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Pferdegehirn - Informatives

Das Pferdegehirn gleicht in der Anatomie dem anderer Säugetiere. Wird ein Bereich der Gehirnareale verletzt oder zerstört, kommt es zu entsprechenen Ausfallerscheinungen. Es ist für Sie nicht schwierig, den Aufbau und die Funktionen zu erlernen.

Das Gehirn vom Pferd kennenlernen.
Das Gehirn vom Pferd kennenlernen.

Aufbau vom Pferdegehirn

Das Pferdegehirn liegt in dem stark verknöcherten Hirnschädel, der im Vergleich zum Gesichtsschädel sehr klein ist. Beachten Sie, dass an der Stelle, wo sich beide Schädelknochen treffen, das Stirnbein aus zwei Wänden besteht und durch die Stirnhöhle mit Luft gefüllt ist.

  • Sehen Sie sich das Gehirn vom Pferd an, wird Ihnen auffallen, dass es eine Größe von zwei Fäusten hat, ungefähr 500 bis 700 g wiegt und es im Verhältnis zum menschlichen Gehirn nur ein Drittel von dessen Gewichtes umfasst. Es wird durch ein Netzwerk von Blutgefäßen, die sich in der weichen Hirnhaut befinden, versorgt.
  • Obwohl das Gehirn aus einer zusammenhängenden Masse aus Nervengewebe besteht, unterteilen Sie es in sechs Hauptteile. Merken Sie sich, dass sie sich in ihrem Aufbau unterscheiden und ihnen bestimmte Funktionen zugesprochen werden.
  • Das verlängerte Mark, von Ihnen auch Medulla oblongata genannt, schließt sich unmittelbar an das zwei Meter lange Rückenmark an. Es wird von sensiblen und motorischen Fasern durchzogen, die zu höheren Gehirnteilen aufsteigen oder von diesen absteigen. Diese durchziehenden Nervenfasern bilden die "weiße Substanz". Der größte Teil der durchziehenden motorischen Bahnen kreuzt in Höhe der Medulla oblongata auf die andere Seite hinüber, wodurch sich erklärt, warum eine Gehirnhälfte des Pferdes jeweils die gegenüberliegende Körperhälfte steuert und Impulse, die aus der rechten Hälfte vom Pferdegehirn kommen zur linken Körperhälfte ziehen.
  • Wenn Sie sich das verlängerte Mark genauer anschauen, wird Ihnen auffallen, dass direkt darüber und vor ihm die Brücke liegt, die sich auch aus weißer und grauer Substanz zusammensetzt. Die hier gebildeten Faserzüge kreuzen sich hier und ziehen zum Kleinhirn.
  • Das Mittelhirn vom Pferdegehirn, das zusammen mit verlängertem Mark und Brücke den Hirnstamm bilden, finden Sie unter der Basis des Großhirns. Das neben der weißen aus grauer Substanz bestehende Gehirn enthält den roten und schwarzen Kern.
  • Das Kleinhirn ist mit dem Hirnstamm über die Brückenarme verbunden. Es besteht aus zahlreichen Windungen, wobei die Kleinhirnrinde aus grauer und das Kleinhirnmark aus weißer Substanz besteht. In der Mitte des Kleinhirns liegen mehrere Kerne.
  • Ein weiterer Teil vom Pferdegehirn ist das Zwischengehirn, zu dem auch der Thalamus, von Ihnen auch Sehhügel genannt, und der Hypothalamus gehört. Es liegt zwischen Großhirn und Hirnstamm und besteht aus grauer Substanz.
  • Wie Sie sich denken können, macht den weitaus größten Teil des Gehirns das Großhirn aus. Die graue Substanz besteht aus Nervenzellkörpern, die weiße Schicht aus Nervenfasern. Es wird durch eine tiefe Längsspalte in zwei Hälften unterteilt, die durch einen Balken miteinander verbunden sind. Die Gehirnoberfläche vergrößert sich durch viele Windungen und Furchen.
  • Die im Großhirn befindlichen vier Hohlräume, die Sie auch Hirnkammern nennen, sind mit Flüssigkeit, den Liquor, gefüllt. Diese Flüssigkeit schützt nicht nur das Pferdegehirn, sondern auch das Rückenmark.

Funktionen der Gehirnteile kennenlernen

  • Das verlängerte Mark enthält nicht nur durchziehende Nervenfaser, sondern auch wichtige Kerne. Es ist wichtig für Sie zu wissen, dass es sich bei den Kernen um "graue Substanz" handelt, die aus einer Anhäufung von Nervenzellkörpern besteht und für den Stoffwechsel, die Atmung, den Herzschlag, die Blutgefäßweite und die Reflexe wie das Schlucken zuständig sind. Die in der aufliegende Brücke enthaltenen Brückenkerne sind Schaltstationen für die Bahnen, die die Großhirnrinde mit dem Kleinhirn verbindet.
  • Das zum Hirnstamm gehörende Mittelhirn ist der kleinste Hirnabschnitt vom Pferdegehirn. Der darin befindliche rote und schwarze Kern sind das Zentrum der Bewegung. Beachten Sie, dass die Kerne des Kleinhirns das Kontrollzentrum der Motorik sind, wodurch eine in Gang gesetzte Bewegung aus der Großhirnrinde koordiniert und regelmäßig ausgeführt werden kann. Auch die Körperhaltung und der Muskeltonus des Pferdes werden hier gesteuert.
  • Während der Thalamus des Zwischenhirns als unbewusstes Schaltzentrum der allgemeinen Sensibilität wie Schmerz, Temperatur, Berührung, Sehen und Riechen fungiert und diese Impulse zum Großhirn weiterleitet, ist der Hypothalamus ein übergeordnetes Koordinationszentrum der vegetativen Funktionen wie Körpertemperatur, Kreislauf, Wasserhaushalt und Nahrungsaufnahme. Hier werden Hormone gebildet, die an den Hypophysenvorderlappen weitergegeben werden.
  • Jede Großhirnhälfte vom Pferdegehirn wird in vier Lappen unterteilt, die verschiedene Aufgaben erfüllen. So finden Sie im Stirnlappen die motorische Rinde für willkürliche Bewegungen, während der Scheitellappen die sensible Rinde mit Schmerz-, Tast- und Druckempfindungen enthält. Die im Hinterhauptlappen befindliche Sehrinde und im Schläfenlappen liegende Hörrinde ermöglichen das Verarbeiten von Bildern und Geräuschen.
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