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Petersilien richtig pflegen - so geht's

Petersilien gehören zu den beliebtesten und häufigsten Gewürzpflanzen in Deutschland. Hierbei unterscheidet man zwischen Wurzel- und Blattpetersilie. Die Blätter können sowohl kraus als auch glatt sein, wobei die krausen Sorten eher als Dekoration und die glatten als Beilage zu Suppen und anderen Gerichten verwendet werden. Die Pflege der Petersilien ist relativ unproblematisch.

Petersilien sollten in Maßen genossen werden.
Petersilien sollten in Maßen genossen werden.

Hinweise zur Pflege der Petersilien

  • Petersilien finden auch in einem noch so kleinen Garten Platz. Dieses gesunde Kraut sollte eigentlich in keinem Garten fehlen. Beim Kauf von Petersilienpflanzen sollten Sie darauf achten, dass die Pflanze keine welken Blätter aufweist und bei Samen ist wichtig, dass die Samentütchen trocken und nicht beschädigt sind, weil das die Keimfähigkeit beeinträchtigen könnte. Die Samen oder Pflanzen bekommen Sie beim Discounter oder in Gartencentern und Baumärkten. Zudem können Sie die Samen auch über verschiedene Onlineshops im Internet beziehen.
  • Der Standort für Petersilien kann sonnig bis halbschattig sein. Am besten eignet sich für die Pflanzen ein nährstoffreicher Lehmboden. Er muss feucht gehalten werden, allerdings ist Staunässe zu vermeiden. Gedüngt werden müssen Petersilien in der Regel nicht.
  • Im Garten ausgesät werden kann Petersilie vom Frühjahr bis zum Spätsommer. Nach 2-4 Wochen keimen die Samen. Zeigen sich die ersten Blätter, können Sie die Pflänzchen in einem Abstand von 25 cm vereinzeln. Wenn die Sämlinge dann kräftig genug sind, können sie an ihren endgültigen Standort im Garten verpflanzt werden. Geerntet werden können die Blätter bereits im ersten Jahr, den ganzen Sommer über.
  • Die Haltung der Petersilie im Topf ist etwas schwieriger. Fertige Pflanzen z. B. vom Discounter sollten Sie an einen sehr hellen aber nicht voll sonnigen Platz, am besten am Fenster, stellen. Das Substrat muss feucht gehalten werden aber darf auf keinen Fall nass sein. Falls sich im Untersetzer Wasser gesammelt hat, sollten Sie dieses immer sofort entfernen. Alle 1-2 Wochen können Sie die Pflanzen mit Flüssigdünger über das Gießwasser versorgen.
  • Werden die Blätter der Petersilien gelb, kann das auf einen zu sauren Boden hindeuten. Durch die Zugabe von Kalk können Sie dieses Problem schnell lösen. Petersilien sind auch anfällig für Pilzkrankheiten, die bei den betroffenen Pflanzen zur Wurzelfäule führen. Auch bei Schnecken steht die Petersilie auf der Speisekarte. Hier können Sie evtl. durch Ausbringen von Schneckenkorn Abhilfe schaffen.

Verwechslungsgefahr und Überdosierung mit dem Gewürzkraut

  • Die Petersilie kann leicht mit der extrem giftigen Hundspetersilie, auch Gartenschierling genannt, verwechselt werden, einem Gartenunkraut. Um sicherzugehen, können Sie mit Handschuhen einige Blätter zwischen den Fingern zerreiben, die Hundspetersilie verbreitet dabei einen unangenehmen Geruch. Zudem trägt sie weiße Blüten im Gegensatz zur echten Petersilie, deren Blüten grüngelblich sind. Wenn das giftige Kraut in Ihrem Garten in großen Mengen vorkommt, ist es ratsam, nur krause Petersilien anzupflanzen, um derartige Verwechslungen zu vermeiden.
  • Eine Überdosierung des in den Samen der Petersilie enthaltenen Stoffes Apiol kann zu Nierenreizungen und Herzrhythmusstörungen führen. Auch Schwangere sollten Petersilie nur in Maßen zu sich nehmen, da es bei zu großen Mengen zu Fehlgeburten kommen kann. Im Altertum wurden die Samen bereits zur Abtreibung eingesetzt, wo durch die hohe Dosierung oft auch die Mutter verstorben ist.
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