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Oxidation im Alltag - zwei Beispiele einfach erklärt

Oxidation ist eine chemische Reaktion, im einfachsten Fall mit Sauerstoff. Im Alltag gibt es unzählige Beispiele für solche Oxidationen.

Äpfel verfärben sich an den Schnittstellen braun.
Äpfel verfärben sich an den Schnittstellen braun.

Oxidation - das sollten Sie wissen

  • Im einfachsten Fall ist eine Oxidation eine chemische Reaktion, bei der ein Stoff mit Sauerstoff reagiert. Dies entspricht übrigens auch der ursprünglichen Definition. 
  • Der Begriff leitet sich ab von "Oxygenium" (eine alte Bezeichnung für den "Sauerstoff").
  • Die Gegenreaktion, Reduktion genannt, ist dementsprechend ein chemischer Vorgang, bei dem einer Verbindung Sauerstoff entzogen wird. 
  • Der Vollständigkeit halber soll hier noch gesagt werden, dass in der modernen Chemie sowohl Oxidation als auch Reduktion eine Bedeutungserweiterung erfahren haben. Man spricht von einer Oxidation, wenn von einem Atom oder Ion während einer chemischen Reaktion Elektronen abgegeben werden. Eine Reduktion liegt vor, wenn Elektronen aufgenommen werden. Diese Definition ist jedoch abstrakter und braucht für die Beispiele aus dem Alltag keine Verwendung finden, da dort ausschließlich Sauerstoff zum Zug kommt.

Beispiel aus dem Alltag - Rost bildet sich

  • Bei der Bildung von Rost (chemisch Eisen(II)-Oxid bzw. Eisen(III)-Oxid) spielt natürlich der Luftsauerstoff die entscheidende Rolle.
  • Er verbindet sich (besonders unter Einwirkung von Regenwasser) mit den Eisenatomen auf der Oberfläche - eine ganz alltägliche Oxidation, wenn auch ein unerwünschtes Beispiel für eine schädigende "Patina".

Äpfel werden braun - noch ein Beispiel

  • Geschälte Äpfel werden unansehnlich braun, dieses Ärgernis kennt jeder aus dem Alltag, der schon einmal Äpfel für einen Kuchen vorbereitet hat.
  • Dieser Effekt tritt jedoch nicht nur bei Äpfeln auf, sondern auch Pilze werden schwarz, wenn man sie aufschneidet und auch Kartoffeln leiden nach dem Schälen.
  • Schuld an diesem Prozess sind bestimmte Enzyme, die in diesen Früchten und Gemüsen vorhanden sind. Beim Schneiden der Früchte werden nämlich Zellen verletzt, sodass die enthaltenen Enzyme auf die Schnittflächen gelangen, wo sie ihr Zerstörungswerk beginnen.
  • Sie führen nämlich in Anwesenheit von Sauerstoff aus der Luft (und erst dann reagieren sie tatsächlich) zu einer Oxidation von sog. phenolischen Verbindungen in diesen Früchten. Dabei handelt es sich um zyklisch angeordnete Kohlenstoffmoleküle. Eines von ihnen ist an eine OH-Gruppe gebunden, die anderen an Wasserstoffatome. Durch das Anbinden von Sauerstoff oxidieren diese organischen Moleküle zu braunen oder auch grauen Polymerverbindungen.
  • Bekanntermaßen lässt sich die Oxidation verhindern, indem man das Treiben der Enzyme unterbindet oder zumindest hemmt. Dies gelingt durch Säuren; die Enzyme arbeiten in einem sauren Milieu nur schlecht, beispielsweise werden Zitronen und Orangen nach dem Anschneiden ja nicht braun. Beträufeln Sie die Äpfel also einfach mit etwas Zitronensaft oder einem milden Apfelessig.
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