Alle Kategorien
Suche

Pflanzen für den Balkon - die perfekte Auswahl

Pflanzen müssen einige Eigenschaften aufweisen, damit sie für den Balkon geeignet sind. Vorrangig geht es um die Wuchshöhe, den ausdauernden Blütenreichtum, schnelles Wachstum und die Pflegearmut. Daneben sind oft auch Ranken bei Balkonpflanzen gewünscht oder die Aussicht auf verwertbare Früchte.

Während der Blütezeit verschwinden die Pflanzkästen oft unter einem Blumenteppich.
Während der Blütezeit verschwinden die Pflanzkästen oft unter einem Blumenteppich.

Selbstversorgende Balkonpflanzen gibt es nicht

Auch wenn Pflanzgefäße oder Balkonkästen über Vorratsbehälter verfügen, können Sie Ihre Balkonpflanzen nicht sich selbst überlassen. Ein Mindestmaß an Pflege sorgt dafür, dass die Stauden gesund aussehen und sich mit einem Blütenmeer bei Ihnen bedanken. Regelmäßige Düngergaben und das Entfernen abgestorbener Pflanzenteile sind neben der Wasserversorgung Pflicht.

Die Standortansprüche der Pflanzen beachten

Auf den Namensschildchen der Balkonblumen finden Sie neben den Angaben zur Wuchshöhe und Blütezeit auch Symbole zum Lichthunger. Für einen Standort, der direkt nach Norden liegt, dürfen Sie keine Stauden wählen, die volle Sonne beanspruchen. Sie werden dann nicht oder nur sehr spärlich wachsen und blühen und machen Ihnen daher wenig Freude. Als halbschattig wird ein Balkon bezeichnet, der nur wenige Stunden am Tag Sonne abbekommt. Balkonpflanzen für diesen Standort sind mit einem schwarz-weißen Kreislogo versehen.

Kübelpflanzen für den Balkon 

Haben Sie reichlich Platz, können Sie auch an andere Pflanzgefäße als den Balkonkasten denken. Stauden in Pflanzkübeln dürfen dann auch höher werden, es blühen aber nur wenige ganzjährig. Kübelpflanzen müssen meist in einem frostfreien Raum überwintern. Sie sind, im Gegensatz zu vielen anderen Balkonblumen, mehrjährig. Ein Klassiker dieser Gattung ist der Oleander. Er bietet Sichtschutz, ist pflegeleicht und verträgt Halbschatten. Eine attraktive Alternative ist die giftige Engelstrompete. Sie ist deshalb von Kindern und Tieren fernzuhalten. Zudem stellt die Engelstrompete hohe Ansprüche an die Wasserversorgung. Beide Pflanzen eignen sich ebenfalls für die Terrasse.

Frühblüher in Balkonkästen 

Wenn Sie nicht warten möchten, bis die Sommerblumen blühen, haben Sie die Option, Ihre Balkonbepflanzung in Etappen anzulegen. Sind die früh blühenden Sorten verblüht, geben Sie frische Erde in die Pflanzgefäße und wechseln die Pflanzen aus. Als sehr anspruchslos für jeden Standort erweist sich das Stiefmütterchen. Sie können gleich hochwachsende Stauden dazwischenmischen. Ein Vorschlag wäre hier das Hornveilchen oder die Primel. Möchten Sie Blumenzwiebeln im Frühling blühen sehen, müssen Sie diese schon im Herbst einsetzen und vorzugsweise geschützt überwintern. Genannt seien hier Hyazinthen, Tulpen oder Narzissen. Ihr Standort kann auch halbschattig sein.

Zierpflanzen für den Balkon im Sommer

Die Vielfalt des Angebots an Sommerblumen für den Balkon macht eine Entscheidung schwer. Sie sollten sich Pflanzen aussuchen, die gleichzeitig blühen, unterschiedliche und miteinander harmonierende Farben haben und etwa gleich hochwachsen. Dabei können Sie entscheiden, ob Sie Ihre Balkonkästen jährlich neu bepflanzen oder sie mit mehrjährigen Stauden besetzen. Die zuletzt genannte Variante macht weniger Aufwand, hat aber den Nachteil, dass die Pflanzen häufig keinen Frost vertragen und dass sie eventuell nur in einem begrenzten Zeitrahmen blühen. Die Balkone in Bayern sind oft ein Musterbeispiel an Farbenpracht mit einjährigen Blumen. Petunien und Geranien gedeihen in Balkonkästen hervorragend, wenn die Nährstoffversorgung und die Pflege stimmen. Als Hängepflanzen empfehlen sich Fuchsien (schattiger Standort) und Hängelöwenmaul. 

Dankbare Gewächse auch bei weniger Pflege

Weniger anspruchsvoll sind Fächerblume, Goldmarie, Behaarter Zweizahn, oder Dazette (Gelbe Strohblume). Auch Pflanzen mit fleischigen Blättern überstehen Hungerzeiten gut, bringen aber weniger Blüten. Wer oft nicht zu Hause ist, kann sich mit Balkonkästen behelfen, die ein Wasserreservoir haben. Findige Balkongärtner basteln sich gern eine automatische Bewässerung aus Plastikflaschen.

Der Gemüsegarten vor dem Küchenfenster 

Selbstverständlich können Sie auch Nutzpflanzen als Dekoration, Sichtschutz und/oder zur Versorgung pflanzen, wenn es die Verhältnisse erlauben. Es spricht nichts dagegen, Zierstauden und zum Beispiel Tomaten als Kübelpflanzen zu kombinieren. Beachten Sie die Verträglichkeit von Nachtschattengewächsen, manche dürfen sich nicht zu nahe kommen. Schlechte Nachbarn sind in dieser Hinsicht Tomaten und Gurken oder Fenchel.

 

Teilen: