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Pfingstrosen züchten - so klappt's

Pfingstrosen blühen in Rosa- oder Rottönen, manche Sorten auch in Weiß oder Gelb. Sie sind sehr langlebig und entwickeln ihre ganze Schönheit im Laufe von Jahrzehnten.

Pfingstrosen blühen jedes Jahr fleißiger.
Pfingstrosen blühen jedes Jahr fleißiger.

Pfingstrosen haben eine lange Lebensdauer

Am meisten verbreitet sind bei uns von den Pfingstrosen die Echte Pfingstrose oder Paeonia officinalis, die auch als Bauern-Pfingstrose oder Gemeine Pfingstrose bezeichnet wird, und die Chinesische Pfingstrose, die Paeonia lactiflora. Die Echte Pfingstrose stammt aus Europa und war bereits in der Antike bekannt und beliebt. Die Chinesische Pfingstrose stammt dagegen, wie ihr Name schon sagt, aus Asien und ist inzwischen in vielen Züchtungen mit ganz unterschiedlichen Blütenformen erhältlich.

  • Pfingstrosen blühen von Mai bis Juni mit vielen großen Blüten, die bis zu zwölf Zentimeter groß werden können. Die ganze Pflanze wird normalerweise etwa einen bis eineinhalb Meter hoch. Ihren Namen erhielt sie von dem Heilgott Paieon, der laut griechischer Mythologie den von Herakles verletzten Hades mit den Wurzeln einer Pfingstrose behandelte.
  • Suchen Sie für Ihre Pfingstrosen möglichst einen sonnigen, zumindest aber halbschattigen Standort im Garten aus. Der Boden sollte dort locker und nährstoffreich sein. Überlegen Sie gut, wo die Pflanze stehen soll, denn ein Umpflanzen verträgt sie oft nur schlecht.
  • Die beste Zeit, um Pfingstrosen zu pflanzen, ist im Herbst, am besten schon im September, damit die neue Pflanze vor Einbruch des Winters gut wurzeln kann. Graben Sie das Pflanzloch doppelt so groß wie nötig, damit Sie es mit etwas Kompost und einer kleinen Menge Hornspänen auffüllen können.
  • Setzen Sie den Strauch so, dass sich die Veredelungsstelle mindestens zehn Zentimeter unter der Erdoberfläche befindet. Das ist deshalb wichtig, weil die Unterlage für die Veredelung nach einiger Zeit abgestoßen wird und bis dahin muss das aufgesetzte Edelreis eigene Wurzeln gebildet haben.
  • Gießen Sie die Pflanze mäßig, jedoch verstärkt während der Blütezeit, damit sie ausreichend Wasser für die Blütenbildung hat.
  • Pfingstrosen brauchen einige Zeit, um sich zu entwickeln, daher blühen sie meistens erst so richtig nach zwei bis drei Jahren. Zum Ausgleich hierfür können sie aber sehr alt werden.
  • Besonders die Sorten mit den gefüllten Blüten können leicht brechen, wenn die Blüten für die Zweige zu schwer werden, deshalb sollten Sie sie rechtzeitig abstützen. Größere Pflanzen sollten Sie im Winter locker zusammenbinden, damit sie bei einer größeren Schneelast nicht brechen.
  • Außerdem sollten Sie eine neue Pflanze im ersten Winter im Wurzelbereich gegen Frost schützen. Diese Schutzschicht sollte jedoch im Frühjahr wieder entfernt werden.
  • Verwelkte Blüten können Sie abschneiden, damit die Pflanze ihre ganze Kraft für die Bildung neuer Blüten nutzen kann und sie nicht für die Bildung von Samen aufbraucht.
  • Eine Pfingstrose können Sie vermehren, indem Sie im Frühling oder im Herbst die Wurzel vorsichtig mit einer Grabgabel ausgraben, dann mit einem scharfen Messer in mehrere Teile schneiden und diese wieder einpflanzen. Achten Sie aber darauf, dass jedes Teilstück genügend Wurzeln hat und nehmen Sie auch etwas von der alten Erde mit an die Stelle, wo Sie die Pfingstrose neu einpflanzen möchten.

Pfingstrosen eignen sich sehr gut als Schnittblumen für die Vase. Sie können einige Stiele vom Strauch abschneiden, wenn die Blütenknospen die Farbe der späteren Blüte angenommen haben. Sie öffnen sich in der Vase und halten bis zu zehn Tage.

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