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Pfändungskonto richtig nutzen

Schulden zu machen und zu haben stellt für keine Person eine schöne Sache dar. Unangenehm sind in diesem Zusammenhang auch Pfändungsbeschlüsse, unter anderem vom eigenen Girokonto. Um dies zu verhindern, können Sie jedoch ein Pfändungskonto beantragen.

Das Girokonto vor einer Pfändung schützen.
Das Girokonto vor einer Pfändung schützen.

Was ein Pfändungskonto ist

Ein Pfändungskonto ist ein normales Girokonto, auf das der Lohn, Sozialleistungen und die Rente überwiesen werden können.

  • Ebenfalls können anhand dieses Pfändungskontos regelmäßig anfallende Zahlungen vorgenommen werden, zum Beispiel der Strom, die Miete, Versicherungen usw. Wenn Sie ein Pfändungskonto haben möchten, dann könnten Sie problemlos Ihr bestehendes Girokonto in ein Pfändungskonto umwandeln lassen.
  • Dies bedeutet, dass Sie keine Änderung Ihrer Bankverbindung in Kauf nehmen müssen, was normalerweise einige Mühe und großen Zeitaufwand mit sich bringt. Schließlich müssten Sie allen Zahlungsempfängern, die eine Einzugsermächtigung besitzen, Ihre neue Bankverbindung mitteilen.
  • Die Besonderheit des Pfändungskontos besteht darin, dass ein gesetzlich definierter Betrag, der für das Fortführen des Existenzminimums gedacht ist, pfändungsfrei ist. Über diesen Betrag wacht sozusagen das Kreditinstitut und darf innerhalb dieses Betrages keine Pfändungen durchführen.

Den pfändungsfreien Betrag des Girokontos erhöhen

Sollten Sie abgesehen von Ihrem Gehalt noch Sozialleistungen beziehen, zum Beispiel Kindergeld, dann kann der pfändungsfreie Betrag, der gesetzlich festgelegt wurde, erhöht werden.

  • Damit dies vom Kreditinstitut beachtet werden kann, muss die Erhöhung des pfändungsfreien Betrages auf dem Vollstreckungsgericht beantragt werden.
  • Sollten Sie anderen Personen gegenüber unterhaltspflichtig sein (Kinder, Ehegatte usw.), dann können Sie den pfändungsfreien Betrag nochmals erhöhen lassen. Auch in diesem Fall hat der Gesetzgeber feste Beträge definiert.
  • Der so entstehende pfändungsfreie Betrag auf Ihrem Pfändungskonto darf nicht gepfändet werden, sondern steht Ihnen zum Bestreiten Ihres Lebens zur freien Verfügung und dies pro Monat.
  • Im Detail bedeutet diese Aussage, dass überschüssiges Geld auf den nächsten Monat übertragen werden muss, so dass Sie theoretisch in der Lage sind, Geld zu sparen. Sie müssen daher keine Angst haben, dass der nicht benötigte Betrag an Ihre Gläubiger überwiesen wird.
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