Pfirsichkerne richtig pflanzen

Jeder Pfirsichkern beherbergt genau den Samen für einen Pfirsichbaum. Pfirsichkerne können nicht einfach nach dem Verzehr ausgesät werden, sie müssen vor dem Aussäen stratifiziert werden. Das bedeutet, dass hartschaliges Saatgut, wozu auch der Pfirsichkern zählt, einer Kälteperiode ausgesetzt werden muss, um eine Keimung vor Wintereinbruch zu verhindern und sie pflanzen zu können.

  1. Zum Stratifizieren legen Sie die Pfirsichkerne im Spätherbst im Wechsel mit feuchtem Kies oder Sand, schichtweise, wobei eine Schicht etwa die Stärke eines Kerns haben sollte, in ein Fass oder Holzgefäß. Bis zum Ende des Winters, also ein paar Monate lang, werden die Kerne so frostfrei gelagert. Durch die Feuchtigkeit quellen die Kerne auf und die harte Schale öffnet sich und wird auf die Keimung vorbereitet.
  2. Die so vorbehandelten Kerne können Sie dann im März oder April in ein Saatbeet pflanzen. Pfirsichsorten, die sich besonders zur Anzucht eigenen, sind samenechte Sorten wie der "Kernechte vom Vorgebirge", der "Rote Ellerstädter" und die Sorte "Revita". Diese Sorten sind auch nicht so anfällig für Schädlinge.
  3. Den Standort im Garten sollten Sie gut auswählen. Ideal wäre ein Platz in voller Sonne aber windgeschützt und in durchlässiger Erde, am besten einem Humus-Sand-Gemisch. Am besten gedeihen Pfirsichbäume übrigens in Gebieten, in denen Wein angebaut wird. Während der Wachstumsphase benötigt die junge Pflanze reichlich Wasser und Nährstoffe, am besten Kompost. Das ist besonders kurz vor der Ernte wichtig.
  4. Das Substrat, in welches der Baum gesetzt wird, und auch der Standort sind entscheidend für einen gesunden und kräftigen Wuchs und vor allem für die Qualität der Früchte. Im Winter sollten Sie junge Bäume mit einem Winterschutz versehen, z. B. aus Reisig und Laub. Nun steht einer reichen Ernte nichts mehr im Wege.

Übrigens ist ein Pfirsichbaum in voller Blüte ein echter Hingucker.