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Pausenradio - Argumentation

Es gibt tatsächlich Schulen, die ihr eigenes Pausenradio eingerichtet haben. Vielleicht besuchen Sie ja eine dieser Schulen und schätzen es sehr. Es kann natürlich auch sein, dass Sie nicht so begeistert von dem Radio sind - es gibt nämlich auch Argumentationen dagegen.

Manche Schulen haben sogar ihre eigenen Radiosendungen.
Manche Schulen haben sogar ihre eigenen Radiosendungen.

Gründe für ein Pausenradio

  • Das Pausenradio wird von Schülern geführt und ist hauptsächlich für Schüler, aber natürlich auch für Lehrer gedacht. Schüler berichten über besondere Ereignisse einer Woche, führen Interviews mit z. B. dem Rektor oder Lehrern und halten so die anderen Schüler auf dem Laufenden. Dies wird in einer Argumentation als positiv angesehen, da die Schüler so regelmäßig auf bequemem Wege informiert werden können.
  • Durch das Pausenradio wird die Kreativität der Schüler gefördert. Sie lernen Konzepte zu erstellen, über eine Recherche interessante Themen herauszusuchen, und sich intensivst mit einem Thema zu befassen. Und nicht nur die älteren Schüler sind im Radio zu hören, sondern auch die Jüngeren. Auch hier würde die Argumentation positiv ausfallen, da Schüler hier schon früh lernen, wie sie am besten recherchieren und an Informationen gelangen können.
  • Wenn die Schüler auf Sendung sind, sind sie meist während der Pause in der gesamten Schule zu hören. Sie lernen hier also schon wie es ist, vor Publikum bzw. Zuhörern zu reden. Je öfter die Schüler an einer Pausenradiosendung teilnehmen, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Nervosität mehr und mehr abnimmt. Diese Aspekte fallen in den Bereich der positiven Argumentation, da Schüler durch Spaß lernen, wie sie sich vor Publikum geben können.

Argumentation gegen das Radio

  • Das Pausenradio hat allerdings auch so seine Schattenseiten. In der Pause sollen junge Schüler eigentlich die Zeit nutzen um draußen ein wenig Energie durch Toben, Spielen etc. loszuwerden. Es könnte sein, dass die Schüler aber bevorzugen, wie die Älteren auch, im Gebäude zu bleiben, um den Nachrichten zu lauschen. Der damit auftretende Bewegungsmangel kann ein Teil der Argumentation dagegen sein.
  • Ein Pausenradio wird auch oft mit einer Dauerbeschallung assoziiert, da Schüler dann nicht einmal mehr in der Pause ihre Ruhe von der Schule haben und nicht wirklich abschalten können. Durch das Radio könnten z. B. Gespräche gehemmt werden, da die Schüler nur dem Radio lauschen, anstatt sich miteinander zu unterhalten. Die Dauerbeschallung spricht folglich für die Argumentation gegen das Radio.
  • Das Pausenradio wird oft auch als Ersatz der Schülerzeitung angesehen, da das Radio von denselben bzw. ähnlichen Themen berichtet. Auch dieser Punkt taucht in der Argumentation gegen das Radio auf - dadurch dass die Schüler die Informationen auf bequemem Wege erfahren, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auch die Schülerzeitung kaufen. Dies kann zur Folge haben, dass dann z. B. die Druckkosten nicht mehr oder nur schwer gedeckt werden können und die Lesefaulheit von manchen Schülern somit nur gefördert wird.

Im Allgemeinen bringt das Pausenradio mehr Vorteile als Nachteile mit sich - wichtig ist bloß, dass der Ablauf klar strukturiert ist und dass das Radio nicht zu viel Zeit der Schüler in Anspruch nimmt. Um eine Dauerbeschallung zu vermeiden, sollte das Pausenradio auch nicht jeden Tag in der Pause zu hören sein.

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