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Passionsblume - Pflegeanleitung

Die Pflegeanleitung der Passionsblume: Sonne und Wasser, Dünger und Erde. Wenn Sie diese Dinge beachten, zeigt sie sich vom Spätfrühling bis in den Herbst als sehr blühfreudig. Denn in ihrer Pflege sind sie recht anspruchslos, bei der Sie wirklich nicht viel falsch machen können. In der Regel werden sie zwar als Zimmerpflanzen verkauft, allerdings empfiehlt es sich, sie im Sommer nach draußen zu pflanzen. Oder Sie kultivieren Sie als Kübelpflanze mit Rankhilfe.

Passionsblumen sind pflegeleicht und eignen sich gut zur Begrünung von Mauern und Zäunen.
Passionsblumen sind pflegeleicht und eignen sich gut zur Begrünung von Mauern und Zäunen.

Passionsblume und ihr Standort

Hingegen ihrer oftmals schwierigen Pflegeanleitung ist die Passionsblume eigentlich recht anspruchslos. Die meisten der über 500 Arten stammen aus Mittel- bis Südamerika - einige aus Australien und dem südlichen Nordamerika. Dementsprechend mögen sie gern viel Licht und Wärme. Dagegen kommen Passiflora violacea, caerulea, tucumanensis, incarnata und lutea aus Regionen, wo es durchaus auch mal kälter ist.

  • Diese schnell wachsenden Rankpflanzen eignen sich als Kübelpflanze auf Terrassen ebenso wie im Wintergarten. Wohnen Sie in einer Gegend mit milden Wintern, ist es möglich diese Sorten im Freien an Zäunen, Gartenlauben und Pergolen anzupflanzen. Nichtsdestotrotz haben Sie es mit sonnenverwöhnten Pflanzen zu tun, die so viel Licht und Wärme wie möglich brauchen. Geben Sie ihnen den wärmsten Platz im Garten wie beispielsweise eine nach Süden ausgerichtete Hauswand.
  • Leben Sie in einem Haushalt ohne Garten, stellen Sie die Pflanze im Kübel mit Rankhilfe auf den Balkon. Ist dieser nicht vorhanden, erlauben Sie ihr am geöffneten Fenster Sonne zu tanken. Allerdings nicht in Zugluft, denn Durchzug vertragen Passionsblumen als Zimmerpflanzen überhaupt nicht. Lassen Sie ihnen zu wenig Wärme und Luft zukommen, bilden sie entweder keine oder nur wenige Blüten.

Passionsblumen langjährig kultivieren - Pflegeanleitung

Als junge Pflanze gekauft, setzen Sie die Passionsblume gleich in ein größeres Gefäß oder in den Garten. Die Erde muss leicht lehmig sein! Eine lehmhaltige Mischung stellen Sie schnell selbst her: Am besten vermischen Sie normale Gartenerde mit lockerem Substrat wie Blumenerde auf Kompostbasis und Lehmpulver und Sand. 

  • Halten Sie die Erde in den Monaten von März bis August stets leicht feucht. Gerade im Wachstum haben Passionsblumen einen großen Wasserbedarf. Bei Kübelpflanzen achten Sie auf einen Untersetzer, aus dem Sie nach dem Gießen überschüssiges Wasser entfernen. Denn jede Staunässe schadet den Wurzeln und lässt sie absterben. 
  • Die Passionsblume gedeiht als Zimmerpflanze und als Freilandgewächs. Zur Förderung der …

  • Während der Sommermonate freut sich die Pflanze alle zwei Wochen über eine zusätzliche vorsichtige Düngerzugabe. Vor allem wenn Sie flüssigen Dünger verwenden, gehen Sie bei der Dosierung sorgfältig vor. Wenn Sie zu viel düngen, erhalten Sie eine Pflanze mit vielen Blättern, aber mit wenigen Blüten. Ab Oktober gießen Sie nur noch mäßig und stellen das Düngen ein. Bereits ab hier stellt sich die Pflanze auf die Winterruhe ein.

Überwinterung der Passionsblumen im Garten und Kübel

Spätestens im Spätherbst - vor dem ersten Frost - stellen Sie die Kübelpflanze in ihr Winterquartier. Zuvor schneiden Sie sie bis auf 20 Zentimeter über den Boden zurück - keine Angst, die Pflanzen wachsen rasch nach. Jüngeren Pflanzen kürzen Sie die Seitentriebe von fünf bis auf acht Zentimeter, worauf sie komplett neu austreiben. Haben Sie keine winterharte Passionsblume und keinen Wintergarten zum Überwintern - ein heller Raum bei zehn Grad ist ebenso ideal.  

