Das sind die Aufgaben der Zunge

Die Zunge erfüllt tatsächlich mehr Aufgaben als bloß das Schmecken der Nahrung.

  • Ohne das Organ könnten Babys nicht an der Mutterbrust saugen und Menschen allgemein schlechter kauen und nur unkontrolliert schlucken, denn die Zunge schiebt den Nahrungsbissen im Mundraum herum, formt schluckbare Portionen und leitet schließlich die Schluckbewegung ein.
  • Sie ist außerdem ein zentrales Organ, wenn es um die Artikulation der Sprache geht. Viele Laute werden in einer bestimmten Zungenhaltung gebildet, zum Beispiel mit der Spitze am harten Gaumen bei einem "L".
  • Mit der Zunge und ihren Papillen schmecken wir die Nahrung und testen außerdem ihre Temperatur. Ist ein Bissen für die Papillen zu heiß, sollte er noch nicht geschluckt werden. Außerdem kann mit ihnen getastet werden.
  • Die Zunge ist außerdem Teil der Immunabwehr: Die lymphatischen Zellen in ihrer Schleimhaut gehören zum lymphatischen Rachenring.

Dazu dienen die Papillen

Es gibt vier Arten von Papillen:

  • Die pilzförmigen Papillen können warm bzw. heiß von kalt unterscheiden. Sie dienen also der Temperaturwahrnehmung.
  • Mit den fadenförmigen Papillen kann die Zunge ihre Aufgabe als Tastorgan erfüllen.
  • Dann gibt es noch warzenförmige und blattförmige Papillen, welche dem Geschmackssinn nachkommen. Dabei werden die verschiedenen Geschmacksqualitäten in unterschiedlichen Teilen der Zunge wahrgenommen. Während die Zungenspitze besonders Süßes schmeckt, sind die Geschmacksknospen der Zungenränder vor allem auf Salziges und Saures geeicht. Bitteres schmecken wir im hinteren Bereich. Beim Vorgang des Schmeckens spielt aber nicht nur der Geschmackssinn eine Rolle, sondern besonders auch der Geruchssinn.