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Patentante - darauf sollten Sie bei der Auswahl achten

Die Patentante ist im christlichen Sinn Zeugin der Taufe und Garant einer christlichen Erziehung. Aber in der heutigen Zeit der Kleinfamilien wird die Patentante immer mehr eine Wahlverwandte, Vertraute und wichtige Begleiterin des Kindes in allen Lebenslagen.

Ob Sie die Patentante ist?
Ob Sie die Patentante ist? © Lisa_Schwarz / Pixelio

Funktion der Patentante

  • Obwohl natürlich nur im Rahmen einer Taufe eine Patentante in den Kirchenbüchern registriert wird, gibt es durchaus einen Trend, auch unabhängig von der Religion, eine Tante oder einen Onkel zu  benennen, einfach weil die heutigen Kleinfamilien es als sinnvoll erscheinen lassen, dass ein Kind einen verlässlichen Ansprechpartner hat, der außerhalb der direkten Beziehung zwischen Eltern und Kind steht.
  • Sie können eine Patentante im Rahmen einer Verfügung sogar rechtlich als Vormund eintragen lassen für den Fall, dass Ihnen etwas zustößt, bevor das Kind volljährig ist. Dazu müssen Sie einen Notar aufsuchen, die Verfügung kann dann sogar bindend sein. Aus diesem Grund sollte die Patentante ungefähr so alt sein wie die Mutter oder jünger.
  • Die weltlichen Pflichten einer Patentante überwiegen meist auch bei kirchlichen Tauf- oder Firmpaten bei Weitem die Funktion einer christlichen Erziehung. Diese fungiert immer mehr als eine Art Ersatzmutter.

Die Wahl der Patentante muss also reiflich überlegt werden.

So wählen Sie die richtige Patin aus

  • Die Patentante sollte in etwa auf Ihrer Wellenlänge liegen, ähnlichen Idealen wie Sie anhängen und in der Lage sein, Sie bei der Erziehung des Kindes zu unterstützen. Geben Sie dem Kind in diesem Sinne eine Patentante als Ratgeber für das Leben zur Seite, Kindern in Kleinfamilien mangelt es an Ansprechpartnern und liebevollen Verwandten.
  • Machen Sie sich selbst bewusst, dass es die Aufgabe der Patentante ist, dem Kind dabei zu helfen, seinen Weg in die Gesellschaft zu finden und dass diese im Fall Ihres Ablebens die alleinige Verantwortung für die Entwicklung des Kindes tragen soll. Sie müssen ihr also in jeglicher Hinsicht vertrauen können.
  • Wählen Sie die Patentante immer auch danach aus, dass Sie selbst es dieser zutrauen, die Aufgabe zu erfüllen. Wie soll sie das Amt erfüllen, wenn Sie ihr die Kompetenz in Abrede stellen? Nehmen Sie daher niemanden für dieses Amt, weil Sie einfach nur eine Erwartung anderer an Sie erfüllen wollen. Wenn Sie eine Freundin mögen, dieser aber nicht zutrauen, eine verantwortungsvolle Tante zu sein, dann wählen Sie diese auch nicht aus.
  • Überfahren Sie niemanden mit dem Wunsch, dass die jeweilige Person Patentante werden soll. Sprechen Sie im Vorfeld an, was Sie von der Patentante erwarten und fragen Sie, ob diejenige Person die Verantwortung tragen möchte. Schließlich soll sie mehr sein, als jemand der zu Festtagen ein paar Geschenke überbringt.
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