  • Bei beheizten Wintergärten Räumen ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, mäßiges Gießen und eine regelmäßige Überprüfung wichtig. Vor allem im Winterquartier treten Schädlinge wie Spinnenmilben, Läuse und Trauermücken auf. Wobei Trauermücken keinen Schaden anrichten, allerdings fressen ihre Larven die Wurzeln an. Doch mit flüssigen Insektiziden lassen sich die Schädlinge gut bekämpfen. Dagegen werden Passionsblumen, die im Garten stehen, teilweise von Ameisen heimgesucht. Hier findet ein Ameisenmittel aus dem Fachhandel Anwendung. 
  • Besitzen Sie kälteresistente Passionsblumen belassen Sie diese an ihrem Standort. Die oberen Teile der Pflanzen frieren zwar bis auf die Erde ab, treiben aber im Frühling zuverlässig wieder aus. Sicherheitshalber decken Sie den Wurzelbereich mit einer dicken Laubschicht ab. An recht zugigen und kalten Standorten schützen Sie die Pflanze zusätzlich durch hochgestellte Tannenzweige. Und Frühlingsanfang verhilft ein kräftiges Zurückschneiden der Pflanze zu neuer Blühfreudigkeit.

Passionsblumen im Frühsommer vermehren

Halten Sie sich an die Pflegeanleitung, wachsen Passionsblumen schnell und entwickeln zu kräftigen Pflanzen mit Stecklingen. Zur Bewurzelung verwenden Sie 10 bis 15 Zentimeter lange Mittelstücke oder Triebspitzen einjähriger Triebe mit zwei bis vier Blättern. Diese schneiden Sie unterhalb des Blattknotens ab und stecken ihn in einen Topf mit Vermehrungserde - eine spezielle Substratmischung. Unter einem Plastikbeutel, um die 25 Grad, bekommen die Triebe innerhalb zwei bis fünf Wochen Wurzeln. Dann decken Sie Stecklinge auf und stellen sie an einen hellen warmen Standort und düngen alle zwei Wochen. Dann kultivieren Sie die Ableger im nächsten Frühjahr entweder im Garten oder im Kübel weiter. Auch lassen sich Passionsblumen dur Absenker selber ziehen. Senken Sie biegsame junge Zweige mit der richtigen Technik, bilden sich schnell Wurzeln. 

  1. Ausputzen: Am Ende eines Zweiges entfernen sie bis auf einen Blattschopf alle Blätter. Circa 30 Zentimeter unterhalb des Schopfes schneiden Sie den Zweig auf zwei bis drei Zentimeter lang bis zur Mitte schräg ein. In die Schnittstelle klemmen Sie einen Streichholz oder ein Steinchen ein.
  2. Einsetzen: Neben der Mutterpflanze heben Sie eine 15 bis 20 Zentimeter tiefe Erdmulde aus. In diese setzten Sie den eingeschnittenen Trieb mit Blattschopf nach oben ein.
  3. Damit der Zweig nicht wegrutschen kann, fixieren Sie ihn am Boden mit einem Draht. Die Mulde füllen Sie mit Anzuchterde und stützen die Triebspitze mit einem dünnen Stab. 
  4. Abtrennen: Nun bleibt der Trieb bis zum Frühjahr mit der Mutterpflanze verbunden. Haben sich Wurzeln gebildet, trennen Sie ihn an und graben ihn aus. Am angedachten Platz wurzeln neue Passionspflanzen dann schnell ein. 

Übrigens: Wenn Sie sich strikt an die Pflegeanleitung halten, kann Ihre Passionsblume Früchte tragen. Die bekannteste Frucht ist die Maracuja. Kaufen Sie die Früchte als Frischobst, finden Sie die kleinen Samen im Fruchtfleisch. Allerdings brauchen Sie bei der Samenaufzucht viel Geduld. Unter Umständen kann es Jahre dauern, bis Sie eine schöne Pflanze erhalten. Dennoch gibt es bei den exotischen Blütengewächsen viel auszuprobieren und zu entdecken. Schon die Vielfalt der Erscheinungsformen machen Passionsblumen zu schönen Pflanzen für neugierige Hobbygärtner. 

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