausgießen und bemalen

Welches Tier hat eine Spur hinterlassen? Welches Tier hat eine Spur hinterlassen?
Die Spuren und Abdrücke verschiedenster Tiere, die unsere Welt in freier Wildbahn so erfreulich artenreich bevölkern, sind interessante Sammelobjekte - insbesondere die heimischer Arten, deren Fährten gelegentlich auf Wanderungen, Spaziergängen und auf dem Bauernhof zu finden sind. Zu gern hätten Sie sich die interessanten Pfotenabdrücke, zumal wenn es sich um die von selteneren Tieren handelt, die es so zu entdecken gilt, als Mitbringsel mit nach Hause genommen, um sie dann z. B. kunstvoll und dekorativ zu bemalen. Sie benötigen dazu nur einfachste Grundausstattung, die Sie auch in einem Rucksack mitführen können und für danach das entsprechende Malzeug.
Olaf Krüger
31.01.2012 Olaf Krüger
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Gips, bzw. Spachtelmasse oder Moltofill (Menge nach Bedarf, gibt es ab 500-Gramm-Packungen), schnellbindend
  • einen kleineren Borstenpinsel (Rundkopf- oder Flachpinsel), kein Aquarellpinsel
  • Frischhaltefolie
  • Leitungswasser, in einer Plastikflasche
  • eine mittelgroße Plastikschale oder -schüssel
  • einen Spatel oder ein Holzstäbchen zum Anrühren der Gipsmasse (notfalls das Ende eines Pinsels)
  • einen kleinen Spachtel oder Taschenmesser
  • ein Behältnis oder Tuch zum sicheren Transportieren des Abdrucks
  • Malfarben aus Acryl, Wasserfarben oder Ölfarbe
  • einige Malpinsel in verschiedenen Größen (Stärken)
  • Klarlack oder Firnis
  • alte Zeitungen als Malunterlage

So erhalten Sie die Pfotenabdrücke von Tieren

Wenn Sie mal wieder in Wald und Flur mit der Absicht unterwegs sind, interessante Pfotenabdrücke von Tieren einzuheimsen, sollten Sie dafür vorbereitet sein. Sie müssen nun kein Fachmann wie z. B. ein Zoologe oder Jägersmann sein, um an brauchbare Pfotenabdrücke von Tieren zu kommen. Mit wenigen, kostengünstigen Mitteln und einigen Punkten, die zu beachten wären, sollte es Ihnen und auch Kindern, für die das überaus interessant und animierend ist, ein Leichtes sein, an die begehrten Abdrücke zu kommen. Sie haben ein lohnenswertes Objekt ausgemacht und gehen nun wie folgt vor:

  1. Säubern Sie mit dem Pinsel vorsichtig die Ränder und den Boden des Abdrucks. Der Abdruck gelingt am besten, wenn er trocken ist. Abdrücke in weichem, morastigen Boden oder nach vorangegangenem Regenfall sind einigermaßen kompliziert abzunehmen.
  2. Legen Sie den Abdruck nun behutsam und sorgfältig mit Frischhaltefolie aus. Dabei können Sie mit dem mitgeführten Pinsel diese exakter in Vertiefungen und Rillen einpassen.
  3. Geben Sie jetzt das Gipspulver in die Schüssel und fügen unter ständigem Verrühren mit dem Stäbchen zuerst wenig Wasser dazu. Beim Rühren werden Sie merken, ob und wie viel mehr Sie brauchen. Die ideale Konsistenz hat die Masse, wenn sie zum Test leicht zähflüssig, aber nicht dünn tropfend, vom Stäbchen oder Finger rinnt.
  4. Füllen Sie die Masse nun zügig in die ausgelegte Form des Abdrucks. Achten Sie dabei darauf, ob sich die Füllung auch gleichmäßig in alle Winkel verteilt. Je zäher die Masse, desto unsauberer wird der Abdruck.
  5. Streichen Sie danach die Oberfläche mit dem Spatel oder dem Stäbchen noch glatt.
  6. Sie können den Abdruck, an den Rändern der überstehenden Folie festhaltend, aus seiner Form entnehmen, wenn die Füllmasse so weit gehärtet ist, dass Sie z. B. mit dem Stäbchen kein Loch mehr in die Oberfläche piksen können. Jetzt lässt sich das Objekt im Rucksack oder einer Tasche verstauen. Bis Sie zu Hause sind, wird sich der Abdruck noch gehärtet haben und dabei zum Großteil weiter getrocknet sein.

Noch ein Tipp: Stecken Sie nahe des Randes der Form einen Zahnstocher oder ein Zündholz in die schnell bindende Masse. Das ist beim späteren Bemalen eine praktische Hilfe.

Bemalen Sie die Gipsabdrücke

Sie haben sich die Farben, die Pinsel und einen Becher Wasser (für die Pinsel) bereitgestellt und können den mittlerweile (über Nacht) völlig getrockneten Pfotenabdruck vor sich auf die Zeitungsunterlage mit dem noch nicht abgebrochenen Zündholz vor sich aufstellen. Er sollte sich ganz leicht aus der Frischhaltefolie herauslösen lassen. Wenn nicht, können Sie mit etwas Wasser nachhelfen.

  1. Eventuell noch vorhandene Unebenheiten können Sie mit einem feinen Schmirgelpapier abschleifen.
  2. Überlegen Sie, um den Abdruck welchen Tieres es sich handelt, und wählen Sie dann entsprechende Farben aus.
  3. Bei einem Fuchsabdruck nehmen Sie z. B. Rot, Braun und Weiß, für einen Dachs Schwarz, Weiß und etwas Braun. Bei einem Reh können Sie Rot und Braun mischen und einige weiße oder hellgelbe Tupfer aufbringen.
  4. Wenn der Abdruck ein Gesicht des jeweiligen Tieres bekommen soll, vielleicht das eines Hasen oder Eichhörnchens, zeichnen Sie vorher mit Bleistift oder Kreide die Linien vor.
  5. In gleicher Weise können Sie auch mit den Abdrücken von Ente, Storch, Hund, Schaf, Kuh, Schwein, Katze usw. verfahren.
  6. Verdünnen Sie die Farben zum Auftragen nicht zu sehr, da die Oberfläche des Gipses recht durchlässig und saugfähig ist, es sei denn, Sie lackieren das Objekt vorab vollständig mit Klarlack und arbeiten anschließend mit Lackfarben.
  7. Ist Ihr Werkstück zur Zufriedenheit bemalt, lassen Sie es vor dem Lackieren bzw. Versiegeln ausgiebig trocknen. Wenn es endgültig fertig ist, können Sie die Enden des Stützhölzchens sauber abtrennen oder als Aufsteller stecken lassen.

Wenn es endgültig fertig ist, können Sie die Enden des Stützhölzchens sauber abtrennen oder als Aufsteller stecken lassen.Diese Sammelstücke werden Ihnen und Kindern lange Freude bereiten. An jedem dieser 'tierischen' Stücke hängt schließlich ein kleines Abenteuer mit dran und es wird immer etwas zu erzählen und zu berichten geben. Ganz nebenbei wären Sie viel an der frischen Luft und mittendrin - in der Natur.

Diese Anleitung
Leser-Tipps Ihren Tipp zur Anleitung schreiben

1400 Zeichen verbleibend.