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Pfändungsgrenze - so rechnen Sie aus, was Ihnen zusteht

Wenn die Finanzen etwas durcheinander geraten sind, ist es sinnvoll wenn Sie darüber informiert sind, wie hoch die Pfändungsgrenze ist. Bei Ratenzahlungen, speziell an mehrere Gläubiger, können Sie leicht den Überblick verlieren. Dadurch entstehende Unannehmlichkeiten können Sie vermeiden, wenn Sie die Pfändungsfreigrenze kennen.

Mit der Pfändungstabelle die Pfändungsgrenze ablesen.
Mit der Pfändungstabelle die Pfändungsgrenze ablesen.

Was Sie benötigen:

  • Internet oder
  • Rechtsberatungsstelle der Stadt oder Gemeinde

Hier bekommen Sie Tabellen zur Berechnung der Pfändungsgrenze

  • Der einfachste Weg an Tabellen zur Pfändungsgrenze zu kommen, ist das Internet. Unter der Seite "Sozialleistungen.info" finden Sie Tabellen von 2005 bis 2011.
  • In Ihrer Stadt oder Ihrer Gemeinde, gibt es eine kostenlose Rechtsberatung für solche Angelegenheiten. Erkundigen Sie sich nach der für Ihren Wohnort zuständigen Dienststelle beim Bürgerbüro. Dort kann man Ihnen Auskünfte über die Pfändungsfreibeträge geben.

So lesen Sie Tabellen zur Pfändungsgrenze

  • Die Pfändungsgrenze wird nach dem sogenannten "Bereinigten Nettolohn" berechnet. Es wird also nicht der reine Nettolohn eines Monats berechnet.
  • Zugezählt werden dem reinen Nettolohn noch jeweils fünfzig Prozent des Urlaubsgeldes und fünfzig Prozent des Weihnachtsgeldes. Eben so werden vermögenswirksame Leistungen und Zulagen dem realen Nettolohn zugezählt. Die Pfändungsfreigrenze wird somit über das gesamte Jahr berechnet.
  • Unter Zulagen werden zum Beispiel Nachtzuschläge, Überstundenprozente oder Wochenendpauschalen verstanden.
  • Bevor Sie in der Tabelle nach der Summe suchen, die Ihren monatlichen Nettolohn ausmacht, müssen Sie Ihren Nettolohn also erst bereinigen. Das Wort bereinigen klingt eher danach, dass eine Summe abgezogen wird. In diesem Fall wird sie jedoch auf den Nettolohn aufgerechnet.
  • Teilen Sie das Urlaubsgeld und das Weihnachtsgeld durch zwei. Die nun erhaltene Summe teilen Sie noch einmal durch zwölf. Diese Summe müssen Sie nun Ihrem Nettogehalt zuschlagen.
  • Wenn Sie nur zu bestimmten Zeiten im Jahr Überstunden, Nachtarbeit oder Ähnliches haben, dann müssen Sie diese Gelder genau wie das Weihnachtsgeld und das Urlaubsgeld auf das Jahr komplett umrechnen und dann auf den Nettolohn zuschlagen.
  • Alle diese Zahlen zusammen ergeben Ihren monatlichen Pfändungsfreibetrag.
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