PC schneller machen - so funktioniert´s

Der Austausch einer einzelnen Komponente kann den PC bereits viel schneller machen. Der Austausch einer einzelnen Komponente kann den PC bereits viel schneller machen.
Ihr Computer scheint Ihnen zu langsam zu sein? Sie haben bereits alle Register gezogen beim Software-Tuning? Nicht immer muss jetzt ein neuer Rechner her. Erkennen Sie die Schwachstelle Ihres PCs und tauschen Sie einfach diese Komponente aus und machen Sie Ihren Rechner damit um einiges schneller.
Daniela Reimer
02.12.2010 Daniela Reimer
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Computer
  • Schraubendreher
  • Austauschkomponente

Auch wenn ein Computer in der heutigen Zeit schon fast in jeden Haushalt gehört, so ist noch immer das Innenleben eines Rechners für die meisten Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei ist der Austausch einer einzelnen Komponente gar nicht so schwierig. Dennoch: sollten Sie sich den Umbau der Komponenten nicht zutrauen, überlassen Sie dies besser einer Fachwerkstatt, denn oftmals erlischt mit dem Öffnen des Gehäuses die Garantie für das Gerät. Dennoch hilft Ihnen diese Anleitung die Schwachstelle des PCs zu ermitteln und sich nach einer entsprechenden Ersatzkomponente umzuschauen, durch deren Austausch Sie den PC um einiges schneller machen. 

Was macht den Computer schneller?

  • Ein PC besteht im Inneren des Gehäuses aus mehreren Komponenten, wobei vier davon maßgeblich für die Geschwindigkeit des Rechners sind. Dies sind: Prozessor (die Herzstück, die eigentliche Recheneinheit), Arbeitsspeicher (das „Kurzzeitgedächtnis“ – sehr schnell aber benötigt dauerhaft Strom), Festplatte (das „Langzeitgedächtnis“ – langsamer, aber dauerhafter Speicher, kann sehr große Mengen an Daten behalten) Grafikkarte (berechnet die Daten, welche die Bilder auf den Monitor bringt – sehr wichtig für Spiele).
  • Das Austauschen einer einzelnen Komponente macht nur dann Sinn, wenn diese im Verhältnis zu den restlichen Bauteilen stark unter dem Leistungsdurchschnitt der restlichen Teile liegt. Zum Beispiel bieten Office-PCs in der Grundausstattung ausreichende bis gute Rechenleistung, haben aber eine sehr klein dimensionierte Grafikkarte.

Ermittlung der PC-Schwachstelle

Es wird davon ausgegangen, dass auf Ihrem Computer Windows Vista oder Windows 7 installiert ist. In beiden Betriebssystemen ist die Systembewertung integriert, die von den  besagten Hardwarekomponenten einen Leistungswert ermittelt. Bei Windows Vista liegt dieser Wert zwischen 1,0 und 5,9, bei Windows 7 zwischen 1,0 und 7,9.

  1. Öffnen Sie die System-Ansicht. Dies geschieht entweder über: Start -> Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> System oder schneller durch die Tastenkombination „Windows-Taste“ + „Druck“.
  2. Unterhalb des großen Windows-Logos erscheint nun die sogenannte Klassifikation. Hinter dem Wert, der für Ihren Rechner ermittelt wurde, finden Sie in blauer Schrift: „Windows-Leistungsindex“. Klicken Sie auf diesen Schriftzug.
  3. Sie sehen nun die detaillierte Auflistung der verschiedenen Hardwarekomponenten. Achtung: die Gesamtwertung ergibt sich nicht aus dem Durchschnitt der Einzelwerte, sondern spiegelt den schlechtesten Wert wieder.
  4. Schauen Sie nun, ob einer der Werte bedeutend niedriger ist als die übrigen. Ist dies der Fall, sollten Sie überlegen diese Komponente auszutauschen oder austauschen zu lassen.

Komponente austauschen, um den PC schneller zu machen

Haben Sie die Schwachstelle aufgedeckt und eine entsprechende Hardware-Komponente erstanden, die Sie austauschen möchten, gehen Sie wie folgt vor.

  1. Sichern Sie zunächst alle Ihre persönlichen Daten auf einem externen Datenträger wie z.B. einem USB-Stick, einer externen Festplatte oder einer CD/DVD. Sollte bei den Umbauarbeiten etwas schief gehen, haben Sie so noch immer Ihre Daten gerettet.
  2. Ziehen Sie alle Kabel von dem PC-Gehäuse ab, achten Sie vor allem auf das Stromkabel. Wenn an dem Netzteil des Computers ein Ein-/Ausschalter ist, stellen Sie diesen auf "aus".
  3. Lösen Sie mit dem Schraubendreher die Schrauben, welche die Seitenwand hält (bei einigen Modellen gibt es Klemmverschlüsse).
  4. Achten Sie darauf, dass Sie sich zunächst erden, bevor Sie fortfahren, da schon die elektrostatische Aufladung des Körpers Schäden an dem Gerät verursachen können (das Berühren einer Heizung bietet sich zum Erden an).
  5. Entfernen Sie die alte Komponente und setzen Sie die neue ein.
  • Grafikkarte: Lösen Sie die Schraube an der Slothalterung, eventuell ist an der Halterung (Slot) eine Verankerung angebracht, die gelöst werden muss.
  • Prozessor: Lösen Sie die Stromversorgung zu dem Prozessorlüfter, an dem Sockel befindet sich ein Kipphebel, der die CPU verankert, dieser muss geöffnet werden. Nun kann der Prozessor gelöst und entfernt werden.
  • Arbeitsspeicher: An beiden Enden befinden sich Plastikverankerungen, die nach außen gedrückt werden müssen, der Arbeitsspeicher löst sich und kann nun entnommen werden.
  • Festplatte: Lösen Sie die Stromversorgung und das Datenkabel der Festplatte, entfernen Sie die Schrauben, die die Platte verankern, die HDD kann nun entfernt werden.

Zum Einbau führen Sie die Schritte entsprechend umgekehrt aus.

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