Parcours - Sportunterricht sicher gestalten

Parcours im Sportunterricht sind beliebt. Parcours im Sportunterricht sind beliebt.
Parcours-Sportunterricht ist bei vielen Jugendlichen beliebt. Denn sie denken sofort an die im Internet sehr verbreiteten Parkour- und Freerunning-Videoclips mit eher an Stunts und Akrobatik erinnernden Szenen. Und tatsächlich entscheiden sich immer mehr Trainer und Lehrkräfte, Grundelemente dieser beiden verwandten, nicht ganz ungefährlichen Sportarten in den Parcour zu übernehmen, der eigentlich eher der Hindernisbahn nahesteht. Den Kids ist der Unterschied manchmal nicht voll bewusst und Sicherheit ist daher ein umso wichtigerer Aspekt. Mit entsprechendem Vorgehen kann sie deutlich erhöht werden.
Marco Montalbano
19.06.2011 Marco Montalbano
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Parcours sollten sicher und die Teilnehmer fit sein

  • Alle Teilnehmer sollten körperlich voll leistungsfähig sein. Dies gilt besonders mit steigendem Schwierigkeitsgrad im Sportunterricht. Darauf sollte vor jeder Trainingseinheit erneut hingewiesen werden, um das Verletzungsrisiko niedrig zu halten. Sind die Unterschiede der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer zu groß und müssen trotzdem alle beteiligt werden, sollte in Erwägung gezogen werden, neben schwierige Hindernisse leichtere zu stellen, die alternativ benutzt werden können. Denkbar sind auch die Zulassung alternativer, einfacherer Bewältigungsmethoden oder die Einrichtung von zwei unterschiedlichen Parcours.
  • Vor jeder Trainingseinheit empfiehlt es sich, die Parcours genau zu überprüfen. Locker sitzende Sprossen, nicht richtig aufgebaute oder falsch befestigte Hindernisse bergen in sich ein hohes Verletzungsrisiko. Idealerweise sollte der Trainer vor dem Sportunterricht die Parcours selbst ein bis zweimal durchlaufen. Schwachstellen werden so am schnellsten entdeckt.
  • Alle Kursteilnehmer sollten strikt darum gebeten werden, keine eigenen Bewältigungsstrategien auszutesten, sondern sich an die einstudierten Bewegungsabläufe zu halten. Gut sind kurze Abschlussbesprechungen am Ende jeder Einheit. Dort können dann Probleme besprochen und Vorschläge vorgebracht werden, auf welche Weise Hindernisse alternativ bewältigt werden können. Und die aktive Beteiligung der Gruppe ist auch gut für den Teamgeist.

Sportunterricht - Teamgeist und Kommunikation nicht unterschätzen

  • Mit Fortschreiten des Projekts sollte immer wieder genau darauf geachtet werden, ob auch alle Teilnehmer Schritt halten können.
  • Halten Sie Ihre Schüler dazu an, sich nicht zu schämen, Schwäche zuzugeben. Erzählen Sie gegebenenfalls von eigenen Erlebnissen. Heranwachsenden klarzumachen, dass das Zugeben von Schwäche Stärke bedeutet, ist nicht leicht. Aber Mitglieder der Gruppe, die deutlich sagen, dass sie sich etwas nicht zutrauen oder sich bei einer Übung noch nicht sicher sind, geben dem Trainer die Möglichkeit, diese gezielt zu fördern.
  • Wichtig ist passende Kleidung und vor allem passendes Schuhwerk. Unpassend gekleidete Schüler sollten nicht am Training teilnehmen.
  • Besonders wichtig bei dieser Art des Hindernislaufs ist ein gutes, ausgedehntes Aufwärmtraining mit genug Dehnungsübungen. Mit gesunder Vorsicht und Umsichtigkeit kann unter Berücksichtigung der o.g. Punkte ein spannendes Parcour-Training abgehalten werden, bei dem sich die Sicherheit durch vorausschauendes und umsichtiges Handeln auf hohem Niveau bewegt.
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