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Paprika selber anbauen

Paprika, egal ob in Form von Gemüse- oder Gewürzsorten, gedeiht ausgezeichnet im Garten und im Topf. Das Kultivieren gelingt sogar Anfängern.

Mit etwas Pflege haben Sie bald schöne, große Paprikas.
Mit etwas Pflege haben Sie bald schöne, große Paprikas.

Verschiedene Sorten für Topf und Garten

Die Sorten unterscheiden sich in der Größe, der Farbe und der Schärfe. Chilis, Jalapeños und Peperoni gehören auch zur Familie der Paprika (Capsicum).

Überblick über Paprikasorten

Name

Eigenschaft

Anmerkung

Mini Bell

kleine Früchte

süßer Geschmack

verschiedene Farben

kompakter Wuchs

ideal für Töpfe

Peperoni

kleine spitze Früchte

sehr scharf

rot

kompakter Wuchs

ideal für Töpfe

Balkon-Paprika Nazar

kleine dicke Früchte

mild

rot oder grün

Früchte sind dickwandig

Spezialzüchtung für Töpfe

Paprika Multi

kleine dicke Früchte

mild

goldgelb 

Früchte sind dickwandig

Spezialzüchtung für Töpfe

Tomatenpaprika Zsuzsanna

große runde Früchte

mild und aromatisch

rot

bis zu 12 Früchte je Pflanze

für Beete und Gewächshäuser

Lombardo

dünne lange Früchte

leicht scharf

hellgrün

für Töpfe und Beete geeignet

Mavras

große Früchte

fruchtig mild

reifen von Dunkelviolett zu kräftigem Rot

gegen Viren resistent

für Beete und Gewächshäuser

Zlata

große spitz zulaufende Früchte

mild aromatisch

reifen über Hellgrün und Dunkelgrün zu Rot

entwickeln nur im Freien ein gutes Aroma

Chili Habanero

erinnern an Minipaprika

extrem scharf

in verschiedenen Farben

gilt als schärfste Sorte

für Töpfe geeignet

Paprika selber auspflanzen

Die Samen keimen am besten, wenn Sie diese ab Februar über Nacht im warmen Wasser vorquellen lassen. Geben Sie die Saat anschließend in handelsübliche Aussaaterde in einer Schale oder in Quelltöpfe. Decken Sie nach der Aussaat einen durchsichtigen Deckel oder Klarsichtfolie über die Gefäße, damit die Erde nicht austrocknet. Bei Temperaturen von 20 bis 28 Grad und viel Licht keimen Paprikasamen schnell.

Sie sehen bereits nach einigen Tagen die ersten Pflänzchen. Warten Sie, bis sich mindestens vier bis fünf Blätter ausgebildet haben, bevor Sie die Jungpflanzen vereinzeln. Pflanzen Sie die Pflänzchen in kleine Anzuchttöpfe mit Anzuchterde und stellen Sie Ihre Paprikapflanzen an einen sonnigen, warmen Ort ins Haus. 

Tipp: Falls Sie Quelltöpfe verwenden, säen Sie pro Topf nur eine Pflanze. Setzen Sie die Pflänzchen am besten in Anzuchttöpfe aus Torf. Dies erspart den Pflanzen ein weiteres Umpflanzen.

Checkliste für erfolgreiches Anbauen

Paprika braucht viel Licht, Wärme und Nährstoffe. Diese Liste hilft Ihnen, Fehler beim eigenen Anbau zu vermeiden und eine reiche Ernte einzufahren:

Paprika ist von der modernen Küche nicht mehr wegzudenken. Wenn die Pflanze blüht und …

  • Für Freilandkulturen ein sonniges Beet in geschützter Lage auswählen.
  • Boden im Herbst mit Kompost und Hornspänen anreichern.
  • Fläche mit schwarzer Folie abdecken, um Unkraut zu verhindern und Wärme zu speichern.
  • Für Töpfe, Kübel oder Balkonkästen Gartenerde mit Kompost und Hornspänen mischen.
  • Gefäße bereits im Herbst füllen und feucht halten.
  • Unkraut regelmäßig entfernen.

Kultur im Beet

Ab Mitte bis Ende Mai, sobald keine Gefahr von Nachtfrösten mehr besteht, kann die Paprika in den Garten. Pflanzen Sie sie in Reihen mit einem Abstand von 40 bis 50 Zentimetern zueinander. Stoßen Sie einfach dort Löcher in die Folie, wo Sie die Pflänzchen setzen möchten. Graben Sie ein Loch, in welchem der Wurzelballen ausreichend Platz findet, und gießen Sie nach dem Pflanzen kräftig an. 

