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Pflanzenpressen im Vergleich - so funktioniert es gut

Wer ein eigenes Herbarium anlegen möchte, muss zuerst einmal Pflanzen sammeln. Diese werden mithilfe von Pflanzenpressen flach gepresst, getrocknet und können dann auf Papier oder Karton kaschiert werden.

Das Anlegen eines Herbariums macht Spaß.
Das Anlegen eines Herbariums macht Spaß.

Was Sie benötigen:

  • interessante Pflanzen
  • ggf. Pflanzenpresse
  • ggf. Zeitungspapier
  • ggf. Holzplatten
  • ggf. Gewichte

Das Herbarium - auch kurz Herbar genannt - ist eine Sammlung von gepressten und getrockneten Pflanzen bzw. Pflanzenteilen, das eigentlich der botanischen Bestimmung und dem wissenschaftlichen Vergleich dient. Heute werden Herbarien aber auch zu rein dekorativen Zwecken angefertigt.

Mehrere Arten von Pflanzenpressen versprechen guten Erfolg

Wenn Sie ein eigenes Herbarium anlegen möchten, sollten Sie die gesammelten Pflanzen unbedingt pressen, bevor sie beginnen zu welken. So sind später alle pflanzentypischen Merkmale wie, Aufbau der Blüten und die Ausprägung der Blattform gut zu erkennen. Durch das Pressen und Trocknen werden die Pflanzen haltbar gemacht.

  • Zum Pressen und Trocknen der Pflanzen verwendet man gewöhnlich Pflanzenpressen, die gebrauchsfertig oder auch als Bausatz zum Kauf angeboten werden. Leider sind solche Pflanzenpressen recht teuer (um 100 Euro und mehr) und binden Sie außerdem beim Anlegen Ihres Herbariums an das Pressformat, sodass sie - je nach gewählter Größe Ihrer Pflanzenpresse - für größere Pflanzen oder Pflanzenteile nicht geeignet ist und Sie mehrere Pflanzenpressen kaufen müssen.
  • Einfacher lassen sich Pflanzen konservieren, wenn Sie sie zwischen mehrere Bögen Zeitungspapier (oder ein anderes saugfähiges Papier) und zwei passend große Holzbretter legen. Um genug Druck auszuüben, wird das obere Brett anschließend beschwert, beispielsweise mit schweren Büchern oder Steinen. Durch Zwischenlagen aus Papier können auf diese Weise auch mehrere Pflanzen gleichzeitig gepresst werden.
  • Auch der Bau eigener Pflanzenpressen ist mit einem Minimum an handwerklichem Geschick möglich. Dazu werden zwei stabile Holzbretter passend zugesägt und die Kanten abgeschliffen. Anschließend werden die Bretter aufeinandergelegt, fixiert (Schraubzwinge) und mit der Bohrmaschine an allen vier Ecken durchbohrt.
  • Geschlossen wird Ihre selbst gebaute Blumenpresse später durch Schrauben und Flügelmuttern. Die Holzbretter können natürlich - ganz individuell - dekoriert und bemalt werden und sollten mit Klarlack vor Feuchtigkeit geschützt werden.
  • Das Trocknen von Pflanzen im Backofen hingegen hat sich als nicht empfehlenswert herausgestellt. Da der Pflanze hierbei nur die Feuchtigkeit entzogen wird, ohne sie zu pressen, behält sie zwar Ihre natürliche Form, jedoch fallen Blütenblätter und kleinere Pflanzenteile im getrockneten Zustand schnell ab.
  • Auch für das Pressen und Trocknen von Pflanzen in Pflanzenpressen empfiehlt es sich nicht, die Pressen in die Sonne oder auf einen Heizkörper zu legen, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Durch das Einwirken von Hitze können sich die Blumen regelrecht zu schmoren beginnen, wodurch sich Pflanzenteile verformen und Farben verändern, sodass Sie den Fund dadurch unbrauchbar machen.

Viel Spaß beim Anlegen Ihres eigenen Herbariums!

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