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"Othello" von Shakespeare - geschichtlicher Hintergrund

Othello ist ein Drama von Shakespeare, in dem die Hauptfigur eine dunkle Hautfarbe hat. Aus diesem Grund wird "Othello" auch als "Mohr" bezeichnet. Das Drama hat einen wahren geschichtlichen Hintergrund, den Sie kennen sollten, wenn Sie sich näher mit dem Werk beschäftigen möchten.

Othello ist ein Drama, das im Mittelalter spielt.
Othello ist ein Drama, das im Mittelalter spielt.

Othello ist eines der bekanntesten Dramen von Shakespeare. Es wird im Abitur häufig gelesen und in deutschen Theatern aufgeführt. Zu dem gleichen Stoff gibt es darüber hinaus einer Oper von Verdi, die später entstand, aber den gleichen Stoff verarbeitet. Das Drama hat einen historischen Hintergrund, der in Venedig spielt. Die Person, die von der Figur verkörpert wird, hat tatsächlich existiert. Es handelte sich jedoch nicht um einen farbigen Mann, einen "Mohr", sondern um einen Italiener, dessen Namen in seiner Lautung dem "Mohr" ähnlich ist.

"Othello" beschreibt die Gestalt des Cristofalo Moro

  • Othello hat in Shakespeares Drama eine farbige Haut und wird deshalb als "Mohr von Venedig" bezeichnet. Die Gestalt, die vermutlich Vorbild für das Drama des Dichters gewesen war, hatte eine helle Haut. Den "Mohr" können Sie jedoch aus dem Namen ableiten, was als Verbindung zu der historischen Gestalt gesehen wird.
  • Es handelt sich um den sizilianischen Kaufmann Cristofalo Moro. Dessen Leben wird als geschichtlicher Hintergrund zum Drama vermutet. 

Shakespeare lehnte sein Drama an die historische Figur an

  • Es scheint als erwiesen, dass Shakespeare sein Drama an die historische Figur des 16. Jahrhunderts angelehnt hat. In der Sekundärliteratur des Dramas wird wiederholt erwähnt, dass das Leben des Cristofalo Moro die Vorlage für das Stück lieferte.
  • Im Jahre 1505 war Moro Gouverneur der Republik des Heiligen Markus. In dieser Funktion begab er sich nach Zypern. Er übernahm die Leitung der Verteidigung der Insel gegen die Türken. Die Frau des Cristofalo Moro starb bei seiner Rückkehr nach Venedig, die drei Jahre später stattfand. Er verspürte nicht die Eifersucht des Othello und ermordete sie auch nicht, sondern er ging wegen des Verlustes zeitlebens in Trauer. Dennoch wurde die Parallele zu seinem Leben gezogen.

Die wahren Hintergründe werden in der Forschung immer noch diskutiert. Shakespeare selbst hat keinen Hintergrund für die Gestaltung seines Dramas hinterlassen.

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