Was Sie benötigen:
  • zweiter Rechner
  • Brenner
  • CD-Rohling

Wie der Paysafe-Virus bekämpft werden kann

Wenn der Paysafe-Virus sein Werk vollbracht hat und Ihren Desktop mit dem Hinweis bedeckt hält, dass Ihr Rechner nun gesperrt ist und dies auch so lange bleibt, bis Sie eine bestimmte Summe per Paysafe-Card überwiesen haben, können Sie nach dem ersten Schreck etwas gegen diesen Eindringling tun.

  1. Sie benötigen einen zweiten Computer, mit dem Sie sich die rettende Software, die Ihnen eine Neuinstallation Ihres Systems womöglich ersparen wird, herunterladen können.
  2. Brennen Sie dieses Programm nun als ISO-Datei auf einen Rohling. Je nach vorhandenem Betriebssystem gibt es hier individuelle Möglichkeiten.
  3. Legen Sie diese soeben erstellte CD in das Laufwerk des vom Paysafe-Virus befallenen Computers ein.
  4. Booten Sie diesen PC und unterbrechen Sie diesen Vorgang mit der Taste, die Sie in das Boot-Menü gelangen lässt, meistens ist dies die F8-Taste.
  5. Im betreffenden Menü angelangt, legen Sie dort nun fest, dass Ihr Computer beim nächsten Booten zuerst das Laufwerk ansprechen soll.
  6. Beim erneuten Bootvorgang wird nun der Startbildschirm des Rettungsprogramms erscheinen. Drücken Sie nun eine beliebige Taste, um zur Sprachenauswahl zu gelangen, bei der Sie die von Ihnen gewünschte Sprache auswählen können.
  7. Wählen Sie nun die Option "Textmodus", um die Software zu starten. Nach der obligatorischen Bestätigung der Lizenzbestimmungen, können Sie nun im erscheinenden Menü den Punkt "WindowsUnlocker" auswählen und der Paysafe-Virus wird durch die Software entfernt.
  8. Erscheint nun die Meldung "erfolgreich geöffnet", gelangen Sie durch das Betätigen der "Enter-Taste" in ein abschließendes Menü, in welchem Sie wählen können, ob Sie Ihre Festplatte auf weitere Schädlinge untersuchen lassen wollen oder den Rechner neu starten. Wenn Sie den Computer im Anschluss neu starten, werden Sie wieder vollen Zugriff auf Ihre Benutzeroberfläche haben. Der Paysafe-Virus wurde von Ihrem PC entfernt.

So kommt die erpresserische Software auf Ihren Rechner

  • Auch wenn Sie Ihren Computer noch so gut geschützt haben und sich auch niemals auf Internetangebote begeben, bei denen man von vornherein vermuten könnte, sich schadenbringende Programme unwissentlich auf den Rechner zu ziehen, sind Sie nie zu 100 % geschützt. Der Paysafe-Virus, der seinen Namen daher bekommen hat, weil er eine Paysafe-Zahlung fordert, um Ihren PC danach wieder zu entsperren, kommt durch das kleinste Sicherheitsloch - ein zu lange hinausgezögertes Update eines ansonsten sicheren Programms reicht vollkommen aus - auf Ihren Computer und erpresst Sie zu einer Zahlung.
  • Meist werden hier Strafzahlungen wegen Urheberrechtsverletzungen vorgeschoben. Lassen Sie sich nicht in die Irre führen und zahlen Sie auf gar keinen Fall! Der Rechner wäre ohnehin, auch nachdem Sie den geforderten Paysafe-Code abgesendet hätten, immer noch unbrauchbar.
  • Verlassen Sie sich nicht nur auf Ihre Virenschutzprogramme. Achten Sie auch darauf, die auf Ihrem Computer verwendeten Browser und alle sonstigen benötigten Programme, immer auf dem aktuellsten Stand zu halten, um dem Paysafe-Virus kein Einfallstor zu bieten, denn durch diese Lücken befällt er Ihren Rechner und versucht Sie zur Zahlung eines bestimmten Betrags zu erpressen.