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PE - Recycling von Kunststoffabfällen

Kunststoffe sind wertvolle Rohstoffe, die dem Recycling zugeführt werden sollten. Da PE in großen Mengen verwendet wird, ist die Rückgewinnung bei diesem Stoff besonders wichtig. Diese ist oft zwar technisch möglich, aber nicht immer wirtschaftlich umsetzbar. Insgesamt sind Polyethylene aber einfach zu recyceln.

Was wird aus PE?
Was wird aus PE?

Wissenswertes zu PE

  • PE, also Polyethylen, hat die chemische Formel C2H4. Die Formel gibt die sogenannte Wiederholeinheit wieder, weil diese Gruppe in unterschiedlichen Anordnungen aneinandergereiht wird.
  • Der Kunststoff brennt gut und rückstandsfrei. Bei der Verbrennung entstehen lediglich CO2 (Kohlendioxid) und  H2O (Wasser). Das Material kann aus dem nachwachsenden Rohstoff Alkohol gewonnen werden. Ein Recycling ist also nur unter dem Aspekt der Energieersparnis sinnvoll.
  • Ohne Zusätze ist PE milchig trüb, also transluzent. Es lässt Licht durchscheinen, ist aber nicht durchsichtig. Die üblichen Handelsnamen lauten Hostalen, Lupolen, Spectra oder Trolen. Aus dem Material werden Spielwaren, Mülltonnen, Vorratsdosen, Trinkwasserrohre, Folien, zum Beispiel Tiefkühlbeutel, Kabelummantelungen und Beschichtungen von Verbundverpackungen hergestellt.
  • PE gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich durch die Länge der Ketten und der Anzahl der Verzweigungen unterscheiden, in denen die C2H4-Gruppen angeordnet werden. PE-HD (HDPE) ist schwach verzweigt und hat eine hohe Dichte. PE-LD (LDPE) ist stark verzweigt und hat eine geringe Dichte, PE-LLD (LLDPE) hat nur kurze Verzweigungen und ebenfalls eine niedrige Dichte. PE-HMW ist hochmolekulares Polyethylen und PE-UHMW ultrahochmolekulares Polyethylen.
  • Diese unterschiedlichen Ausführungen stellen auch bei ungefärbtem PE beim Recycling ein Problem dar. Denn optimalerweise sollte das Material sortenrein und sauber verarbeitet werden. Die Reinigung ist zwar mit Aufwand verbunden, im Vergleich zum Sortieraufwand aber verschwindend gering.

Recycling von Polyethylen

Fragen Sie sich auch manchmal, was aus den gesammelten Wertstoffen wird? Es kommt in erster Linie darauf an, ob ausreichende Mengen anfallen, die einen Recyclingaufwand lohnend machen. Da PE viel verwendet wird, lohnt sich das Recycling dieses Kunststoffs. Andere Kunststoffe fallen in Mengen an, bei denen der Aufwand durch Reinigung und Sortierung zu groß ist. Prinzipiell gibt es drei Arten der Verwertung: materielles Recycling, rohstoffliches Recycling und Energie-Rückgewinnung. Bei PE werden nur zwei der drei Methoden angewendet.

  • Das materielle Recycling ist häufig ein sogenanntes Downcycling. Das PE wird nicht streng nach Sorten sortiert und entweder direkt oder nach einer Granulierung zu neuen PE-Produkten verarbeitet, für deren Produktion geringwertiges PE ausreicht. Material aus Haushalten wird in der Regel diesem Prozess zugeführt. Die Methode kann zum Beispiel die Baukosten von Straßen senken, wenn das Granulat dem Straßenbelag zugeführt wird. Manchmal werden auch nutzlose Produkte gefertigt, die nicht oder nicht in den produzierten Mengen benötigt werden. Da der Rohstoff, gemischte PE-Abfälle im Übermaß vorhanden ist, werden daraus zum Beispiel Pflanzkübel gefertigt, obwohl kein ausreichender Bedarf vorliegt. Stanzabfälle aus der Industrie werden dagegen zu sortenreinen und hochwertigen Granulaten verarbeitet, aus denen ähnliche Erzeugnisse entstehen, wie aus neu synthetisiertem PE.
  • Das rohstoffliche Recycling, also das chemische Zerlegen, lohnt sich bei dem einfachen chemischen Aufbau von PE nicht. Dieses Verfahren wird bei Polyester (zum Beispiel PET), Polyamide, Polyurethane und Polycarbonat verwendet. Da bei dieser Methode die Kunststoffe nicht sortiert werden müssen, wird auch PE zu einem geringen Anteil auf diese Art umgewandelt. Reines PE wird dem materiellen Recycling zugeführt, statt es chemisch zu zersetzen.
  • Da PE sich bei der Verbrennung in Wasser und Kohlendioxid aufspaltet, wird es auch oft in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Dies geschieht aber eher in unsortierter Form, das heißt, es wird zusammen mit anderen verschmutzten Kunststoffen unter großem Aufwand verbrannt. Die aufwendigen Verfahren werden nicht wegen des PEs notwendig, sondern wegen der anderen Kunststoffe, die im Hausmüll enthalten sind.

Wie Sie aus den Ausführungen erkennen können, wird PE meist zu Granulaten unterschiedlicher Qualität recycelt, aus denen ähnliche Gegenstände hergestellt werden wie aus reinem, neu synthetisiertem PE.

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