Instrumente als Software für den PC werden oft als virtuelle Instrumente bezeichnet und bestehen aus einem Programm und einer zugehörigen Samplelibrary, in der die verschiedenen Klänge, die das Instrument produzieren kann, aufgenommen und gespeichert worden sind. Rein synthetische Instrumente wie Synthesizer können auf diesen Teil verzichten, wenn die Klänge nur aus Algorithmen heraus erzeugt werden.

Virtuelle Musikinstrumente am PC - das müssen Sie beachten

  • Es gibt eine Vielzahl an Herstellern, die Ihnen viele verschiedene Musikinstrumente anbieten, zu den bekannten zählen Native Instruments, Vienna Symphonic Library, Quantum Leap und viele mehr.
  • Basiert das Instrument auf Samplen, d. h. auf real aufgenommenen Klängen des Instrumentes, können Sie vom Umfang auf die Qualität des Instrumentes schließen. Denn je mehr verschiedene Klänge aufgenommen worden sind (verschiedene Tonhöhen, Lautstärken, Anschlagvarianten), umso natürlicher und echter klingt das Instrument.
  • Auch wenn die Software am PC meist nur relativ klein ist, so können die Samplelibraries, wenn Sie mehrere Instrumente anschaffen, schnell groß werden, brauchen dafür also große und auch schnelle Festplatten. Außerdem sollte Ihr Arbeitsspeicher ausreichend groß werden, damit viele Instrumente vorgeladen werden können.
  • Virtuelle Musikinstrumente gibt es als Plug-ins (VST, RTAS etc.), die Sie in Ihrem Sequencer-Programm am PC laden können, sowie oft auch als Standaloneplayer.
  • Als Eingabeinstrument empfiehlt sich die Anschaffung eines MIDI-Keyboards.

So produzieren Sie mit Software-Instrumenten Musik

  1. Legen Sie ein neues Projekt in Ihrem Sequencer-Programm (z. B. Cubase oder Samplitude) an.
  2. Erstellen Sie nun eine neue (virtuelle) Instrumentenspur.
  3. Laden Sie darin das (meist VST-) Plug-in Ihres Musikinstrumentes und wählen das entsprechende Instrument aus.
  4. Nehmen Sie nun MIDI-Daten auf, indem Sie diese z. B. mit einem MIDI-Keyboard einspielen. Dabei erklingen die Klänge des Instrumentes. Alternativ können Sie auch meistens in einem MIDI-Editor innerhalb des Sequencer-Programmes die einzelnen Töne einzeichnen.
  5. Haben Sie die Harmonien und Melodien aufgezeichnet, können Sie weitere Effekte wie bei normalem Audio-Material hinzufügen und die Spuren ganz normal abmischen.
  6. Zum Schluss erzeugen Sie aus dem Gesamtergebnis eine Audio-Datei, z. B. als *.wav oder *.mp3.

Virtuelle Musikinstrumente ermöglichen es, viele Musikstücke leicht ein wenig durch weitere Instrumente aufzupeppen, ohne gleich weitere Musiker oder gar ein Orchester zu benötigen. Es erfordert zwar einiges an Einarbeitungszeit und Feintuning, kann dann aber zu sehr schönen Ergebnissen führen.