Stecken Sie neben die Pflanzen Stöcke. Paprika ist keine stabile Pflanze, die Früchte sind meist zu schwer. Sie lassen die Pflanzen abknicken, wenn Sie diese nicht stützen. Treiben Sie die Stecken direkt beim Pflanzen in die Erde, um später keine Wurzeln zu beschädigen.

Je nach Sorte reifen die ersten Früchte Ende Juli bis Anfang August. Paprika, die im Freien wuchs, schmeckt aromatischer als aus dem Gewächshaus.

Anbau im Gewächshaus

Kleine Sorten kultivieren Sie im Gewächshaus am besten in Töpfen. Pflanzen, die groß werden, setzen Sie in große Mörtelkübel. In einem rechteckigen 90-Liter-Behälter passen drei bis vier Pflanzen. Vergessen Sie nicht einen Zentimeter über dem Boden Löcher in die Gefäße zu bohren, damit keine Staunässe entsteht.

Da die Pflanzen im Glashaus vor Frost geschützt sind, können Sie bereits im April mit dem Anbau beginnen. Die Wärme liebende Paprika gedeiht geschützt im Haus besser als in den Beeten im Garten. Die Früchte reifen vier Wochen früher als im Freiland.

Hinweise für den Topfgarten

Wenn Sie Paprika in Töpfen anbauen, können Sie die Vorteile des Gewächshauses mit denen des Freilandes verbinden. Außerdem ist es möglich, die Pflanzen direkt in den Pflanzgefäßen auszusäen. Stellen Sie die Töpfe bis Mitte Mai an ein helles Fenster in der Wohnung. So bald es draußen warm wird, bringen Sie diese zwei Tage im Schatten unter, damit die Blätter sich an das stärkere Licht gewöhnen.

Den Rest des Sommers stehen die Töpfe an einem sonnigen Ort. Sollte es über längere Zeit kühl werden, holen Sie diese einfach erneut ins Haus.

Pflege der Anpflanzungen

Ihre Paprika brauchen einige Aufmerksamkeit, um zu gedeihen:

  • Prüfen, ob die Erde zu trocknen beginnt.
  • Morgens und abends gießen, ohne die Blätter zu benetzen.
  • Je einmal mit Volldünger oder Kompost düngen, wenn die Blüte und die Fruchtbildung beginnen.
  • Die erste Blüte (Königsblüte) abbrechen.
  • Pflanze während des Wachstums an den Stäben anbinden.

Krankheiten und Schädlinge vermeiden

Die Pflanzen neigen zu Pilzerkrankungen und einem Befall durch Spinnmilben. Beidem können Sie vorbeugen, wenn Sie zwei Mal pro Woche mit Schachtelhalmextrakt spritzen. Sollen sich trotzdem Gespinste zeigen, sprühen Sie mit destillieren Wasser, denn das bekommt den Milben nicht. Nützt dies nichts, setzen Sie Raubmilben ein.

Achten Sie ständig darauf, ob sich auf den Blättern ein weißer Belag bildet oder ob sich braune Flecken auf Blättern beziehungsweise an den Stängeln zeigen. Schneiden Sie alle betroffenen Pflanzenteile sofort ab und entsorgen Sie diese im Hausmüll. Sie müssen die Infektionsherde beseitigen. Werfen Sie im Zweifel eine Pflanze weg, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie den Befall eindämmen können. 

Im Freiland sind die Jungpflanzen außerdem durch Schnecken gefährdet. Streuen Sie Gesteinsmehl um die Pflanzen und legen Sie zwischen die Reihen große Blätter. Darunter können Sie am Morgen die Schnecken absammeln.

Ernte der Schoten

Paprika wechselt beim Reifen die Farbe. Die meisten Sorten sind zunächst grün und werden später rot. Die Früchte sind anders als Tomaten in jedem Reifezustand essbar, je länger sie am Strauch bleiben, umso süßer werden sie. Die meisten Sorten können Sie von August bis zum ersten Frost ernten.

Trennen Sie die Schoten mit einem scharfen Messer ab. Ein glatter Schnitt ist schonender als ausgefranste Bruchkanten.

Wenn die Schoten vor dem Frost nicht reifen, holen Sie die Pflanze ins Haus. Es lohnt sich sogar, Pflanzen aus Beeten auszugraben. Manche überstehen den Winter und tragen im nächsten Jahr erneut.

Testen Sie die große Vielfalt an verschiedenen Paprikasorten. Paprika selber anzubauen lohnt sich, frisch vom Strauch sind die Schoten besonders lecker.

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