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Osmoseanlage im Aquarium mit 200l Wasser - die Wasseraufbereitungstechnik unter die Lupe genommen

Den Bewohnern in Ihrem Aquarium soll es natürlich gutgehen. Ein wichtiger Baustein ist die Wasserqualität, die Sie durch verschiedene Möglichkeiten auf einem hohen Niveau halten können. Überlegen Sie, ob Sie schon in einem Becken mit 200l gleich eine Osmoseanlage benötigen, eher weniger oder sogar noch mehr Aufwand betreiben.

Gesunde Fische und Pflanzen brauchen eine hohe Wasserqualität.
Gesunde Fische und Pflanzen brauchen eine hohe Wasserqualität. © Templermeister / Pixelio

Anforderungen an ein Aquarium mit 200l Volumen

Für Ihr Aquarium benötigen Sie eine Heizung und einen Filter, der in der Lage ist, 200l Wasser zu filtern. Ohne diese Zutaten kommen Sie nicht aus.

  • Die weitere Technik hängt viel davon ab, welche Fische Sie als Besatz auswählen und wie es um die Qualität Ihres Leitungswassers bestellt ist.
  • Legen Sie sich also ein Testset aus dem Aquarienhandel zu und testen das Wasser. Vielfach sind die allgemeinen Wasserwerte auch über die zuständigen Versorgungsunternehmen zu erhalten.
  • Eine gute Möglichkeit besteht auch darin, im Ihrem Aquaristik-Fachgeschäft die Wasserqualität testen zu lassen. Dort erhalten Sie die genauen Werte, mit denen das Wasser aus Ihren Leitungen kommt.
  • Einige Fische kommen mit härteren Wasserwerten gut klar, andere benötigen weiches Wasser. Wollen Sie das Wasser enthärten, geschieht diese über die Zufuhr von Osmosewasser.
  • Osmosewasser zur Wasserenthärtung und Senkung des pH-Wertes können Sie fertig aufbereitet kaufen. Bei einem Becken mit 200l Inhalt und bei regelmäßigen Teilwasserwechseln ist die Anschaffung einer Osmoseanlage aber bereits wirtschaftlich sinnvoll.

Osmoseanlage oder Vollentsalzer

  • Eine einfache Osmoseanlage für ein 200l fassendes Becken setzen Sie bei Bedarf außerhalb des Aquariums ein. Sie können auf Vorrat das Osmosewasser herstellen.
  • Bei der Umkehrosmose wird das Wasser so aufbereitet, dass ihm fast alle Zusatzbestandteile entzogen werden. Sie füllen dazu die Anlage mit ganz gewöhnlichem Leitungswasser und lassen die Filter und Membranen ihre Arbeit tun.
  • Für eine bestimmte Menge Osmosewasser benötigen Sie eine mehrfache Menge Leitungswasser. Das überschüssige Wasser können Sie allerdings gewöhnlich noch zum Wässern Ihres Gartens oder zum Flurputzen benutzen.
  • Vollentsalzer werden auch Ionentauscher genannt. Sie erzielen ein ähnliches Ergebnis, arbeiten aber mit anderen Füllstoffen und erzeugen schneller eine größere Menge entsalztes Wasser.
  • Ionentauscher benötigen im Gegensatz zu einer Osmoseanlage eine Befüllung aus Harz, die nach einer vorgegebenen Arbeitsleistung regeneriert werden muss. Dazu setzen Sie Salzsäure und Natronlauge ein oder Sie kaufen gleich eine neue Füllung.
  • Wenn Sie nicht ständige große Mengen Osmosewasser benötigen und nur einen Teil der 200l Wasser beim Wasserwechsel austauschen, ist eine Osmoseanlage zur Aufbereitung von hartem Wasser eine sinnvolle Entscheidung.
  • Anschaffungskosten und Wartungsaufwand bei einem Vollentsalzer sind höher. Dafür bewältigen diese Anlagen aber ein größeres Wasservolumen mit weniger überschüssigem Wasser. Ist Ihr Intervall beim Wasserwechsel kurz und tauschen Sie eine große Menge in Ihrem Aquarium aus, ziehen Sie diesen Ionentauscher in Betracht.

Die Schönheit Ihres Beckens und die Gesundheit seiner Bewohner ist mit der Wasserqualität so eng verknüpft, dass Sie nur bei guter Qualität Ihres Leitungswassers auf technische Hilfsmittel verzichten sollten.

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